Apple Pay soll künftig auch Geldtransfers zwischen Privatpersonen ermöglichen

Das Wall Street Journal berichtet von laufenden Verhandlungen zwischen Apple und US-Banken zu diesem Thema. Sogenannte Peer-to-Peer-Transaktionen bieten etwa die Bezahldienste Paypal und Square schon länger an. Unklar ist noch, wie Apple damit Geld verdienen will.

Apple will seinen Bezahldienst Apple Pay angeblich um die Möglichkeit erweitern, Geldtransfers zwischen Privatpersonen durchzuführen. Nach Informationen des Wall Street Journal führt es dazu gerade Verhandlungen mit US-Banken. iPhone-Nutzer könnten sich so gegenseitig Geld überweisen, etwa um gemeinsam eine Rechnung fürs Abendessen zu begleichen.

Apple-Pay-Logo (Bild: Apple)Wie das Wall Street Journal unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, laufen die Gespräche zwischen Apple und den Banken noch. Dazu zählten J.P. Morgan Chase, Capital One Financial, Wells Fargo und US Bancorp. Es sei nicht klar, ob bereits Verträge abgeschlossen wurden. Offen ist auch noch, wie das Angebot technisch umgesetzt werden soll und wie Apple damit Geld verdienen will. Es könnte aber ein weiterer Schritt sein, Nutzer enger an seine Services und Geräte zu binden.

Die Idee von mobilen Zahlungen zwischen Privatpersonen ist nicht neu. Solche Peer-to-Peer-Transaktionen bieten etwa Paypal mit Venmo oder Square mit Square Cash schon länger an, bisher aber ausschließlich in den USA. Auch der Messaging-Dienst Snapchat unterstützt dort mit der Funktion „Snapcash“ Geldtransfers zwischen seinen Nutzern, ebenso Google und Facebook.

Apple Pay ist aktuell nur in den USA und seit Juli in Großbritannien verfügbar. Noch in diesem Jahr soll der Service auch in Kanada und Australien starten, jedoch nur mit Unterstützung für American-Express-Karten, sowie 2016 in Spanien, Singapur und Hongkong.

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Trust Gap Survey: Status der Vertrauenslücke 2015

Der umfassende Einsatz von Mobilgeräten für berufliche Zwecke hat bei Mitarbeitern zu einem grundlegenden Wandel der Bewertung des Datenschutzes für ihre privaten Daten auf Mobilgeräten geführt. Vor 10 Jahren stellten Arbeitgeber den Arbeitnehmern Computer und Software zur Verfügung. Die meisten Mitarbeiter gingen daher davon aus, dass die Daten und Aktivitäten auf diesen Computern vom Arbeitgeber überwacht werden.

Der im September 2014 angekündigte Bezahldienst funktioniert mit den iPhone-Modellen 6, 6 Plus, 6S und 6S Plus (Mobil- und In-App-Zahlungen), aktuellen iPads (nur In-App-Zahlungen) sowie in Kombination mit einem iPhone 5 oder neuer mit der Apple Watch. Bei Zahlungen über Apple Pay kassiert der iPhone-Hersteller für jede Transaktion einen Umsatzanteil von den teilnehmenden Banken. Für den Geldtransfer zwischen Privatpersonen will es den Quellen des Wall Street Journal zufolge aber keine Gebühr erheben.

Nach einer Reuters-Umfrage unter US-Händlern könnte Apple Pay in den Vereinigten Staaten seine Ziele für 2015 verfehlen. Demnach unterstützte bis Juni weniger als ein Viertel der 100 führenden Handelsketten den Bezahldienst. Apples Planungen widerspricht noch mehr, dass zwei Drittel der übrigen Händler 2015 auch keine Einführung erwarten.

Ein wichtiger Grund für die Zurückhaltung der amerikanischen Händler sind konkurrierende Smartphone-Bezahldienste wie CurrentC, das die gleichzeitige Unterstützung von Apple Pay durch teilnehmende Händler ausschließt. Zusätzlich wurden nicht vorhandene Kundennachfrage und hohe Installationskosten als Gründe genannt. Außerdem könnten Händler nicht auf die Daten zugreifen, die Apple über den Kunden erhebt. Dies führten 28 Prozent der Teilnehmer als Grund für ihre Ablehnung an.

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Themenseiten: Apple, E-Commerce, Mobile, iOS

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Björn Greif
Autor: Björn Greif
Redakteur ZDNet.de
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