Toyota gründet Tochter für künstliche Intelligenz

Dem Toyota Research Institute steht in den nächsten fünf Jahren eine Milliarde Dollar zur Verfügung. Es beschäftigt sich vornehmlich mit selbstlenkenden Autos und Haushaltsrobotern. Als Partner sind die US-Universitäten Stanford und MIT eingeplant.

Toyota hat angekündigt, mit einer Investition von einer Milliarde Dollar eine Tochtergesellschaft namens Toyota Research Institute (TRI) zu gründen. Sie soll sich mit künstlicher Intelligenz (KI) beschäftigen und dabei zwei Kernfelder bearbeiten: selbstlenkende Autos und Haushaltsroboter.

Logo (Bild: Toyota)Die Investitionssumme verteilt sich über fünf Jahre. Die beiden geplanten Standorte liegen jeweils nahe traditionsreichen US-Universitäten: in Kalifornien nahe Stanford, in Massachusetts unweit des MIT. Toyota hatte vergangenen Monat schon Forschungspartnerschaften mit ihnen angekündigt, in die es 50 Millionen Dollar stecken wollte.

Toyota verfolgte bisher offiziell das Ziel, bis 2020 ein halbautomatisches Fahrzeug zu entwickeln. Von TRI scheint nun auch nicht gerade ein fertiges Produkt für die Veröffentlichung im kommenden Jahr erwartet zu werden, es soll aber „die Forschung in einer Reihe von Bereichen beschleunigen“ und „die Lücke zwischen Grundlagenforschung und Produktentwicklung schließen helfen.“

Die Führung übernimmt Gill Pratt, der laut seinem LinkedIn-Profil bis August 2015 für die Forschungsagentur DARPA der US-Verteidigung zuständig war und deren Roboterwettbewerb erfand. Er trägt die Titel Executive Technical Advisor und CEO.

In einer ersten Erklärung stellt Pratt Sicherheit im Straßenverkehr, die nicht vom Fahrer abhängen dürfe, und Unterstützung für Senioren im Haushalt in den Mittelpunkt. Ausführlichere Kommentare hatte er unabhängig von der heutigen Ankündigung im Oktober gegenüber IEEE Spectrum abgegeben. „Unser langfristiges Ziel ist, ein Auto zu bauen, das nie einen Unfall verursacht, unabhängig vom Können des Fahrers.“

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Dies werde auch alten Menschen ermöglichen, weiter Auto zu fahren, erklärte er. Eine halbe Million Tote im Straßenverkehr weltweit müssten verhindert werden. In Japan ist heute schon jeder fünfte Mensch 65 Jahre oder älter. 2035 wird es voraussichtlich jeder dritte sein. Eine ähnliche Entwicklung mit etwas niedrigeren Quoten vollzieht sich etwa in den USA und Deutschland.

Auf Senioren zielen auch die geplanten Haushaltsroboter ab. Toyota hat seit über einem Jahrzehnt eine Reihe so genannter „Partner Robots“ im Programm, die sich zunächst auf Rollen oder Rädern bewegten. 2009 gelang es dann aber einem seiner Androiden, mit 7 km/h einen Laufrekord aufzustellen.

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Themenseiten: Auto & IT, Forschung, Roboter, Toyota

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Florian Kalenda
Autor: Florian Kalenda
Leitender Redakteur ZDNet.de
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