Samsung löst S-Pen-Problem des Galaxy Note 5 durch Hardware-Modifikation

Samsung hat offenbar Veränderungen an der Hardware des Galaxy Note 5 vorgenommen, um eine Beschädigung des Phablets durch falsches Einschieben des Bedienstiftes zu vermeiden. Das berichtet Phandroid unter Berufung auf eine nicht näher genannte Quelle, die ihm ein Bild eines modifizierten Motherboards zugespielt hat.

Samsung Galaxy Note 5 mit verkehrt eingeschobenem Stift (Bild: ZDNet.com)Samsung Galaxy Note 5 mit verkehrt eingeschobenem Stift (Bild: ZDNet.com)Im August letzten Jahres war bekannt geworden, dass der Digitalstift S Pen in der Aufnahme des Galaxy Note 5 stecken bleiben kann, ohne einzurasten, wenn man ihn verkehrt herum einschiebt. Wer dann beim Herausziehen Gewalt anwendet, kann den Stift selbst oder das ganze Gerät beschädigen. Denn dadurch werden mit hoher Wahrscheinlichkeit die Komponenten zerstört, die überprüfen, ob der S Pen eingeschoben ist.

Auf Reddit gibt es einen Diskussionfaden, in dem Nutzer von beschädigten Note-5-Modellen berichten. Viele kritisieren dort, dass sich der Stift nicht einfach vorwärts wie rückwärts einschieben lässt.

Samsung reagierte auf das Problem zunächst nicht sehr verständnisvoll und empfahl Anwendern lediglich, die Bedienungsanleitung des Geräts zu lesen. Später legte es dem Galaxy Note 5 noch eine gesonderte Anleitung zum korrekten Verstauen des Stifts bei.

HIGHLIGHT

Produktiver arbeiten mit Unified Communications & Collaboration

Mit Unified Communications & Collaborations können Unternehmen die Produktivität der Anwender steigern, die Effizienz der IT verbessern und gleichzeitig Kosten sparen. Damit die unbestrittenen Vorteile einer UCC-Lösung sich in der Praxis voll entfalten können, müssen Unternehmen bei der Implementierung die Leistungsfähigkeit der Infrastruktur überprüfen.

Letztlich hat der Hersteller nun aber Modifikationen an der Hardware vorgenommen, wie er gegenüber The Verge mitteilt: „Samsung kann bestätigen, dass der interne S-Pen-Mechanismus des Note 5 verändert wurde, um das durch einen falsch eingeschobenen S Pen verursachte Problem zu lösen.“ Zugleich empfiehlt es Nutzern aber weiterhin die genaue Lektüre der Bedienungsanleitung zum Verstauen des Digitalstifts.

Der neue Auswurfmechanismus soll auch dann ein sicheres Entfernen des S Pen ermöglichen, wenn er verkehrt herum eingesteckt wurde. Einen grundsätzlichen Designfehler wollte Samsung jedoch nicht eingestehen. Immerhin hielt es das Problem nach anfänglichem Zögern aber für relevant genug, einen physischen Fix dafür bereitzustellen. Eventuell war dies auch dadurch motiviert, die Zahl der eingereichten Garantiefälle zu vermindern.

Samsung hatte das Galaxy Note 5 zusammen mit dem Galaxy S6 Edge+ Mitte August 2015 offiziell vorgestellt. Anders als das gleich große S6 Edge+ ist das 5,7-Zoll-Phablet aus unbekannten Gründen jedoch nicht in Deutschland erhältlich.

Neueste Kommentare 

3 Kommentare zu Samsung löst S-Pen-Problem des Galaxy Note 5 durch Hardware-Modifikation

Kommentar hinzufügen
  • Am 19. Januar 2016 um 16:39 von PeerH

    „Wir haben nix falsch gemacht, aber wenn der Anwender doof ist, ändern wir doch etwas.“

    Ja, das nenne ich eine souveräne Kommunikation. Ein ‚you’re holding it wrong‘ und rtfm (read the fu..ing manual) hat offensichtlich nicht genügt. ;-)

    • Am 19. Januar 2016 um 22:52 von Judas Ischias

      Na ja, der Schiller war doch auch nicht schlecht mit der Aussage, dass eine abgeplatzte Beschichtung an Geräten „normal“ ist, obwohl die noch nicht mal ausgepackt waren.;)
      Hat Apple danach eigentlich etwas verändert?
      Du schreibst doch sonst immer so schön, dass es dann einfach darauf ankommt, ob und wie schnell man die Fehler beseitigt.
      Und Samsung tut immerhin etwas dagegen, obwohl es wirklich nur an den „doofen“ Kunden lag.
      Anstatt rumzunörgeln, sollte man auch Samsung mal loben.

    • Am 20. Januar 2016 um 0:55 von Hmm

      Als die die Appleuser kein Empfang hatten weil sie das Smartphone falsch gehalten haben und es dann doch ncohtdaran lag, hat peerh bestimmt nicht so reagiert. Oder als Apple sich entschied nach dem Bendgate doch ein anderes Aluminium für das neue Modell zu benutzen obwohl sie ja nichts falsch gemacht hatten und es nur ein paar Stück waren, die sich verbogen hatten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *