Bericht: Microsoft macht Julie Larson-Green zur Chefin der Office-Sparte

Sie löst Corporate Vice President Kirk Koenigsbauer ab. Er soll angeblich in die Marketing-Abteilung von Chris Capossela wechseln. Larson-Green arbeitet seit 23 Jahren bei Microsoft und war unter anderem für die Nutzeroberflächen von Office XP, Office 2003 und Office 2007 verantwortlich.

Microsoft will der ehemaligen Chefin der Devices-Sparte, Julie Larson-Green, die Leitung der Office-Abteilung übertragen. Das berichtet zumindest Recode unter Berufung auf mit den Plänen des Softwarekonzerns vertrauten Quellen. Corporate Vice President Kirk Koenigsbauer, der derzeit für Office verantwortlich ist, soll indes eine neue Position in der Marketingabteilung von Chris Capossela übernehmen.

Julie Larson Green (Bild: Microsoft)Larson Green ist seit Anfang 2014 Chief Experience Officer. Ihren Job als Chefin der Gerätesparte gab sie zu dem Zeitpunkt an Stephen Elop ab, der im Rahmen der Nokia-Übernahme vorübergehend zu Microsoft zurückkehrte. Davor war die heute 53-Jährige, die seit 1993 bei Microsoft arbeitet, unter anderem Chefin der Windows-Sparte – als Nachfolgerin des 2012 ausgeschiedenen Steven Sinofsky.

Die Office-Sparte ist allerdings nicht neu für Larson-Green. Ab 1997 stand sie den Teams vor, die die Nutzeroberflächen für Office XP, Office 2003 und Office 2007 entwickelten. Sie war aber auch an der Gestaltung der Oberflächen von Internet Explorer 3.0 und 4.0 beteiligt.

Dem Bericht zufolge soll sich Larson-Green künftig nicht nur um die Entwicklung von Anwendungen wie Word, Excel und PowerPoint kümmern, sondern auch um neue Apps wie das Präsentations-Tool Sway. Zudem behält sie ihre Pflichten als Chief Experience Officer der Services Group.

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Microsofts Office-Sparte befindet sich im Umbruch. Statt seine Büroanwendungen an Firmen und Verbraucher zu verkaufen, setzt das Unternehmen verstärkt auf ein Abonnementmodell, dass Nutzern auch Zugriff auf andere Dienste wie den Onlinespeicher OneDrive und die Messaging-App Skype bietet. Darüber hinaus spricht Microsoft mit eigenen Office-Anwendungen inzwischen auch Nutzer der Mobilplattformen iOS und Android an.

Die Bedeutung der Office-Sparte unterstreichen auch mehrere Akquisitionen in der jüngsten Vergangenheit. Für die E-Mail-App Accompli, aus der Outlook für Android und iOS hervorgegangen ist, gab Microsoft im Dezember 2014 laut Recode 200 Millionen Dollar aus. Im Februar 2015 folgten die Kalender-App Sunrise und im Juni das Berliner Start-up 6Wunderkinder, Herausgeber von Wunderlist.

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Stefan Beiersmann
Autor: Stefan Beiersmann
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