Android 6.0: CyanogenMod 13 Marshmallow soll Ende Januar erscheinen

Nach zweimonatigen Vorarbeiten geht CyanogenMod daran, die alternative Android-Distribution fertigzustellen und zu stabilisieren. Das Datum wird den Übersetzern avisiert, die mit dem Tool CrowdIn an der Lokalisierung der Software mitwirken.

Nach zweimonatigen Vorarbeiten hat CyanogenMod angekündigt, die finale Version der auf Android 6.0 Marshmallow basierenden Custom Rom CM 13 freizugeben. Avisiert wurde der Termin in einem Blogeintrag, der sich an die über 1600 Freiwilligen richtet, die mit dem Tool CrowdIn als Übersetzer an der Lokalisierung der Software mitwirken.

CyanogenMod 13 (Screenshot: ZDNet.de)

„Während wir daran arbeiten, die Vielzahl der Geräte in unserer Palette fertigzustellen und zu stabilisieren, haben wir die andere Hälfte unseres Teams aktiviert – unsere Übersetzer“, heißt es dazu. Zwar seien möglichst viele Übersetzungen aus CM 12.1 übernommen worden, um die Arbeit zu vereinfachen, aber derzeit würden rund 380 zusätzliche neue Strings gezählt.

Vor einem Monat veröffentlichte CyanogenMod eine erste Vorabversion seiner alternativen Android-Distribution CyanogenMod 13 (CM 13), die auf Android 6.0 aufbaut. Sie war jedoch nur im Nightly Channel und zunächst nur für wenige Geräte verfügbar, darunter das Google Nexus 7 2013, das Motorola Moto X 2014 sowie das OnePlus One. Inzwischen steht das Custom Rom aber auch für verbreitete Smartphones wie Galaxy S3, G3, Nexus 5 und One M8 bereit – und selbst für die jüngst vorgestellten neuen Nexus-Smartphones 6P und 5X.

Innerhalb des Nightly Channel sollen sich Geräte mit CM 12.1 problemlos auf CM 13 aktualisieren lassen, allerdings müssen die Nutzer gleichzeitig die Google-Apps aktualisieren. Zwar lässt sich CyanogenMod auch ohne Googles Anwendungen betreiben, aber dann haben die Anwender keinen Zugriff auf den Google Play Store und sind auf App Stores von Drittanbietern angewiesen, was sich aus Sicherheitsgründen nicht empfiehlt.

CyanogenMod ist die mit Abstand beliebteste Custom Rom auf Basis von Android. Sie bietet im Vergleich zu den vorinstallierten Android-Varianten der Smartphonehersteller mehr Datenschutzfunktionen, eine bessere Anpassbarkeit sowie den Verzicht auf Crapware. Außerdem ist CyanogenMod bekannt für seine lange Unterstützung von Geräten sowie die schnelle Adaption neuer Android-Versionen und Sicherheitsupdates. Besonders für Nutzer älterer Geräte, die vom Hersteller nicht mehr mit Updates versorgt werden, ist die Installation einer Custom Rom wie CyanogenMod die einzige Möglichkeit, das Gerät sicher und aktuell zu halten.

Das gilt beispielsweise für das Nexus 4, für das CyanogenMod eben eine erste Nightly-Version von CM 13 veröffentlicht hat. Google selbst will das vor zwei Jahren erschienene Smartphone – ebenso wie die im gleichen Jahr präsentierten Tablets Nexus 7 und Nexus 10 – nicht auf Android 6.0 aktualisieren. Der Hersteller bleibt damit bei seiner oft kritisierten Update-Linie und berücksichtigt keine Geräte, die älter als zwei Jahre sind. Nur eine Custom Rom wie CM 13 erlaubt Anwendern, ihr Gerät auf die jüngste Android-Version einschließlich aller Sicherheitsupdates zu aktualisieren.

Themenseiten: Android, Betriebssystem, Cyanogen, CyanogenMod, Google, Smartphone, Tablet

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Android 6.0: CyanogenMod 13 Marshmallow soll Ende Januar erscheinen

Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *