Bericht: Marissa Mayer kann Abgänge im Yahoo-Management nicht stoppen

Letzte Woche verließen Entwicklungsleiterin Jackie Reses und die für Marketing-Partnerschaften zuständige Lisa Licht das Internetunternehmen. CISO Alex Stamos ging zu Facebook, sein Nachfolger Ramses Martinez wechselte schon nach zwei Monaten weiter zu Apple. Dies sind laut Recode nur wenige Elemente einer langen Liste.

Einem Bericht von Recode zufolge verliert Yahoos Management weiter Spitzenkräfte, die die Hoffnung an eine Trendwende durch CEO Marissa Mayer aufgegeben haben. Mayer habe das Problem zwar erkannt, sei aber nicht in der Lage, die Abwanderungswelle zu stoppen.

Yahoo! (Bild: Yahoo!)Letzte Woche verließen Entwicklungsleiterin Jackie Reses (wechselt zu Square) und die für Marketing-Partnerschaften zuständige Lisa Licht das Internetunternehmen. Recode nennt neben ihnen weitere zwölf hochrangige Abgänge, die aber auch nur „eine kleine Auswahl“ darstellten. So ging mit Chief Marketing Officer Kathy Savitt letzten Monat eine enge Vertraute von Mayer. Zwischen beiden soll es zuletzt aber zu einer Entfremdung gekommen sein. Savitt ist nun für eine Entertainmentfirma in Hollywood tätig.

Besonders schmerzhaft sei der Abschied von Mike Kerns im April gewesen, dem beliebten Senior Vice President für die Homepage und Branchen, heißt es. Chief Information Security Officer Alex Stamos wechselte zu Facebook, ebenso wie Jim Everingham, der für die Yahoo-Homepage-Entwicklung verantwortlich war und nun die Instagram-Programmierung anführt. Auch Stamos‘ Nachfolger Ramses Martinez kündigte schon nach zwei Monaten. Er wechselte zu Apples Sicherheitsabteilung und soll eine ganze Reihe fähige Leute mitgenommen haben.

Einer Quelle von Recode zufolge hat Yahoo die Situation als „besorgniserregend“ erkannt. Mayer versuche auch, das Durchsickern interner Informationen an die Presse zu verhindern – bisher jedoch ohne großen Erfolg.

Yahoos Aktie hat im Jahresverlauf 2015 etwa 34 Prozent ihres Werts verloren. Ein Versuch, durch Ausgliederung von Yahoos wertvollen Anteilen an der chinesischen Alibaba Group Steuern zu sparen, scheiterte an den Behörden, der Spin-off wurde aber dennoch umgesetzt. Und auch Mayers Strategie, durch Übernahme von Start-ups erfolgshungrige, kreative Mitarbeiter zu gewinnen, soll keine dauerhafte Wirkung gebracht haben.

Yahoo wird morgen Ergebnisse seines dritten Fiskalquartals melden. Diesen Monat hat es bereits durch ein Suchabkommen überrascht: Google versorgt Yahoo künftig mit Suchergebnissen und Suchanzeigen. Das Abkommen hat eine Laufzeit bis Ende 2018. Microsoft liefert nach eigenen Angaben jedoch weiterhin den meisten Yahoo-Traffic.

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Florian Kalenda
Autor: Florian Kalenda
Leitender Redakteur ZDNet.de
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