Cisco kauft Cloud-Video-Start-up 1 Mainstream

Es wurde 2012 von ehemaligen Mitarbeitern von Apple, Roku und Tivo gegründet. Ziel war, eine Plattform zu schaffen, auf der sich Videos für alle Arten von Endgeräten bereitstellen lassen. Kurz zuvor kündigte Cisco den Kauf des Sicherheitsspezialisten Lancope für 452 Millionen Dollar an.

Kurz nach dem Kauf des Netzwerksicherheitsspezialisten Lancope für 452 Millionen Dollar hat Cisco eine weitere Übernahme angekündigt: 1 Mainstream ist ein auf On-Demand-Videostreaming aus der Cloud spezialisiertes Start-up. Ein Preis wurde nicht genannt. Die Transaktion soll noch im laufenden zweiten Geschäftsquartal Ciscos abgeschlossen werden.

Logo von Cisco (Bild: Cisco)Seine Mitarbeiter werden in Ciscos Service Provider Video Software and Solutions Cloud Engineering Group unterkommen, der Conrad Clemson als Senior Vice President und General Manager vorsteht. Die Technik von 1 Mainstream ergänze die eigene neue Video-Plattform Infinite, sagt Cisco auch.

Die Übertragung von Video und Audio übers Internet, ohne dass ein Internet-Service-Provider in die Kontrolle oder Verbreitung involviert ist, wird auch als Over-the-top-Content oder kurz OTT bezeichnet. Diesen Bereich meint Rob Salvagno, Ciscos Vizepräsident für Business Development, wenn er sagt: „OTT wird schnell zur Norm, da offene, cloudbasierte Technologien Innovationen mit einer Geschwindigkeit ermöglichen, die mit traditioneller Fernsehtechnik einfach nicht möglich war. 1 Mainstream hilft Diensteanbietern, Sendern, Medienfirmen und den neu entstandenen Digital-Content-Firmen, ihre Medieninhalte auf so gut wie jedes Gerät zu bringen, von Apple TV bis Microsoft Xbox.“

1 Mainstream sitzt wie Apple in Cupertino. Es wurde 2012 von ehemaligen Mitarbeitern von Apple, Roku und Tivo gegründet – mit dem Ziel, eine Plattform zu schaffen, auf der sich Videos für alle Arten von Endgeräten bereitstellen lassen. Zu seinen Anschubfinanzierern zählten BSkyB, DCM, Luminari Capital und Menlo Ventures. Die Sky-Mutter BskyB ließ anfänglich investierten 2 Millionen Dollar im März 2015 noch einmal 5 Millionen Dollar folgen. Entsprechend zählt auch Sky News zu den Kunden des Start-ups.

Mit dem IoT-Start-up Parstream aus Köln hatte sich Cisco diese Woche auch schon im Bereich Analytics verstärkt. Mit 452 Millionen Dollar war der Kauf von Lancope aber sicherlich die teuerste Transaktion unter den dreien. Der Hersteller aus Alpharetta im Bundesstaat Georgia bietet mit der Produktfamilie StealthWatch ein System, das Netzwerkverkehr überwacht und verdächtige Muster herausliest. Damit sollen auch ausgeklügelte Angriffe entdeckt werden können.

Lancope ist vermutlich auch deswegen für Cisco interessant, weil es für den inzwischen offenen Cisco-Standard NetFlow insgesamt sieben Patente besitzt. Die Technologien von Lancope machen NetFlow für Administratoren in der Praxis besser handhabbar.

[mit Material von Martin Schindler, silicon.de]

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Florian Kalenda
Autor: Florian Kalenda
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