Windows 10 Build 10576 erweitert Edge um Miracast- und DLNA-Support

Die Casting-Funktion unterstützt die Anzeige bestimmter Browserinhalte wie Videos und Fotos auf externen Geräten. Microsoft verbessert auch die Leistung der Funktion Nested Virtualization. Build 10576 behebt zudem mehrere bekannte Fehler – und enthält neue Bugs.

Microsoft verteilt über den Fast Ring eine neue Testversion von Windows 10 an Teilnehmer des Windows Insider Program. Build 10576 enthält nicht nur Fehlerkorrekturen, sondern auch neue Funktionen. Der neue Microsoft-Browser Edge ist nun in der Lage, Videos, Bilder und Audioinhalte an andere Geräte im selben Netzwerk wie Fernseher zu übertragen, die Miracast oder DLNA unterstützen.

Windows 10 Logo (Bild: ZDNet.de)Als Beispiele nennt Microsoft in einem Blogeintrag Youtube-Videos, auf Facebook veröffentlichte Fotos und Musik von Streamingdiensten wie Pandora. Der Softwarekonzern weist aber auch darauf hin, dass Dienste wie Netflix und Hulu die Übertragung ihrer Inhalte auf andere Geräte nicht erlauben und deswegen auch nicht unterstützt werden.

Neu ist auch, dass Nutzer Textpassagen in PDF-Dateien, die in Edge geöffnet wurden, markieren können. Zudem erhalten sie über einen rechten Mausklick Zugriff auf die neue Funktion „Ask Cortana“, die helfen soll, weitere Informationen zur markierten Textstelle zu finden.

Darüber hinaus haben die Entwickler die Leistung der mit Build 10565 eingeführten Funktion Nested Virtualization verbessert, die die Ausführung des Hypervisors Hyper-V in einer virtuellen Maschine erlaubt. Außerdem sollte das Suchfeld nun auch in Regionen funktionieren, in denen Cortana nicht erhältlich ist. Das Problem, dass die Xbox-App für Windows 10 mehrere Gigabyte Speicher verbraucht, soll nun ebenfalls der Vergangenheit angehören.

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Der umfassende Einsatz von Mobilgeräten für berufliche Zwecke hat bei Mitarbeitern zu einem grundlegenden Wandel der Bewertung des Datenschutzes für ihre privaten Daten auf Mobilgeräten geführt. Vor 10 Jahren stellten Arbeitgeber den Arbeitnehmern Computer und Software zur Verfügung. Die meisten Mitarbeiter gingen daher davon aus, dass die Daten und Aktivitäten auf diesen Computern vom Arbeitgeber überwacht werden.

Allerdings ist Build 10576 nicht fehlerfrei. Neue Benachrichtigungen des Action Center reduzieren die Wiedergabelautstärke vorübergehend um 75 Prozent. Zudem fehlen in der Messaging-App nun alle Skype-Nachrichten und Kontakte. Microsoft liefert in seinem Blogeintrag eine Lösung dafür: Betroffene Nutzer müssen die Datei „PrivateTransportId“ im Ordner „C:\Users\\AppData\Local\Packages\Microsoft.Messaging_8wekyb3d8bbwe\LocalCache“ löschen oder umbenennen.

Nutzer, die auf die Videostandards WebM und VP9 angewiesen sind, sollten Build 10576 nicht installieren – beide sind nicht mehr Bestandteil von Windows 10, sollen aber schon bald zurückkehren. Außerdem lassen sich, wie schon bei Build 10565, kleine Tablets wie das Dell Venue 8 Pro nicht aktualisieren.

Das Threshold 2 genannte nächste große Update für Windows 10 kommt angeblich im November. Ob Microsoft die Media-Casting-Funktion und andere Verbesserungen von Build 10576 dann auch der Allgemeinheit zur Verfügung stellt, bleibt abzuwarten.

[mit Material von Mary Jo Foley, ZDNet.com]

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