Huawei stellt frühere Apple-Designerin an

Abigail Brody war am Design von iOS 1 und iCloud beteiligt. Nach zehn Jahren bei Apple arbeitete sie zuletzt als Vice President of Global Design für Ebay und Paypal. Bei Huawei steht sie einem neuen US-Designstudio für Oberflächen vor.

Huawei hat Abigail Brody als Chief User Interface Designer und Vice President eingestellt. Dies wurde zunächst über chinesische Branchensites bekannt, bevor Huawei es selbst auf Sina Weibo bestätigte, wie CNBC zusammenfasst. Brody war fast zehn Jahre lang für Apple tätig und dort am Design von iOS 1 beteiligt gewesen, arbeitete aber auch an der Oberfläche von iCloud.

Abigail Brody (Bild: via Twitter)Abigail Brody (Bild: via Twitter)Für Huawei soll sie ein neues Design-Studio für Oberflächen in den USA leiten. Auf Twitter lädt Brody bereits andere Designer ein, sich ihr anzuschließen. Laut LinkedIn-Profil verließ sie Apple im Januar 2011. Seither war sie bei Ebay und Paypal als Vice President of Global Design beschäftigt.

Die Nachricht verbreitete sich nur einen Tag, nachdem Huawei ein Plus um 63 Prozent bei den im dritten Quartal ausgelieferten Smartphone-Stückzahlen melden konnte – auf 27,4 Millionen Stück. Als Erfolgsfaktor nannte es seine Spitzenmodelle, die als günstige Alternativen zu Premium-Lösungen etwa von Apple und Samsung gelten.

ANZEIGE

Trust Gap Survey: Status der Vertrauenslücke 2015

Der umfassende Einsatz von Mobilgeräten für berufliche Zwecke hat bei Mitarbeitern zu einem grundlegenden Wandel der Bewertung des Datenschutzes für ihre privaten Daten auf Mobilgeräten geführt. Vor 10 Jahren stellten Arbeitgeber den Arbeitnehmern Computer und Software zur Verfügung. Die meisten Mitarbeiter gingen daher davon aus, dass die Daten und Aktivitäten auf diesen Computern vom Arbeitgeber überwacht werden.

Seine erfolgreiche Strategie hat Huawei sogar ermöglicht, Xiaomi als führenden Smartphonehersteller Chinas abzulösen. Laut IHS iSuppli kam Huawei in dem Dreimonatszeitraum bis Ende September 2015 auf 27,4 Millionen ausgelieferte Geräte. Xiaomi konnte 18,5 Millionen Smartphones absetzten.

Huawei ergänzt Android-Geräte üblicherweise um eine eigene Benutzeroberfläche namens EMUI. Das im Oktober vorgestellte Modell ShotX beispielsweise kommt mit Version 3.1. Für Endanwender haben solche Anpassungen allerdings auch Nachteile, ist doch etwa das ShotX nicht mit dem aktuellen Android 6.0 Marshmallow versehen, sondern noch mit dem Vorgänger Android 5.1.1 Lollipop.

Für Huawei bedeutet der Neuzugang in seiner Design-Abteilung sicherlich einen weiteren Prestigegewinn. Zuletzt konnte es sich auch schon als Google-Partner profilieren: Es übernimmt die Herstellung des Nexus 6P.

Tipp: Sind Sie ein Android-Kenner? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Huawei stellt frühere Apple-Designerin an

Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *