48 Millionen verkaufte iPhones: Apple meldet 22 Prozent Umsatzplus

Der Gewinn legt um 30 Prozent auf 11,1 Milliarden Dollar zu. Dazu trägt auch der auf 670 Dollar angestiegene iPhone-Durchschnittspreis bei. Die iPad-Verkäufe sinken indes auf den niedrigsten Stand seit vier Jahren.

Apple hat seinen Umsatz im vierten Fiskalquartal 2015 um 22 Prozent auf 51,5 Milliarden Dollar gesteigert. Der Nettogewinn nach GAAP legte sogar um 30 Prozent auf 11,1 Milliarden Dollar oder 1,96 Dollar je Aktie zu. Das gute Ergebnis begründet das Unternehmen mit 48 Millionen verkauften iPhone (PDF) – einem neuen Rekord für ein viertes Quartal – sowie einem Allzeitrekord bei den Mac-Verkäufen und einer höheren Verfügbarkeit der Apple Watch.

Apple-Logo (Bild: Apple)Obwohl Umsatz und Gewinn die Erwartungen von Analysten übertreffen, reagierte die US-Börse nur zurückhaltend. Im nachbörslichen Handel legte der Kurs der Apple-Aktie lediglich um 0,70 Dollar oder 0,61 Prozent auf 115,25 Dollar zu. In den vergangenen 52 Wochen wurde das Papier zu Preisen zwischen 92 und 134,54 Dollar gehandelt.

Während die iPhone-Verkaufszahlen um 22 Prozent zulegten, kletterte der iPhone-Umsatz um 36 Prozent auf 32,2 Milliarden Dollar. Damit erhöhte Apple erneut auch den Durchschnittspreis seines Smartphones deutlich, und zwar von 602 Dollar im Vorjahresquartal auf jetzt 670 Dollar (plus 11 Prozent).

Die iPad-Verkäufe schrumpften indes auf den niedrigsten Stand seit vier Jahren. Zwischen Juli und September setzte das Unternehmen aus Cupertino lediglich 9,89 Millionen iPads im Wert von 4,27 Milliarden Dollar ab, was einem Minus von jeweils 20 Prozent entspricht. Außerdem fanden 5,7 Millionen Macs (plus 3 Prozent) einen Käufer, was 6,88 Milliarden Dollar (plus 4 Prozent) in Apples Kasse spülte.

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Zur Apple Watch nannte das Unternehmen keine Verkaufszahlen. Sie führt Apple zusammen mit iPod, den Beats-Produkten sowie Zubehörartikeln in der Kategorie „Andere Produkte“. Deren Umsatz verbesserte sich allerdings um 61 Prozent auf 3,05 Milliarden Dollar.

„2015 war Apples bisher erfolgreichstes Geschäftsjahr, mit einem Umsatzwachstum von 28 Prozent auf fast 234 Milliarden Dollar“, wird Apple-CEO Tim Cook in einer Pressemitteilung zitiert. „Der anhaltende Erfolg ist das Ergebnis unserer Festlegung auf die Herstellung der besten und innovativsten Produkte weltweit, und es ist ein Beweis für die unglaubliche Umsetzung durch unsere Teams.“

Das Geschäftsjahr 2015 schließt Apple mit einem Nettoprofit von 53,39 Milliarden Dollar bei Einnahmen von 233,72 Milliarden Dollar ab. Das entspricht Zuwächsen von 35 beziehungsweise 28 Prozent.

Im laufenden ersten Quartal des Fiskaljahrs 2016 rechnet Apple nun mit Einnahmen zwischen 75,5 und 77,5 Milliarden Dollar, einer Bruttomarge von bis zu 40 Prozent und operativen Ausgaben von bis zu 6,4 Milliarden Dollar. Im Vorjahreszeitraum hatte Apple 74,6 Milliarden Dollar eingenommen und einen Rekordgewinn von 18 Milliarden Dollar erwirtschaftet.

