Salesforce-CEO Benioff löscht Facebook-Konto

Begründungen liefert er paradoxerweise auf Twitter: "Ich musste reduzieren" und "Sehne mich nach Frieden durch Vereinfachung." Jahrelang war Marc Benioff der größte Facebook-Fan der Business-IT. Er band es in Salesforce ein, ahmte es mit Chatter nach - und gewann Facebook auch als CRM-Kunden.

Marc Benioff, Chef von Salesforce.com, hat bestätigt, dass er eine „Pause von Facebook“ macht und dazu sein Konto gelöscht hat. Dies kommunizierte er in einer Reihe von Tweets, also über den Facebook-Konkurrenten Twitter. Benioff behauptet, er suche inneren „Frieden durch Vereinfachung“.

Facebook-Logo (Bild: Facebook)Die Entscheidung traf Benioff nach der Hektik, die die Hausmesse seines eigenen Unternehmens – die Dreamforce – für ihn mitbrachte. In Richtung des Bloggers Robert Scoble schrieb Benioff: „Ja, ich mache FB-Pause. Es war zu erdrückend, nach Dreamforce über FB und Twtr auf dem Laufenden zu bleiben. Ich musste reduzieren.“

Auf Nachfrage, ob er denn Facebook nicht ignorieren könne, statt gleich das Konto zu löschen, schrieb der Salesforce-CEO: „Einfach zu viel. Sehne mich nach Frieden durch Vereinfachung.“ Später merkte er vor einem Treffen mit Facebook-COO Sheryl Sandberg an, er müsse nun wohl einige Erklärungen abgeben. Es liege aber an ihm, nicht an Facebook.

Benioff war jahrelang einer der bekanntesten Anhänger von Facebook im Business-IT-Segment. Unter seiner Regie schuf Facebook mit „Chatter“ ein „Facebook für Unternehmen“, wie es selbst einräumte. Auch vernetzte es seine Clouddienste mit Facebook und Twitter. 2009 erklärte Christoph Föckeler, Director Sales Consulting EMEA Central Region bei Salesforce.com, im ZDNet-Interview: „Kundenmanagement muss Soziale Netze einbinden.“

2010 gewann Benioff sogar Facebook als Salesforce-Kunden. Dessen Vertriebsmitarbeiter nutzen das Kundenbeziehungsmanagement (CRM) von Salesforce.com in Form der Service Cloud 2.

Auf der Dreamforce 2015 hatten unter anderem Microsoft und Salesforce angekündigt, dass sie ihre Partnerschaft ausweiten. Sie integrieren Skype for Business und OneNote in die Salesforce-Lightning-Plattform. Nutzern steht ab sofort zudem eine Salesforce-App für Outlook zur Verfügung. Im zweiten Halbjahr 2016 folgt eine Salesforce 1 Mobile App für Windows 10

[mit Material von Natalie Gagliordi, ZDNet.com]

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