Facebook meldet 41 Prozent Umsatzplus im dritten Quartal

Der Nettogewinn legt allerdings nur um 11 Prozent auf 896 Millionen Dollar zu. Dafür steigen die Nutzerzahlen um 14 Prozent auf 1,5 Milliarden. Im nachbörslichen Handel übertrifft der Kurs der Facebook-Aktie das aktuelle 52-Wochen-Hoch.

Facebook hat seine Bilanz für das dritte Quartal 2015 vorgelegt. Zwischen Juli und September nahm das Social Network demnach 4,5 Milliarden Dollar ein, 41 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn kletterte allerdings nur um 11 Prozent auf 896 Millionen Dollar, der Non-GAAP-Aktiengewinn immerhin um 32 Prozent auf 0,57 Dollar. Die operative Nettogewinnmarge schrumpfte als Folge um 12 Punkte auf 44 Prozent.

Facebook-Logo (Bild: Facebook)Beide Kategorien übertreffen die Prognosen von Analysten. Sie hatten einen Non-GAAP-Überschuss von 0,52 Dollar je Aktie bei Einnahmen von 4,37 Milliarden Dollar vorhergesagt. Im nachbörslichen Handel legte daraufhin der Kurs der Facebook-Aktie um 3,76 Prozent auf 107,85 Dollar zu. Das noch aktuelle 52-Wochen-Hoch liegt bei 105,12 Dollar.

Die Zahl seiner monatlich aktiven Nutzer steigerte Facebook um 14 Prozent auf 1,5 Milliarden. 1,01 Milliarden Mitglieder griffen im dritten Quartal mindestens einmal pro Tag auf das Soziale Netzwerk zu, 17 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Das Verhältnis zwischen den täglich und monatlich aktiven Nutzern legte um einen Punkt auf 65 Prozent zu.

Infografik: So mobil ist Facebook (Bild: Statista)Infografik: So mobil ist Facebook (Bild: Statista)

Im Mobilbereich erzielte Facebook indes ein Rekordwachstum. 1,39 Milliarden Nutzer besuchten im dritten Quartal mindestens einmal pro Monat mit einem Smartphone oder Tablet das Social Network, was einem Anstieg von 23 Prozent entspricht. Täglich waren es 894 Millionen Nutzer (plus 6 Prozent).

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Der umfassende Einsatz von Mobilgeräten für berufliche Zwecke hat bei Mitarbeitern zu einem grundlegenden Wandel der Bewertung des Datenschutzes für ihre privaten Daten auf Mobilgeräten geführt. Vor 10 Jahren stellten Arbeitgeber den Arbeitnehmern Computer und Software zur Verfügung. Die meisten Mitarbeiter gingen daher davon aus, dass die Daten und Aktivitäten auf diesen Computern vom Arbeitgeber überwacht werden.

Seine Werbeeinnahmen verbesserte Facebook um 45 Prozent auf 4,3 Milliarden Dollar. 78 Prozent (plus 12 Punkte) entfielen auf mobile Anzeigen. Die Kosten wuchsen allerdings erneut schneller als der Umsatz. Sie erhöhten sich um 68 Prozent auf 3,04 Milliarden Dollar. Der Bilanz zufolge gibt Facebook in diesem Jahr vor allem deutlich mehr für aktienbasierte Vergütungen aus. In den ersten neun Monaten belastet dieser Posten die Bilanz mit insgesamt 2,223 Milliarden Dollar – im Vergleich zu 941 Millionen Dollar in den ersten drei Quartalen 2014.

Facebook hat die Zahl seiner monatlich aktiven Nutzer im dritten Quartal auf 1,5 Milliarden gesteigert (Bild: Facebook).Facebook hat die Zahl seiner monatlich aktiven Nutzer im dritten Quartal auf 1,5 Milliarden gesteigert (Bild: Facebook).

Im Gegensatz zu Facebook konnte Twitter Ende Oktober die Wall Street mit seiner Bilanz nicht überzeugen. Vor allem die gegenüber dem Vorquartal stagnierenden Nutzerzahlen ließen den Kurs der Twitter-Aktie um bis zu 10 Prozent einbrechen. Gestern legte das Papier leicht um 0,79 Prozent auf 29,36 Dollar zu. Vom 52-Wochen-Hoch von 53,49 Dollar ist der Kurs allerding noch weit entfernt.

[mit Material von Natalie Gagliordi, ZDNet.com]

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Stefan Beiersmann
Autor: Stefan Beiersmann
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