[mit Material von Zack Whittaker, ZDNet.com]

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Statista: iPhone top, iPad flop 2015 (Grafik: Statista)Statista: iPhone top, iPad flop 2015 (Grafik: Statista)

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4 Kommentare zu 48 Millionen verkaufte iPhones: Apple meldet 22 Prozent Umsatzplus

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  • Am 28. Oktober 2015 um 16:13 von Antiappler

    Das ist aber gar nicht gut für Apple.
    Die müssen dann ja noch mehr Geld im Ausland anlegen, damit Apple so wenig wie möglich Steuern in den USA abführen muss.
    Na ja, das Geld kann man ja dafür verwenden, um in China für den nächsten Zulieferer ein Solarkraftwerk zu bauen.
    Macht sich dann auch noch super in den Medien. „Apple als der Retter von der schlechten Luft in China.“ Ich lach mich kaputt.

    • Am 28. Oktober 2015 um 16:49 von Willy

      Was ist das für ein Kommentar? Auf Drogen, oder wie?

  • Am 28. Oktober 2015 um 18:02 von Mathias Wassmann

    Du scheinst es nicht zu verstehen:
    Eine Aktiengesellschaft ist sogar dazu verpflichtet Steuern zu vermeiden!
    Und wenn Irland und die Cayman-Inseln das zulassen das Apple , VW und Google und ganz viele große Unternehmen ihr Geld da Parken ist das nicht ungesetzlich.
    Und deshalb gibt es auch für „dich“ falls du überhaupt ein Einkommen hast was Versteuert werden muss eine sehr gut bezahlte Berufsgruppe die sich „Steuerberater“ nennt, die den ganzen Tag nichts anderes tun, als Steuern zu vermeiden.

    Ich habe mir sagen lassen, dass sogar Privatpersonen jede gesetzlich zulässige Steuervermeidung nutzen und diese Berufsgruppe zu Rate zieht.

    In Deutschlang gibt es sogar einen eingetragenen Verein, der genau das macht: Den Mitgliedern helfen Stehen zu vermeiden.

  • Am 29. Oktober 2015 um 21:47 von Antiappler

    Ich verstehe sehr gut. Und mir ist auch bekannt, dass die EU gegen gewisse Länder und Firmen ermittelt, weil der berechtigte Verdacht besteht, ungerechtfertigt Einfluss genommen zu haben und ungerechtfertigt zu niedrige Steuern bezahlt zu haben. EU-Kommission sieht das als illegale Staatshilfen an. Und nun?
    Außerdem wurde eine Tochterfirma von Apple in China zu einer Strafe von 63 Millionen Euro verdonnert. Strafe wurde schon bezahlt und zwar wegen Steuertrickserei.
    Steuern sparen, schön und gut.
    Wenn aber solche riesigen Konzerne wie Apple auf solch eine merkwürdige Art Steuern spart, die von der EU als illegal eingestuft wird, findest Du das immer noch gut?
    Falls Du Kinder hast, wo kommt denn das Geld für Kindergärten her? Krankenhäuser, Schulen, Straßen und und und?
    Von Deinem Geld, falls Du ein Einkommen hast. Und anteilmäßig zahlt die Masse der „kleinen, normalen“ Steuerzahler diese Dinge durch erhobene Steuern und nicht solche Firmen, die nicht wissen wohin mit der Kohle, was durch Leute wie Dich in die Kassen dieser Firma fließt und auch noch verteidigt wird.
    Und ich, wie bestimmt die große Mehrheit der Steuern zahlenden Bevölkerung, übe ganz bestimmt keinen (illegalen?) Druck auf irgendwelche Regierungen aus, um Steuern zu sparen.
    Aber wie das halt so ist, es gibt immer Leute, die solche Dinge aus welchen Gründen auch immer, schön reden und eben Leute, die solche Sachen einfach nur zum kotzen finden.
    Ich gehöre zu der letztgenannten Gattung und das hat noch nicht mal direkt etwas mit Apple zu tun.

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