Apple erhöht App-Store-Preise etwa in Kanada und Russland

Auch in Israel, Mexiko, Neuseeland, Singapur und Südafrika steigen die App-Store-Preise. Eine Mehrwertsteuerreduktion in Rumänien hingegen führt nur zu erhöhten Erlösen für Entwickler. Die Endanwenderpreise bleiben unverändert.

Apple hat in einer Reihe von Ländern außerhalb der USA seine App-Store-Preise für iOS und OS X angepasst. Solche Maßnahmen nimmt es bisweilen vor, um Währungsschwankungen oder veränderte Steuersätze auszugleichen. Diesmal sind beispielsweise Kanada, Neuseeland und Russland betroffen.

App Store (Bild: Apple)Auch in Israel, Mexiko, Singapur und Südafrika steigen die App-Store-Preise. In Russland und Südafrika müssen Anwender, die In-App-Abonnements abgeschlossen haben, diese sogar erneuern. In den anderen Ländern erhalten Abonnenten nur eine Infomail, sobald die nächste Verlängerung ihres Abonnements ansteht. Ausgenommen ist Israel, wo Apple keine In-App-Abonnements ermöglicht.

Apples an Entwickler verschickter E-Mail zufolge, die iMore in voller Länge zitiert, werden die Erhöhungen binnen 72 Stunden umgesetzt. Es weist darin auch darauf hin, dass Rumänien zum 1. Januar 2016 seinen Mehrwertsteuersatz von 24 auf 20 Prozent gesenkt hat. Dies führt aber nur zu höheren Erlösen für Entwickler und Apple selbst – die Preise für rumänische Endanwender bleiben unverändert.

Vor einem Jahr, also im Januar 2015, hatte Apple die App-Store-Preise in Euro EU-weit auf Dollar-Niveau gehoben. Bis dahin zahlte man 89 Euro-Cent für ein in den USA zum Preis von 99 Dollar-Cent angebotenes Programm, seither sind es 99 Euro-Cent.

Seit 1. Januar 2015 gilt innerhalb der Europäischen Union für digitale Produkte der Umsatzsteuersatz aus dem Land des Käufers. Zuvor wurden im Internet vertriebene Apps, E-Books, Filme oder Musik in dem Land besteuert, in dem der Verkäufer seinen Sitz hat. Daher wählte Apple Luxemburg als Standort für seine iTunes-Tochter, da der Umsatzsteuersatz dort deutlich niedriger ist als etwa in Deutschland. Ein weiterer Grund für die Preiserhöhung war der deutliche Kursverlust des Euro gegenüber dem Dollar im Lauf des Jahres 2014.

Eine neuerliche Preisanpassung auch in Europa scheint nicht undenkbar, wenn man die Preise für Apple-Hardware betrachtet. Das iPhone 6S beispielsweise kostet in den USA bei Apple direkt 649 Dollar, in Deutschland aber 744,95 Euro. Allerdings schließt dies eine GEMA-Gebühr ein, die auf Software nicht anfällt. Sie beträgt seit Jahresanfang 6,25 Euro pro Smartphone und 8,75 Euro pro Tablet.

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Apples App Store hat über die Weihnachtsfeiertage 2015 einen Rekordumsatz erwirtschaftet. In den zwei Wochen vor dem 3. Januar 2016 gaben Nutzer für Apps und In-App-Käufe insgesamt 1,1 Milliarden Dollar aus. Zugleich wurden in dieser Zeit auch neue Rekorde für Käufe und Zugriffszahlen aufgestellt.

Darüber hinaus verzeichnete Apple am 1. Januar 2016 mit 144 Millionen Dollar Umsatz einen neuen Tagesrekord. Der am Weihnachtstag aufgestellte Rekord hielt damit nur eine Woche. Von der hohen Nachfrage profitieren auch Entwickler: Sie haben laut Apple seit 2008 fast 40 Milliarden Dollar eingenommen, mehr als ein Drittel davon allein im letzten Jahr.

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Florian Kalenda
Autor: Florian Kalenda
Leitender Redakteur ZDNet.de
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