Apple kauft Artificial-Intelligence-Start-up Perceptio

Das Unternehmen arbeitet an einer Bilderkennung für Smartphones. Sie soll ohne umfangreiche Nutzerdaten oder externe Datenquellen wie die Cloud auskommen. Apple könnte Perceptios Technologien zur Stärkung seines digitalen Assistenten Siri verwenden.

Apple hat das Start-up Perceptio gekauft. Das Unternehmen entwickelt Technologien, die die Ausführung von Artificial-Intelligence-Systemen auf Smartphones erlauben, ohne dass dafür umfangreiche Nutzerdaten preisgegeben werden müssen. Zu den Bedingungen der Akquisition vereinbarten beide Parteien Stillschweigen.

Apple-Logo (Bild: Apple)Wie Bloomberg berichtet, wurde Perceptio von Nicolas Pinto und Zak Stone gegründet, die sich auf die Erforschung von Bilderkennungssystemen mithilfe von Deep Learning spezialisiert haben, einem Teilbereich des maschinellen Lernens. Sie wollen erreichen, dass eine Bilderkennung auf Smartphones funktioniert, ohne dass große Datenmengen aus externen Quellen wie der Cloud herangezogen werden müssen. Das passe zu Apples Strategie, die Nutzung von Anwenderdaten zu minimieren und möglichst viele Aufgaben auf einem Gerät auszuführen, schreibt Bloomberg.

Apple hat die Übernahme inzwischen bestätigt. „Apple kauft von Zeit zu Zeit kleinere Technikfirmen, und wir äußern uns grundsätzlich nicht zu unseren Absichten oder Plänen“, zitiert Bloomberg aus einer Standardmitteilung des Apple-Sprechers Colin Johnson.

MacRumors weist darauf hin, dass Apples digitaler Assistent Siri aufgrund der strengen Datenschutzregeln des Unternehmens hinter den Angeboten der Konkurrenz wie Google Now und Microsoft Cortana herhinkt. „Möglicherweise erlaubt der Kauf von Perceptio Apple, Siri zu verbessern, ohne die Privatsphäre seiner Nutzer einzuschränken“, schreibt MacRumors.

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Seinen Assistenten Siri hat Apple auch durch die Übernahme des britischen Unternehmens VocalIQ gestärkt. Es streb mithilfe von Maschinenlernen und künstlicher Intelligenz natürliche Unterhaltungen zwischen Mensch und Computer an. Seine Sprachsoftware soll das Internet der Dinge beflügeln und die Kommunikation mit Infotainmentsystemen in Fahrzeugen sicherer gestalten.

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