Blackberrys Quartalsverlust fällt geringer aus als erwartet

Der Fehlbetrag beläuft sich auf 89 Millionen Dollar oder nach Non-GAAP 0,03 Dollar je Aktie. Die Wall Street hatte mit einem Aktienverlust von 0,14 Dollar gerechnet. Der Umsatz legte vor allem dank der Sparte Software und Services gegenüber dem Vorquartal um 12 Prozent auf 548 Millionen Dollar zu.

Blackberry hat seine Bilanz (PDF) für das am 28. November beendete dritte Quartal des Geschäftsjahres 2016 veröffentlicht. Demnach verzeichnete es in den vergangenen drei Monaten einen GAAP-Nettoverlust von 89 Millionen Dollar oder 0,17 Dollar je Aktie. Das ist deutlich weniger als von Analysten erwartet.

Blackberry-Logo (Bild: Blackberry)Der Umsatz belief sich im abgelaufenen Quartal auf 548 Millionen Dollar. Das sind zwar fast ein Drittel weniger als vor Jahresfrist, aber zwölf Prozent mehr als im Vorquartal. Nach Non-GAAP liegt der Aktienverlust bei 0,03 Dollar und nähert sich somit der Gewinnschwelle an.

Die Wall Street hatte mit einem Minus von 0,14 Dollar je Aktie gerechnet. Zudem prognostizierten die Analysten lediglich Einnahmen in Höhe von 489 Millionen Dollar. Entsprechend legte der Aktienkurs zu Beginn des heutigen Handelstages in New York deutlich zu. Gegen 16 Uhr notierte die Blackberry-Aktie fast 10 Prozent im Plus bei 8,57 Dollar.

Nachdem es zunehmend Schwierigkeiten hatte, sich im Smartphone-Markt gegen Apple und Samsung zu behaupten, konzentrierte sich Blackberry verstärkt auf Software und Services. Diese Sparte sorgte im dritten Fiskalquartal alleine für einen Non-GAAP-Umsatz von 162 Millionen Dollar, was einem Zuwachs von 183 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

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Vor einem Jahr hatte Blackberry noch einen Verlust von 148 Millionen Dollar verbucht. Jetzt sind es ohne bestimmte Sonderposten sogar nur noch 15 Millionen Dollar.

Blackberry Priv (Bild: Blackberry)CEO John Chen erklärte in einer Stellungnahme, er sei mit den Fortschritten „zufrieden“. „Wir verzeichnen beschleunigtes Wachstum bei Enterprise-Software und mehr Umsatz in allen unseren Fokusbereichen.“ Auch das im November gestartete Slider-Smartphone Priv komme gut an. Konkrete Verkaufszahlen nannte Chen aber nicht. „Blackberry verfügt über eine solide finanzielle Basis. Um unsere eingeschlagene Richtung beizubehalten, steigern wir unsere Investitionen in weiteres Software-Wachstum und zusätzliche Priv-Marktstarts. Ich erwarte davon ein sequenzielles Umsatzwachstum unseres Software-, Hardware- und Messaging-Geschäfts im vierten Quartal.“

Erst vor einer Woche brachte Blackberry mit dem Priv sein erstes Android-Smartphone in den deutschen Handel. In den USA und Kanada war es schon im November gestartet. Das 5,4-Zoll-Gerät mit ausziehbarem Display und physischer Tastatur kostet hierzulande 779 Euro. In einem ersten Test von ZDNet.de kann das Blackberry Priv unter anderem mit seinem sehr guten Display, den für Android hohen Sicherheitsstandards und der gelungenen Umsetzung des Slider-Formfaktors überzeugen. Eingefleischte Blackberry-Fans dürften hingegen viele kleine Dinge vermissen, etwa die von Blackberry OS 10 gewohnte tiefe Integration des Blackberry Hub in fast alle Apps. Dafür ist die App-Auswahl dank Android aber deutlich größer.

[mit Material von Zack Whittaker, ZDNet.com]

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Björn Greif
Autor: Björn Greif
Redakteur ZDNet.de
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