FireEye entdeckt Android-Malware Kemoge

FireEye hat nach eigenen Angaben in mehr als 20 Ländern eine neue Malware für Googles Mobilbetriebssystem Android entdeckt. Der Kemoge genannte Schädling tarnt sich als legitime Android-App, die allerdings nur über App Stores von Drittanbietern verteilt wird.

Logo von FireEye (Bild: FireEye)Um Nutzer zum Download der schädlichen App zu verleiten, nutzen die Hacker die Namen und Symbole von bekannten Anwendungen aus dem Google Play Store. Dazu zählen die Programme WiFi Enhancer, Calculator und Talking Tom 3. Eine der Apps nutze sogar das Zertifikat des Entwicklers der Original-App.

„Angreifer verbreiten sie über App-Stores Dritter und bewerben sie auf Webseiten sowie in Apps. Einmal installiert, sammelt Kemoge Geräteinformationen und lädt diese auf einen Ad-Server hoch. Anschließend blendet die Schadsoftware Werbung auf dem betroffenen Gerät ein – selbst im Android-Homescreen“, teilt FireEye mit. Einige aggressive Werbenetzwerke seien sogar in der Lage, sich Root-Rechte zu verschaffen und die Schadsoftware automatisch zu installieren.

Um einer Erkennung durch Sicherheitsanwendungen zu umgehen, führe die App den schädlichen Code nur kurz beim ersten Start oder erst 24 Stunden nach der Installation aus. Zudem nutze sie insgesamt acht verschiedene Root-Exploits, um sich auf einer Vielzahl von Gerätetypen Root-Zugriff zu verschaffen. Einige der Exploits basierten auf Open-Source-Code.

Ein infiziertes Gerät übermittelt FireEye zufolge eine Liste aller installierten Apps an einen externen Server. Der Server antworte dann mit Befehlen, um entweder bestimmte Apps zu deinstallieren, auszuführen, oder Apps von vorgegebenen Adressen herunterzuladen und zu installieren.

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FireEye rät Android-Nutzern, niemals auf verdächtige Links in E-Mails, SMS, Websites oder Anzeigen zu klicken. Apps sollten Anwender zudem nur aus offiziellen Quellen wie dem Google Play Store oder dem Amazon App Store installieren. Die Empfehlung, immer die neueste OS-Version zu installieren, werden viele Nutzer allerdings nicht befolgen können, da sie für ihr Gerät möglicherweise nicht zur Verfügung steht.

[mit Material von Kevin Tofel, ZDNet.com]

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