Patent beschreibt Monokel-Version von Google Glass

Sie wird mit einem flexiblem Bügel einseitig am Kopf befestigt. Er läuft über das Ohr bis zum Hinterkopf und soll auch nach dem Absetzen seine Form behalten. Das Heads-up-Display selbst kann auf diese Weise frei vor dem Auge platziert werden und dank eines Prismas auch Bilder für beide Augen liefern.

Googles Datenbrille Glass könnte demnächst in Form eines Monokels zurückkehren. Ein entsprechendes Gerät wird zumindest in einem im September 2012 eingereichten Google-Patent beschrieben, das in der vergangenen Woche vom United States Patent and Trademark Office (USPTO) genehmigt wurde. Das US-Patent mit der Nummer 9.195.067 trägt den Titel „Wearable Device with Input and Output Structures“ (PDF).

Anders als bisherige Versionen von Google Glass, die in Brillenform getragen werden, lässt sich die in dem Patent beschriebene Einglasvariante mit einem flexiblem Bügel einseitig am Kopf befestigen. Dieser läuft über das Ohr bis zum Hinterkopf. Ist der Bügel einmal individuell angepasst, soll er die Form auch nach dem Absetzen behalten.

Die Einglasversion von Google Glass wird mit einem flexiblem Bügel am Kopf befestigt (Bild: USPTO/Google).Die Einglasversion von Google Glass wird mit einem flexiblem Bügel am Kopf befestigt (Bild: USPTO/Google).

Die Heads-up-Displayeinheit selbst kann der Patentbeschreibung zufolge frei vor dem Auge platziert werden. Dank eines Prismas sollen sich Inhalte wie Videos auch mit beiden Augen ansehen lassen. Eine in den Bügel integrierte Kamera und Bedienelemente sind ebenfalls vorgesehen. Wie für alle Patente gilt aber auch in diesem Fall, dass die darin beschriebene Technik nicht zwingend das Licht der Welt erblicken wird – insbesondere, wenn man die bisherige Geschichte von Google Glass betrachtet.

Die erste Generation der Augmented-Reality-Brille hatte Google 2012 angekündigt und ab 2013 an Entwickler verteilt. Anfangs erfuhr sie große mediale Aufmerksamkeit und Anerkennung aus der Technikwelt, eine Erfolgsgeschichte wurde sie aber nicht. Für Skepsis sorgte vor allem die integrierte, nach vorne gerichtete Kamera, die offenbar vielen Menschen das Gefühl konstanter Überwachung gab. Google reagierte darauf lediglich mit Verhaltensempfehlungen für Glass-Nutzer.

Im Januar 2015 nahm das Unternehmen die in den USA allgemein verfügbare Explorer Edition schließlich wieder vom Markt. Zugleich kündigte es eine für Endverbraucher optimierte Version an, zu der bisher aber nichts Näheres bekannt ist. Mit dem Verkaufsstopp im Januar stellte Google auch organisatorisch um und machte Glass zu einer eigenständigen Geschäftseinheit, die vom ehemaligen Apple-Manager Tony Fadell geleitet wird.

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Als ein Ableger der Datenbrille hat Google zudem die Enterprise Edition entwickelt, die mit einem robusterem Gestell für den praktischen Einsatz im Arbeitsalltag gedacht ist. Diese Variante soll nicht in den Einzelverkauf kommen, sondern ausschließlich über ausgewählte Partner im Programm „Glass for Work“ vertrieben werden. Zielgruppe sind beispielsweise Unternehmen aus dem Gesundheitswesen, der verarbeitenden Industrie und dem Energiesektor.

Medienberichten zufolge führt Google die Entwicklung von Glass seit Juni zudem im Project Aura weiter. Dessen Schwerpunkte sind demnach die Wiederbelebung von Google Glass, aber auch die beschleunigte Entwicklung ähnlicher Wearables. Eine Kernkomponente soll dabei Virtual Reality sein.

[mit Material von Katie Collins, CNET.com]

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Björn Greif
Autor: Björn Greif
Redakteur ZDNet.de
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1 Kommentar zu Patent beschreibt Monokel-Version von Google Glass

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  • Am 30. November 2015 um 22:20 von Judas Ischias

    Wenn das Gerät so in den Verkauf geht, wird es ganz bestimmt ein Nischenprodukt bleiben.
    Allein beim Anblick der Zeichnung musste ich lachen, wie soll das dann erst im „richtigen Leben“ werden?

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