Apple wirbt um TV-Apps

Die Design-Richtlinien für tvOS liegen nun vor, Programme können eingereicht werden. Die Apps kommen als "Universalkäufe" zugleich auch für iOS und WatchOS. Verkaufsstart für die Settop-Box der vierten Generation ist der 30. Oktober.

Apple hat Entwickler aufgefordert, ihre Apps zur Neuauflage der Settop-Box Apple TV kompatibel zu machen. Es nimmt ab sofort Anwendungen dafür entgegen. Verkaufsstart ist am 30. Oktober.

Apps für Apples tvOS (Bild: Apple)Zugleich veröffentlichte das Unternehmen diese Woche die nötigen Design-Richtlinien. Die Apps müssen schließlich auf großen Bildschirmen gut aussehen und zugleich mit dem Touch-Panel der zugehörigen Fernsteuerung bedienbar sein.

Die Neuauflage des Wohnzimmergeräts ist die erste, die einen App-Store und somit Installation beliebiger Fremdanwendungen unterstützt. Bisher waren Apple-TV-Käufer auf von Apple vorinstallierte Programme limitiert gewesen. Nun wird es möglich, etwa Spiele auf dem Fernseher zu spielen. Neu ist auch die Möglichkeit, Internetfernsehen per Streaming zu empfangen.

Somit handelt es sich um die größte und wichtigste Aktualisierung in der Geschichte der 2007 eingeführten Settop-Box. Eine Größenordnung der Zahl der zum Start mutmaßlich verfügbaren Apps hat Apple nicht genannt. Es beschränkt sich auf einige Beispiele, nämlich Manticore Rising, Rayman Adventures, Guitar Hero, ESPN, PBS Kids und YouTube.

Im Mittelpunkt stehen die bekannten Apps für HBO, Hulu, iTunes und Netflix. Apple will sich aber nicht auf Spiele und Fernsehen beschränken: Es hat auch schon die Buchung von Ferienunterkünften mit Airbnb sowie Shopping mit Gilt demonstriert.

Das Betriebssystem der Box nennt Apple tvOS. Nach WatchOS ist es das zweite neue Betriebssystem des Unternehmens in diesem Jahr. Beide sind aber eng mit iOS – dem Betriebssystem für iPhones und iPads – verwandt. Während WatchOS eine Adaption für besonders kleine Bildschirme (nämlich der Apple Watch) ist, handelt es sich bei tvOS um die Variante für besonders große Screens.

Ein Neuerwerb bereits auf einem iPhone genutzter Apps soll nicht nötig sein: Apple sieht von ihm so bezeichnete „Universalkäufe“ vor. Wer eine App für iOS erwirbt, kann sie demnach auch unter WatchOS und tvOS einsetzen, falls diese Plattformen von ihr unterstützt werden.

Die vierte Generation der Settop-Box wird deutlich teurer als der Vorgänger sein: Kostete die dritte Generation zuletzt nur noch 69 Dollar, werden für das neue Apple TV mit 32 GByte Speicher 149 Dollar fällig. Mit 64 GByte Storage erhöht sich der Preis sogar auf 199 Dollar. Wahrscheinlich um weiter mit ähnlich günstigen Alternativen von Google, Amazon oder Roku zu konkurrieren, wird es daher die dritte Generation von Apple TV weiterhin für 69 Dollar beziehungsweise 79 Euro geben.

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Der umfassende Einsatz von Mobilgeräten für berufliche Zwecke hat bei Mitarbeitern zu einem grundlegenden Wandel der Bewertung des Datenschutzes für ihre privaten Daten auf Mobilgeräten geführt. Vor 10 Jahren stellten Arbeitgeber den Arbeitnehmern Computer und Software zur Verfügung. Die meisten Mitarbeiter gingen daher davon aus, dass die Daten und Aktivitäten auf diesen Computern vom Arbeitgeber überwacht werden.

Optisch ist die neue Settop-Box dem Vorgänger ähnlich, aber mit 3,5 Zentimetern mehr als einen Zentimeter dicker. Das Gewicht liegt mit 435 Gramm um 150 Gramm höher.

Als Prozessor kommt jetzt Apples Dual-Core-Chip A8 zum Einsatz, der auch das iPhone 6 antreibt. Der drei Jahre alte Vorgänger verwendete noch die Einkern-CPU A5 des ersten iPad Mini und iPad 3. Der Audioausgang unterstützt neuerdings Dolby Digital 7.1 statt nur 5.1. Außerdem sind neben Fast-Ethernet und Bluetooth 4.0 nun Dual-Band-WLAN nach IEEE 802.11ac, HDMI 1.4 und eine USB-Typ-C-Schnittstelle (nur für Service) an Bord.

Die neue Fernbedieung „Siri Remote“ besitzt außer mehreren Funktionstasten eine Touch-Oberfläche aus Glas sowie je einen Beschleunigungs- und Gyrosensor. Aufgeladen wird sie mittels Lightning Connector. Zwei Mikrofone zeichnen die Sprachbefehle auf. Das Kommando „Finde beliebte Fernsehsendungen für Kinder“ liefert beispielsweise eine entsprechende Liste auf Apple TV. Nutzer können auch per Spracheingabe schnell durch Inhalte blättern oder sich Zusatzinformationen anzeigen lassen. Siri erlaubt zudem eine parallele Inhaltsuche in unterstützten Diensten wie Netflix, Hulu, Showtime und iTunes.

[mit Material von Katie Collins, News.com]

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Florian Kalenda
Autor: Florian Kalenda
Leitender Redakteur ZDNet.de
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