Weiteres Blackberry-Smartphone mit Android und Hardware-Tastatur gesichtet

Von Crackberry veröffentlichte Renderbilder zeigen ein Gerät im klassischen Blackberry-Design mit stets nutzbarer Hardware-Tastatur unter dem Display. Der Codename lautet angeblich "Vienna". Das Keyboard ähnelt in Größe und Layout der Schiebetastatur des Blackberry Priv.

Im Internet sind erste Renderbilder eines weiteren Blackberry-Smartphones aufgetaucht, das wie das seit Ende Oktober im Vorverkauf erhältliche Slider-Modell Priv mit Googles Mobilbetriebssystem Android ausgestattet sein soll. Veröffentlicht hat die Fotos der auf die Produkte des kanadischen Herstellers spezialisierte Blog Crackberry. Ihm zufolge lautet der Codename des neuen Smartphones „Vienna“.

Statt mit der Schiebetastatur des Priv kommt das Vienna im klassischen Blackberry-Design mit einer stets nutzbaren Hardware-Tastatur unter dem Display. Dadurch dürfte das neue Android-Smartphone dünner ausfallen als das Priv, das eine Bauhöhe von 9,4 Millimetern aufweist. Das Keyboard mit seinen vier Tastenreihen scheint in Größe und Layout dem des Priv sehr ähnlich zu sein.

So soll Blackberrys zweites Android-Smartphone mit dem Codenamen "Vienna" aussehen (Bild via Crackberry).So soll Blackberrys zweites Android-Smartphone mit dem Codenamen „Vienna“ aussehen (Bild via Crackberry).

Zur technischen Ausstattung des Vienna liegen bislang noch keine Informationen vor. Es ist jedoch anzunehmen, dass Blackberry dieselben oder zumindest ähnliche Komponenten verbaut wie in seinem ersten Android-Smartphone.

Das Priv verfügt über ein 5,4 Zoll großes AMOLED-Display mit einer Auflösung von 2560 mal 1440 Bildpunkten und einer Pixeldichte von 540 ppi. Angetrieben wird das Slider-Smartphone von Qualcomms 64-Bit-Chip Snapdragon 808, dessen sechs Kerne mit bis zu 1,8 GHz takten. Der CPU stehen 3 GByte RAM und 32 GByte interner Speicher zur Seite. Letzterer lässt sich mittels MicroSD-Karte theoretisch um bis zu 2 TByte erweitern.

Für Foto- und Videoaufnahmen bietet Blackberrys erstes Android-Modell eine rückseitige 18-Megapixel-Kamera mit Schneider-Kreuznach-Objektiv und Dual-LED-Blitz. Ergänzend gibt es eine 2-Megapixel-Frontkamera für Selbstporträts und Videotelefonie. Eine Verbindung zum Internet lässt sich via WLAN oder UMTS beziehungsweise LTE herstellen. Der Akku hat eine Kapazität von 3410 mAh.

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Als Betriebssystem installiert Blackberry beim Priv ab Werk nicht das aktuelle Android 6.0 Marshmallow, sondern noch den Vorgänger Android 5.1.1 Lollipop vor. Die Oberfläche hat es nicht groß verändert. Sie bietet das typische Google-Layout mit App-Drawer und Benachrichtigungsleiste, die sich per Fingerwisch von oben nach unten öffnen lässt. Ergänzt hat Blackberry das Google-OS um seine universelle Suche sowie die Kommunikationszentrale Blackberry Hub, die es zunächst für sein eigenes OS Blackberry 10 konzipiert hatte. Dort führt sie E-Mails, SMS und Social-Media-Updates von Kontakten zusammen. Der Play Store ist ebenfalls an Bord, so dass Nutzer Anwendungen direkt aus Googles App-Marktplatz herunterladen können.

Zudem führt Blackberry mit dem Priv die exklusive Warn-Software DTEK ein, die für mehr Sicherheit und Privatsphäre sorgen soll. Tatsächlich zeigt sie aber lediglich an, wie häufig eine Anwendung auf bestimmte Daten zugegriffen hat. App-Berechtigung kann das Priv aktuell hingegen nicht kontrollieren, wie aus zahlreichen Tests des Geräts hervorgeht. Dies soll es erst nach einem Update auf Android 6.0 beherrschen. Ab wann Nutzer damit rechnen können, ist derzeit allerdings ungewiss. Blackberry will für sein erstes Android-Smartphone monatlich Sicherheitsupdates bereitstellen. In besonders kritischen Fällen sollen Aktualisierungen auch außer der Reihe und unabhängig vom Provider verteilt werden.

[mit Material von Kevin Tofel, ZDNet.com]

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Björn Greif
Autor: Björn Greif
Redakteur ZDNet.de
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