Frankreich genehmigt Verkauf von Alcatel-Lucent an Nokia

Die Integration beider Firmen beginnt nun am 14. Januar. Nokia erhält 79 Prozent der ausstehenden Aktien. Der künftig fürs Gesamtunternehmen zuständige CEO Rajeev Suri sagt: "Wir werden unerreichte Möglichkeiten bei Forschung, Entwicklung und Innovationen haben."

Die französische Regulierungsbehörde hat Nokias Übernahme von Alcatel-Lucent bewilligt. Wie im April 2015 angekündigt, wird Nokia 15,6 Milliarden Euro zahlen. Die Abteilungen können nach der Genehmigung ab 14. Januar zusammengeführt werden.

Alcatel-Lucent Logo (Bild: Alcatel-Lucent)Nokia, das mit dem Kauf zu einem der größten Breitbandnetzausrüster weltweit aufsteigt, wird 79 Prozent an Alcatel-Lucent halten. Unter anderem wird es von dessen Präsenz in 130 Ländern weltweit profitieren können, um sich gegen Konkurrenten wie das schwedische Ericsson und Huawei aus China aufzustellen.

Die Verschmelzung der beiden europäischen Firmen wird nach Vorstellung von Nokia-CEO Rajeev Suri schnell voranschreiten, da sie enorme Vorteile bietet: „Wir werden unerreichte Möglichkeiten bei Forschung, Entwicklung und Innovationen haben, die wir nutzen werden, um die Erschaffung der nächsten Generation an Techniken und Diensten weltweit anzuführen.“

Vor Frankreich hatten andere Kartellbehörden in den USA und Europa zugestimmt. Das fusionierte Unternehmen wird in Helsinki sitzen, aber Forschungseinrichtungen in Frankreich unterhalten. CEO bleibt Rajeev Suri, Risto Siilasmaa führt den Aufsichtsrat an.

HIGHLIGHT

Produktiver arbeiten mit Unified Communications & Collaboration

Mit Unified Communications & Collaborations können Unternehmen die Produktivität der Anwender steigern, die Effizienz der IT verbessern und gleichzeitig Kosten sparen. Damit die unbestrittenen Vorteile einer UCC-Lösung sich in der Praxis voll entfalten können, müssen Unternehmen bei der Implementierung die Leistungsfähigkeit der Infrastruktur überprüfen.

(Bild: Nokia)2015 trennte sich Nokia von seiner Kartensparte Here, die die deutschen Autohersteller Audi, BMW und Daimler erwarben. Ganz hat sich der Konzern aber trotz Verkauf seiner Hardwaresparte 2014 an Microsoft nicht aus dem Heimanwenderbereich verabschiedet: So erschien im vergangenen Jahr unter seiner Lizenz ein Android-Tablet namens N1 auf dem chinesischen Markt, das mit einer Launcher-Software von Nokia ausgestattet ist, auch wenn Nokia nichts mit Vertrieb und Produktion zu tun hat. Eine Rückkehr in den Smartphonemarkt wollte Suri nicht ausschließen. Ende 2016 würde eine Sperrfrist des mit Microsoft geschlossenen Vertrags ablaufen.

Mit der Virtual-Reality-Kamera Ozo hatte Nokia 2015 zudem ein innovatives neues Produkt vorgestellt, das nicht direkt mit Telekommunikationsnetzen zu tun hat. Zu Preisen ab 60.000 Dollar richtet sie sich primär an professionelle Anbieter, die 3D-Aufnahmen und Virtual Reality filmen sowie optional auch in Echtzeit streamen wollen.

[mit Material von Katie Collins, CNET.com]

Tipp: Wie gut kennen Sie sich mit der europäischen Technologie-Geschichte aus? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de.

Themenseiten: Alcatel-Lucent, Nokia, Telekommunikation, Übernahmen

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Florian Kalenda
Autor: Florian Kalenda
Leitender Redakteur ZDNet.de
Florian Kalenda
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Frankreich genehmigt Verkauf von Alcatel-Lucent an Nokia

Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *