Hersteller verkaufen weniger Druckgeräte zu höheren Preisen

In den meisten Segmenten ging die Anzahl der verkauften Geräte laut IDC im Vergleich zum dritten Quartal 2014 deutlich zurück. Der Umsatz insgesamt konnte dagegen leicht gesteigert werden. Gefragt in Firmen sind derzeit vor allem A3-MFPs mit Tintentechnologie und Geräte, die 45 Seiten oder mehr pro Minute schaffen. Bei Consumer-Druckern kann man von einem Einbruch sprechen.

Im dritten Quartal 2015 wurden in Westeuropa 6,8 Prozent weniger Drucker und Multifunktionsgeräte als im Vergleichsquartal des Vorjahres verkauft. Das geht aus der aktuellen Erhebung von IDC zum Druckermarkt hervor. Insgesamt meldeten die Hersteller den Marktforschern 5,45 Millionen Geräte, das sind gut 397.000 weniger als im dritten Quartal 2014.

Vom Rückgang betroffen waren sowohl Laser- als Tintenstrahldrucker. Bei Lasergeräten – sowohl Druckern als auch Multifunktionsgeräten – berichtet IDC bei den Stückzahlen von einem Rückgang von 9,2 Prozent. Dennoch konnten die Druckeranbieter ihren Umsatz insgesamt um 2,7 Prozent steigern. Dazu trug IDC zufolge insbesondere das Segment der Laserdrucker bei. Der Umsatz mit Tintenstrahldruckern generell ging nämlich um 14,8 Prozent zurück.

Brother MFCJ4420DW (Bild: Brother)Vertreter der in KMU gefragten Produktkategorie sind zum Beispiel der Brother MFCJ4420DW ….

Ausnahme sind hier Business-Tintenstrahlgeräte, die im dritten Quartal 2015 einen nicht näher bezifferten, zweistelligen Umsatzzuwachs erzielen konnten. Von ihnen gemessen in Stückzahlen 15,2 Prozent mehr verkauft als im Vorjahresquartal. Am stärksten legten in dem Segment zudem Multifunktionsgeräte zu, auf die Firmen wie Brother und Epson schon länger, HP Inc seit einiger Zeit verstärkt setzen. IDC bezeichnet die Business-Inkjet-MFPs inzwischen daher insbesondere bei KMU als „sehr starken Wettbewerber für vergleichbare Lasergeräte.“

Aber auch insgesamt geht der Trend zum MFP. 83,3 Prozent aller ausgelieferten Geräte in Westeuropa gehören im dritten Quartal 2015 in diese Kategorie. Allerdings gingen sowohl bei Laser- als auch Tinten-MFPs die Stückzahlen zurück. Das einzige Teilsegment, das laut IDC zulegen konnte, waren Farblaser-MFPs. Hiervon wurden insgesamt 5,3 Prozent mehr verkauft, wobei das Wachstum überwiegend durch A3-MFPs (ein Plus von 10,3 Prozent) zustande kam. A4-Geräte legten zwar auch zu, aber mit 4,6 Prozent etwas unter dem Durchschnitt.

Der HP OfficeJet 7510 kostet 199 Euro (Bild: HP).… oder der HP OfficeJet 7510.

Der gesamte Markt für Business-Druckgeräte ging um 3,7 Prozent zurück. Aber auch hier zeigt sich der Trend zum höherwertigen und damit teureren Gerät: Der Umsatz kletterte in diesem Segment nämlich um 7,1 Prozent. Im Segment der Farbgräte mit 45 oder mehr Seiten pro Minute berichtet IDC sogar von einem zweistelligen Wachstum.

In Deutschland kam es im dritten Quartal – nach sechs Quartale mit Wachstum – erstmals wieder zu einem Rückgang. Hierzulande lag die Anzahl der verkauften Geräte laut IDC 7,8 Prozent niedriger als im dritten Quartal 2014. Außerdem entwickelte sich der Markt für Business-Drucker mit Tintentechnologie mit einem Plus von lediglich 7,3 schlechter als im Rest von Westeuropa (plus15.2 Prozent). Ob das daran liegt, dass der deutsche Markt nun dem europäischen voraus ist und damit eine allmähliche Sättigung eintritt oder im Gegenteil Deutschland den Trend noch nicht so aufgegriffen hat wie andere Länder, ließ IDC offen.

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Der Markt für Druckgeräte mit Lasertechnologie ging in Deutschland im dritten Quartal 2015 insgesamt zurück. Ausnahme Farblaser, die um 9,1 Prozent zulegen konnten. Die Stückzahlen bei Geräten mit Tintentechnologie gingen insgesamt um 5,7 Prozent zurück, bei Consumer-Geräten waren es sogar 8,9 Prozent weniger als im dritten Quartal 2014. Unübersehbar ist auch in Deutschland der Trend zum Multifunktionsgerät: Der Markt für reine Druckgeräte brach nämlich im Vergleich zum Vorjahr um 21,7 Prozent ein.

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