Facebook integriert Uber in Messenger

Facebook hat in seinen Messenger eine Transport-Erweiterung eingebaut. Als ersten Partner integriert es in den USA den Mitfahrdienst Uber. Anwender mit Uber-Konto müssen die Messenger-App nicht verlassen, um eine Fahrt zu buchen. Langfristig sollen aber auch andere Dienstleister eingebunden und in der Nähe befindliche Fahrzeuge angezeigt werden, sodass Facebook-Nutzer unter ihnen auswählen können.

Uber-Fahrten lassen sich im Messenger buchen (Bild: Facebook).Als Szenario stellt sich Facebook Freunde vor, die im Messenger einen Treffpunkt ausmachen und diesen Ort so schnell wie möglich ansteuern wollen. Sie können jetzt nach Mitfahroptionen suchen, ohne die Konversation zu verlassen. Dazu liefert Messenger sämtliche Informationen, die die Uber-App auch enthält: vor allem Preis und Bezahlmöglichkeiten sowie aktuellen Ort des Fahrers auf einer Karte.

Zum US-Start der Integration ist die erste über Facebook Messenger gebuchte Fahrt eines Anwenders kostenlos – bis zu einer Höhe von 20 Dollar. Zunächst handelt es sich um einen Test, der Facebook zufolge nicht in allen US-Städten mit Uber-Präsenz verfügbar ist. Er soll aber bald auch auf andere Länder erweitert werden.

Facebook kann durch die Integration seine Nutzer länger in seiner App halten. Zusätzlich gewinnt es Informationen. Nimmt es irgendwann auch Konkurrenten von Uber auf, beispielsweise Lyft, wird es auch einen Preisvergleich ermöglichen.

Für Uber ist der Facebook Messenger ein ergänzender Vertriebsweg. Das Smartphone-Programm hat in den Staaten Youtube im Ranking der beliebtesten Apps überholt. Facebook selbst meldete im Juli 700 Millionen Messenger-Nutzer. In den USA ist Ubers Mitfahr-Angebot auch schon in Google Maps eingebunden – damit die sechstbeliebteste App.

In Deutschland und Frankreich beispielsweise wird UberPop nicht mehr angeboten. Ganz unumstritten ist Ubers Vermittlung billiger Privatfahrten als Alternative zum Taxi aber auch in den USA nicht. Der Stadtrat von Seattle hatte letzte Woche schon entschieden, die Bildung einer Gewerkschaft von Lyft- und Uber-Fahrern zu ermöglichen. Er vermutet Scheinselbständigkeit.

[mit Material von Kevin Tofel, ZDNet.com]

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