Intel aktualisiert IoT-Plattform mit neuer Hard- und Software

Es stellt eine zweite Referenzarchitektur vor, die noch mehr Geräte noch "smarter" miteinander verbinden soll. Basis der neuen Plattform sind Intels aktualisierte Quark-SoCs sowie kostenfreie, cloudbasierte Betriebssysteme von Wind River. Abgerundet wird das Angebot von Analytics-Funktionen.

Intel hat eine zweite Referenzarchitektur seiner vor rund einem Jahr eingeführten Internet of Things Platform vorgestellt. Sie soll dank neuer Hard- und Software noch mehr Geräte noch „smarter“ miteinander verbinden und so Produkteinführungszeiten verkürzen sowie das Skalieren von IoT-Lösungen vereinfachen helfen.

Basis der neuen IoT-Plattform sind Intels Quark-Prozessoren sowie Wind Rivers kostenfreie, an die Cloud angebundene Betriebssysteme für Microcontroller. Analytics-Komponenten runden das Angebot ab, das sich laut Intel für vielfältige Einsatzmöglichkeiten eignet – von Wearables bis hin zu intelligenten Fabriken.

„Intel untermauert mit der neuen Plattform seine Position im Internet der Dinge. Wir setzen mit unseren Lösungen weiterhin auf umfassende Baukastensysteme im Zusammenspiel mit einem starken Ökosystem“, kommentierte Doug Davis, Senior Vice President der IoT Group von Intel. Dies erleichtere es Kunden, skalierbare Lösungen vom Endgerät bis zur Cloud zu entwickeln.

Intels IoT-Plattform im Überblick (Bild: Intel)

Die jüngsten Systems-on-a-Chip der Quark-Reihe (PDF), zu denen die Mikrocontroller D1000 und D2000 gehören, lassen sich beispielsweise in Smartwatches und anderen Geräten mit schwacher Stromversorgung einsetzen. Sie bieten zudem eine integrierte Sensorschnittstelle sowie Mustererkennungstechnologie. So können Anwender diesen Chips beispielsweise Bewegungen „beibringen“, die dann entweder mit einer automatisierten Analyse oder einer Aktion weiter umgesetzt werden.

Über seine Tochter Wind River stellt Intel die Konnektivität mit der Cloud her. Dafür optimiert es die Helix-SaaS-Suite für IoT-Architekturen und stellt zusätzlich zwei neue Cloud-Betriebssysteme vor, um die Entwicklung von IoT-Anwendungen zu beschleunigen: Wind River Rocket und Wind River Pulsar Linux.

Das Echtzeit-Betriebssystem Rocket ist vor allem für den Betrieb von Wearables-Anwendungen und smarte Sensoren konzipiert, die auf 32-Bit-MCUs laufen. Das Linux-Derivat Pulsar hingegen eignet sich laut Intel dank eines kleinen Footprints vor allem zum Errichten von Gateways für Basisstationen und industrielle Controller.

Die kostenlos verteilten Betriebssysteme unterstützen neben Intel-Prozessoren auch ARM-basierte Chips. Entwickler sollen innerhalb von zehn Minuten in der Lage sein, Anwendungen für diese Plattformen zu schreiben. Daneben können sie auch cloudbasierte Anwendungen testen, Hardware-Umgebungen simulieren oder diese nach dem Deployment überwachen.

Intel selbst verfolgt nach eigenen Angaben mit seiner IoT-Plattform das Ziel, eines der größten Lösungsportfolios rund um das Internet der Dinge im Markt anzubieten. Ein kritischer Bestandteil der neuen Referenzarchitektur ist die Trusted Analytics Platform (TAP). Sie optimiert die Datenverarbeitung und ermöglicht die Integration in eine End-to-End-IoT-Lösung. Die Analytics-Lösung richtet sich an Data Scientists und Programmierer. TAP beherrscht Datenmanagement, Protokollabstraktion, Workload-Verteilung und Computing.

Das erste Unternehmen, das Lösungen auf Basis der neuen Plattform entwickeln, ist SAP. Es will sie neben der SAP HANA Cloud Platform für seine IoT-End-to-End-Unternehmenslösungen nutzen. Irfan Khan, CTO Global Customer Operations bei SAP, betont dabei, dass es für Anwender vor allem wichtig ist, aus den gesammelten Daten ausführbare Informationen zu generieren. So sammelt SAP die Daten über das IoT-Gateway von Intel, lässt diese in die SQL-Anywhere-Datenbank einfließen und schickt sie dann zur Auswertung weiter in die In-Memory-Datenbank HANA. Neben Unternehmenslösungen plant SAP auch Anwendungen für den Einzelhandel, die im Laufe des nächsten Jahres verfügbar werden sollen.

[mit Material von Martin Schindler, silicon.de]

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Björn Greif
Autor: Björn Greif
Redakteur ZDNet.de
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