Apple Music erreicht angeblich 10 Millionen zahlende Kunden in nur 6 Monaten

Das entspricht einem Plus von 54 Prozent gegenüber Oktober. Spotify hat für diesen Meilenstein sechs Jahre benötigt. In den USA wächst der Markt für Musikstreaming 2015 um rund 83 Prozent.

Apple Music hat sechs Monate nach seinem Start, also zum Jahreswechsel, angeblich die Marke von 10 Millionen zahlenden Abonnenten überschritten. Das berichtet die Financial Times unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen. Der Rivale Spotify habe für diesen Meilenstein sechs Jahre benötigt.

Apple-Music-Logo (Bild: Apple)Im Oktober hatte Apple-CEO Tim Cook 6,5 Millionen Kunden mit einem kostenpflichtigen Apple-Music-Abonnement gemeldet. Sollte die von der Financial Times genannte Zahl korrekt sein, hätte Apple in etwas mehr als zwei Monaten rund 3,5 Millionen zahlende Abonnenten hinzugewonnen. Das entspräche einem Plus von etwa 54 Prozent.

Zu dem Wachstum könnte auch die Ausweitung des Streamingdiensts auf Googles Mobilbetriebssystem Android beigetragen haben. Seit Mitte November ist eine Beta von Apple Music für Android verfügbar, mit der Nutzer von Googles Mobil-OS Zugriff auf 30 Millionen Songs aus Apples Musik-Katalog erhalten.

Wie Apple verlangt auch Spotify für seinen Dienst eine monatliche Gebühr von 9,99 Euro. Das in London ansässige und Ende 2009 gegründete Unternehmen hatte Mitte 2014 10 Millionen Abonnenten gemeldet. Inzwischen zahlen rund 20 Millionen Nutzer für Spotifys Streamingdienst, während sich weitere 75 Millionen Anwender für das kostenlose beziehungsweise werbefinanzierte Angebot des Unternehmens registriert haben.

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Streaming-Dienste sind weiter auf dem Vormarsch. Laut aktuellen Zahlen des US-Marktforschungsunternehmens Nielsen erhöhte sich die Zahl der Audiostreams in den USA im vergangenen Jahr um 83,1 Prozent auf 144,9 Milliarden. Der Markt für Videostreaming legte sogar um 101,9 Prozent zu – insgesamt streamten Nutzen 172,4 Milliarden Videos.

Apple Music ist aus dem von Apple 2014 gekauften Musikdienst Beats Music hervorgegangen. Das Angebot umfasst neben Millionen von Songs auch von Musikexperten zusammengestellte Wiedergabelisten und den Radiosender Beats 1. „Wir haben Musikexperten, die entscheiden, was als nächstes kommt. Und das vermittelt ein Gefühl, für das ich keine Worte kenne. Es bringt die Kunst zurück zur Musik“, sagte Apple-CEO Tim Cook im Oktober.

Der Musikdienst geht allerdings nicht auf eine Idee des Firmengründers zurück. Steve Jobs hatte Musikstreaming stets abgelehnt.

[mit Material von Steven Musil, News.com]

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Stefan Beiersmann
Autor: Stefan Beiersmann
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4 Kommentare zu Apple Music erreicht angeblich 10 Millionen zahlende Kunden in nur 6 Monaten

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  • Am 11. Januar 2016 um 12:07 von Judas Ischias

    Also ich würde mich aber sehr bevormundet fühlen, wenn „Musikexperten“ für mich entscheiden, welche Musik ich als nächstes hören soll.
    Immerhin bin ich alt genug und auch noch nicht so senil um die Auswahl selbst treffen zu können.
    Und solche Aussagen wie:“Und das vermittelt ein Gefühl, für das ich keine Worte kenne, es bringt die Kunst zurück zur Musik“,sind doch einfach nur grauenhaftes Gesülze. Mann, Mann, Mann.

    • Am 11. Januar 2016 um 12:37 von Hi, hi...

      …die „Musikexperten“ dürften lediglich Programmierer eines Algorithmus sein.
      Davon abgesehen kann es durchaus interessant sein was dabei vorgeschlagen wird. Bei Spotify (Apple-Music nutze ich nicht) gibt es auch den „Mix der Woche“. Das sind 30 Titel, die auf Grundlage der eigenen Musik vorgeschlagen werden. Das meiste ist eher abwegig, aber 2 oder 3 Titel sind eigentlich immer dabei, bei denen man sich intensiver mit den Künstlern beschäftigen kann.
      Das Cook’sche Geschwafel ist allerdings unterirdisch.

    • Am 11. Januar 2016 um 13:28 von WDSE

      Es geht um Vorschläge, jeder kann selber seine Musik bestimmen.
      Keine Ahnung aber immer seinen Senf dazu geben
      Wie sagt Dieter Nuhr: einfach mal die Fr……

      Bei Apple Music stellen Menschen die Vorschläge zusammen, woanders meist Algorithmen. Zumindest hat sich Googles EIrc Schmidt darüber schon lustig gemacht ( ist ja rückständig)
      Laut einem Freund soll es häufig interessante Vorschläge geben, ich kann es nicht beurteilen , da ich lieber meine Musik besitze

      • Am 12. Januar 2016 um 19:20 von Judas Ischias

        „Es geht um Vorschläge, jeder kann seine Musik selber bestimmen.“
        Dann hätte Cook dies auch so erzählen sollen, und nicht solch einen Quark von sich geben, wo er wörtlich erzählt, dass die Musikexperten von Apple entscheiden, was als nächstes kommt.
        Arbeitest Du bei Apple?
        Oder warum weißt Du dass da echte Musikexperten sitzen die Musik und keine Algorithmen aussuchen?
        Etwa weil sich der Schmidt mal darüber lustig gemacht hat?
        Und wenn der Nuhr sich mal an seine eigene Aussage gehalten hätte, wäre er heute nicht ein vom Gericht bestätigter Hassprediger!

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