Apple-Lieferant Foxconn meldet 20 Prozent Umsatzrückgang im Dezember

Die Einnahmen schrumpfen um diesen Wert gegenüber dem Vormonat und auch dem Vorjahreszeitraum. Das Wirtschaftsjahr 2015 schließt Foxconn mit einem Umsatzplus von 6,42 Prozent ab. Analysten hatten mit einem Wachstum von 7 Prozent gerechnet.

Foxconn, das unter anderem für Apple in China Smartphones und andere elektronische Geräte fertigt, hat im Dezember 409,65 Milliarden Taiwan Dollar (11,2 Milliarden Euro) eingenommen. Wie Reuters berichtet, schrumpfte der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum und auch gegenüber dem Vormonat um 20 Prozent. Einer Stellungnahme des Unternehmens zufolge entspricht der Umsatz jedoch den eigenen Erwartungen.

Logo von Foxconn (Bild: Foxconn)Das Geschäftsjahr 2015 schloss Foxconn der am Freitag veröffentlichten Bilanz zufolge mit Einnahmen von 4,480 Billionen Taiwan Dollar (122 Milliarden Euro) ab, was einem Plus von 6,42 Prozent gegenüber 2014 entspricht. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Wachstum von 7 Prozent gerechnet. 2014 hatte sich der Auftragsfertiger um 6,53 Prozent verbessert.

AppleInsider weist in dem Zusammenhang darauf hin, dass auch andere Apple-Lieferanten wie Catcher und TPK geringere Dezemberumsätze gemeldet haben als erwartet. Zusammen mit den Zahlen von Foxconn stütze dies eine Meldung des japanischen Wirtschaftsdiensts Nikkei, der kürzlich behauptet habe, Apple habe die Produktion von iPhone 6S und 6S Plus um 30 Prozent heruntergefahren.

Als Grund vermutet AppleInsider jedoch keine schwache Nachfrage nach Apples aktueller iPhone-Generation, sondern „Anpassungen von Lagerbeständen“. Reuters merkt zudem an, dass im ersten Quartal überlicherweise die iPhone-Verkäufe saisonal bedingt deutlich geringer ausfallen als im starken Weihnachtsquartal.

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Dessen Zahlen wird Apple am 26. Januar nach Börsenschluss in den USA vorlegen, also in rund zwei Wochen. Im Vorjahreszeitraum, dem ersten Fiskalquartal 2015, hatte Apple 74,468 Millionen iPhones verkauft, was einem Umsatz von 51,2 Milliarden Dollar entsprach. Sollte Apple wie schon im vierten Fiskalquartal 2015 den Durchschnittspreis seiner iPhones steigern, wäre auch bei stagnierenden Verkaufszahlen zumindest mit einem Umsatzplus zu rechnen.

Apple-Konkurrent Samsung hatte in der vergangenen Woche mit seiner Prognose für das Dezemberquartal die Analysten und Anleger enttäuscht. Der operative Gewinn des koreanischen Konzerns soll zwar um 15 Prozent auf 6,1 Billionen Won klettern, Analysten hatten allerdings mit 6,6 Billionen Won gerechnet. Auch der Umsatz bleibt demnach mit 53 Billionen Won hinter den Erwartungen zurück.

Auch Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC), das unter anderem Prozessoren für die Apple Smartphones fertigt, erreichte laut Reuters im Dezember nicht die Umsätze des Vorjahreszeitraums oder des Vormonats. Bezogen auf das Geschäftsjahr 2015 habe sich das Wachstum von TSMC sogar mehr als halbiert.

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Themenseiten: Apple, China, Foxconn, Quartalszahlen, iPhone

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Stefan Beiersmann
Autor: Stefan Beiersmann
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