Firefox stellt Ende 2016 Support für NPAPI-Plug-ins ein

Für Adobes Flash-Player-Plug-in macht Mozilla allerdings auch über 2016 hinaus eine Ausnahme. Das Unternehmen folgt nach eigenen Angaben dem Beispiel von Google Chrome und Microsoft Edge. Neben Firefox unterstützen auch Apple Safari und Opera noch NPAPI-Plug-ins.

Firefox unterstützt NPAPI-Plug-ins nur noch bis Ende 2016. Das hat Mozilla in einem Blogeintrag angekündigt, wie Computerworld berichtet. „Mozilla beabsichtigt, den Support für die meisten NPAPI-Plug-ins in Firefox bis Ende 2016 zu entfernen“, schreibt Benjamin Smedberg, Senior Engineering Manager bei Mozilla.

Firefox-Logo 2015 (Bild: Mozilla)NPAPI (Netscape Plug-in Application Programming Interface) ist ein seit den Neunziger Jahren benutzter Standard für Browser-Plug-ins. Derzeit wird er noch von Apple, Mozilla und Opera eingesetzt. Google Chrome blockiert indes schon seit Januar 2015 standardmäßig alle auf NPAPI basierenden Erweiterungen. Seit September – seit Chrome 42 – kann der Browser gar nicht mehr mit NPAPI-Plug-ins umgehen. Der Internetkonzern begründete dies mit Sicherheitsrisiken und durch NPAPI-Plug-ins ausgelöste Abstürze. Davon betroffen sind beispielsweise die Plug-ins Silverlight Java und Unity.

„Unsere Entscheidung folgt Maßnahmen anderer moderner Browser wie Google Chrome und Microsoft Edge, die bereits den Support für ältere Plug-ins entfernt haben“, so Smedberg weiter. Allerdings macht Mozilla eine wichtige Ausnahme. Firefox wird auch über 2016 hinaus das Plug-in für Adobes Flash Player unterstützen.

Einen ähnlichen Weg beschreiten auch Microsoft und Google, die das Flash-Plug-in allerdings direkt ab Werk in ihre Browser integrieren. Beide setzen dafür aber nicht auf NPAPI, sondern auf eigene Techniken. Während Redmond schon seit vielen Jahren auf ActiveX vertraut, nutzt Google das Pepper Plug-in- Application Programming Interface (PPAPI). Auch Googles Native-Client-Plug-ins verwenden PPAPI.

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Mehr Sicherheit und Stabilität könnten Firefox helfen, verlorene Marktanteile zurückzugewinnen. Net Applications ermittelte für den Mozilla-Browser im September einen Anteil von 11,46 Prozent. Im Februar 2014 lag Firefox mit 17,68 Prozent sogar noch knapp vor Chrome. Der Google-Browser kommt inzwischen auf 29,86 Prozent und könnte in diesem Monat sogar erstmals die Marke von 30 Prozent knacken. Neben Mozilla hat aber auch Microsoft in den vergangenen zwei Jahren Nutzer an Google Chrome verloren. Der Anteil des Internet Explorer schrumpfte in dem Zeitraum von 58,22 Prozent auf 51,59 Prozent.

Beim Zugriff auf das Informationsangebot von ZDNet.de (Desktop- und Mobilbetriebssysteme) erreicht Firefox mit einem Anteil von 23,41 Prozent Platz zwei hinter Chrome mit 30,86 Prozent. Als Drittplatzierter folgt Safari (21,1 Prozent) vor Internet Explorer (9,74 Prozent) und Edge (3,76 Prozent).

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