Uber testet Omnibus-artigen Mitfahrservice UberHop

Mit UberCommute gibt es in Chicago auch eine Vermittlung speziell für Pendler. Dabei soll der öffentliche Nahverkehr nur ergänzt werden: "Uber hilft dabei, die heutige Infrastruktur ohne Zusatzkosten effizienter zu nutzen, indem es mehr Hintern auf die Rücksitze von weniger Autos bringt."

Uber hat sich eine weitere Carsharing-Möglichkeit ausgedacht. Sie heißt UberHop und wird aktuell in Seattle erprobt. Wie bei einem Bus optimiert der Dienst Routen so, dass mehrere Fahrgäste unterwegs ein- und aussteigen können. Dabei wird von den Mitfahrern erwartet, dass sie kürzere Strecken bis zu einem geeigneten Abholpunkt zu Fuß zurücklegen. Die Technik scheint aus Ubers „Smart Routes“ zu stammen.

Uber-Logo (Bild: Uber)Ebenfalls in Seattle testet Uber auch, wie seit zwei Wochen bekannt, ein Farbsystem namens SLOT, das es Fahrer und Fahrgast ermöglichen soll, einander schneller zu finden – etwa an belebten Abholorten oder größeren öffentlichen Plätzen. Der Fahrgast kann in der App eine Farbe wählen und auch durch sein Smartphone signalisieren. Die Autos hingegen werden mit einer Leuchte hinter der Windschutzscheibe ausgestattet, die bei Erreichen des Abholorts in der gewählten Farbe leuchtet.

Ob SLOT und UberHop kombiniert werden sollen oder gar jetzt schon gemeinsam eingesetzt werden, ist unklar. Uber nutzt aber nach eigenen Angaben in anderen Diensten erprobte Sicherheitsfunktionen, etwa GPS-Tracking, und schätzt mit den gewohnten Algorithmen Ankunftszeiten ab.

Ein zweites heute angekündigtes Pilotprojekt findet in Chicago statt und heißt UberCommute. Es ermöglicht mit einer App das Finden einer Mitfahrgelegenheit für die Fahrt in die Arbeit und zurück und steht daher grundsätzlich nur zwischen 6 Uhr morgens und 10 Uhr abends zur Verfügung – sowie derzeit natürlich ausschließlich für den Großraum Chicago.

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Ubers Ankündigung ist mit einer Art Unternehmensmotto überschrieben: „Mehr Menschen in weniger Autos.“ Zur Abgrenzung vom oder Konkurrenz mit öffentlichem Nahverkehr heißt es: „Investitionen in Massenverkehrsmittel sind ein wichtiger Teil der Lösung. Aber das ist teuer, und nicht jeder lebt in Fußweg-Entfernung einer U-Bahn- oder Bushaltestelle. Uber hilft dabei, die heutige Infrastruktur ohne Zusatzkosten effizienter zu nutzen, indem es mehr Hintern auf die Rücksitze von weniger Autos bringt.“

The Verge interpretiert Ubers neue Pilotprojekte als Erweiterung der „zwanglosen Fahrgemeinschaft“, die CEO Trevor Kalanick anstrebe: Das Auto eines Uber-Fahrers sollte nie leer sein. Da die Nachfrage dafür aber derzeit noch nicht ausreicht, entschädigt Uber Fahrer in UberPool aus der eigenen Tasche, falls sie keinen Mitfahrer finden. Kein Wunder, dass Uber eine weitere 500-Millionen-Dollar-Finanzierungsrunde benötige, schreibt die US-Publikation.

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Themenseiten: Auto & IT, Software, Uber

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Florian Kalenda
Autor: Florian Kalenda
Leitender Redakteur ZDNet.de
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