DE-CIX richtet Anfang 2016 Internet-Austauschknoten in Düsseldorf ein

Er soll ab 2016 zum einen den regionalen Datenaustausch in der Rhein-Ruhr-Region verbessern. Zum anderen könnte er sich dank seiner günstigen geografischen Lage zu einem wichtigen Brückenkopf für den Interverkehr zwischen dem größten DE-CIX-Standort Frankfurt und dem Seekabelzugang in Amsterdam entwickeln.

Die DE-CIX Management GmbH plant einen Internet-Austauschknoten in der Nordrhein-Westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf. Er soll zum einen den regionalen Datenaustausch für die Metropolregion Rhein-Ruhr mit ihren rund 10 Millionen Einwohnern unterstützen und sich zum anderen dank seiner günstigen geografischen Lage zu einem wichtigen Brückenkopf für den Internetverkehr zwischen dem größten DE-CIX-Standort Frankfurt am Main und dem Seekabelzugang in Amsterdam entwickeln.

Düsseldorf liegt mitten in der bevölkerungsreichen Rhein-Ruhr-Region (Bild: DE-CIX Management GmbH).Düsseldorf liegt mitten in der bevölkerungsreichen Rhein-Ruhr-Region (Bild: DE-CIX Management GmbH).Der Betriebsbeginn des Internet Exchange in Düsseldorf ist für das erste Quartal 2016 vorgesehen. Ausgestattet mit seit 2013 im DE-CIX Frankfurt erprobter Technik namens Apollon, wird er in einem Rechenzentrum von Interxion mit Zugang zu über 100 Telekommunikationsunternehmen, Internet Service Providern (ISP) und Inhalte-Anbietern untergebracht sein.

„Wir sehen aktuell den Trend, dass sich die Internetinfrastruktur in verschiedenen Regionen Deutschlands immer mehr verdichtet“, kommentiert Harald A. Summa, Geschäftsführer der DE-CIX Management GmbH. Immer mehr Anbieter bauten ihre Infrastruktur regional aus, um den Weg zum Kunden möglichst kurz zu halten und somit auch bei kontinuierlichem Datenwachstum ausreichend Leistung für Internet-Anwendungen bereitstellen zu können. Ähnliche Austauschpunkte wie künftig in Düsseldorf betreibt DE-CIX unter anderem auch in Hamburg und München.

Die NRW-Landeshauptstadt sei ein idealer Standort für den neuen Internet Exchange, so Summa weiter. Denn in der Rhein-Ruhr-Region seien neben vielen Firmen aus der Telekommunikations- und Mobilfunkbranche auch global tätige Fortune-500-Unternehmen wie die Deutsche Telekom, RWE, Bayer, E.ON, ThyssenKrupp oder Henkel ansässig. Nach Paris und London weise sie das drittgrößte Bruttoinlandsprodukt in Europa auf. In diesem Umfeld könne sich DE-CIX Düsseldorf „zum Zentrum eines lebendigen regionalen Internet-Ökosystems entwickeln, wo Datenverkehr für Millionen Nutzer auf kurzem Weg schnell und effizient ausgetauscht wird.“

Blick in den DE-CIX in Frankfurt am Main (Bild: Stefan Funke/ CC BY-SA 2.0)Blick in den DE-CIX in Frankfurt am Main (Bild: Stefan Funke/ CC BY-SA 2.0)Seine Lage zwischen Frankfurt am Main, dem größten DE-CIX-Austauschpunkt, und Amsterdam, dem Zugangspunkt zu vielen Seekabelsystemen, macht Düsseldorf Summa zufolge außerdem zu einem attraktiven Standort für Internet-Infrastrukturbetreiber. Sie erhielten dadurch zahlreiche neue Optionen zur Ausgestaltung von Backup- und Redundanzstrategien.

Der DE-CIX Frankfurt verzeichnete am 8. Dezember erstmals einen Datendurchsatz von über 5 Terabit pro Sekunde (TBit/s). Die marke von 4 TBit/s hatte er zum ersten Mal im April geknackt. Gleichzeitig gibt es auch einen deutlichen Anstieg bei den gebuchten Bandbreitenkapazitäten, von knapp 13 Terabit zu Jahresbeginn auf 18,1 Terabit im Dezember. Laut Summa kommt diese Steigerung um rund 40 Prozent auch für die Betreiber überraschend.

DE-CIX Management GmbH ist eine hundertprozentige Tochter des Verbands der deutschen Internetwirtschaft e.V. (eco). Die DE-CIX International AG, ebenfalls eine eco-Tochter, verantwortet das internationale Geschäft. Sie nahm mit dem UAE-IX in Dubai 2012 den Betrieb ihrer ersten Interconnection-Plattform im Ausland auf. 2013 kam dann der DE-CIX New York hinzu. Später folgten Austauschknoten in Dallas, Marseille, Palermo und Istanbul.

[mit Material von Martin Schindler, silicon.de]

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Autor: Björn Greif
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