Twitter-Konto von britischem Spitzenpolitiker gehackt

Am Sonntag erschienen im Twitter-Kanal von Jeremy Corbyn, dem Vorsitzenden der britischen Labour-Partei, mindestens vier von Eindringlingen gepostete Nachrichten. Wie die BBC schreibt, verschwanden sie aber auch innerhalb von Minuten wieder.

Hacker-Tweets über Jeremy Corbyns Konto (Screenshot: ZDNet.com)Hacker-Tweets über Jeremy Corbyns Konto (Screenshot: ZDNet.com)Einer der Tweets lautete „davey cameron is a pie“, bezog sich also auf Premierminister David Cameron. Ein anderer erwähnte das Atomraketenprogramm Trident, gegen das der Pazifist Corbyn opponiert. Die Ausdrucksweise ließ insgesamt auf einen eher unreifen Hacker schließen.

Die Nachrichten gingen an 387.000 Follower. Besonders der Tweet über den Premierminister wurde vielfach zitiert.

Im September 2015 war Corbyn schon einmal auf Twitter Zielscheibe von Spott gewesen. Damals zitierte der US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump einen Tweet mit dem Bild Corbyns und dem Kommentar: „Mein Dad überlegt sich, ob er Sie erstmals wählen soll.“ Trump nannte dies „großartig“. Die Bemerkung kam auf 12.000 Retweets.

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Der wohl größte Hack eines Politikerkontos war der des Twitter-Kontos des russischen Präsidenten Dmitri Medwedew. In russischer Sprache hieß es dort im August 2014 etwa 40 Minuten lang: „Ich trete zurück. Ich schäme mich für meine Regierung. Es tut mir leid.“ Außerdem wurden Putin-Kritiker retweetet. Das verifizierte Konto hatte zu dem Zeitpunkt 2,5 Millionen Follower.

Trotz aller Sicherheitsmaßnahmen Twitters sind die Konten des Social Network offenbar weiter besonders anfällig. So gelang es vor allem der Syrian Electronic Army in der Vergangenheit immer wieder, Medien wie Forbes und gleich mehrfach die Washington Post zu hacken, aber auch Microsoft-Konten zu missbrauchen.

Im Februar 2015 wurde sogar das Twitterkonto des Twitter-Finanzchefs gehackt. Unbekannte verteilten darüber Spam. Anthony Noto hatte 2014 schon einmal eine Direktnachricht versehentlich öffentlich verschickt. Er ist seit Sommer 2013 im Unternehmen.

[mit Material von Charlie Osborne, ZDNet.com]

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