Samsung stellt US-Videostreaming-Dienst Milk Video ein

Milk Music hingegen bleibt erhalten. Beide wurden ausschließlich in den USA für Galaxy-Besitzer angeboten. Parallel hat Samsung seinen Bezahldienst Pay in den USA in den Regelbetrieb überführt sowie in Südkorea 30 Millionen Dollar Transaktionsvolumen überschritten.

Samsung informiert, es habe sich „entschlossen, den Support für Milk Video zu beenden“. Dies steht unter anderem in der Beschreibung der zugehörigen App in Google Play. Samsung Milk Video ist eine Videostreaming-Plattform, die nur in den USA und dort nur für Besitzer eines Galaxy-Smartphones angeboten wurde.

Logo Milk Video (Bild: Samsung)Laut Google Play wurde die App zwischen 5 und 10 Millionen Mal heruntergeladen. Einen Grund, warum es die „personalisierte, relevante und soziale“ Videoplattform einstellt, nennt Samsung nicht. Es schreibt aber, es werde weiter „Premium-Unterhaltungsdienste“ anbieten.

Ab 20. November werden User nicht mehr auf die Plattform zugreifen können. Wer weiter „Streaming-Dienste genießen“ wolle, wird aufgefordert, die App Milk Music herunterzuladen, die Samsung parallel anbietet. Der Musikstreamingdienst gleichen Namens ist also nicht von der Schließung betroffen.

Den Videoplayer hatte Samsung im November 2014 eingeführt, als Milk Music bereits einigermaßen erfolgreich lief. Zuletzt schien das Unternehmen allerdings die Strategie zu verfolgen, eigene Apps wieder von seinen Geräten zu verbannen, weil sie bei zahlreichen Anwendern auf Desinteresse stießen oder gar als störende „Bloatware“ empfunden wurden. So stellte es schon im Sommer 2014 die Apps Samsung Video und Media Hub ein – und zugleich auch die Möglichkeit, Filminhalte zu kaufen oder zu leihen.

Hingegen ist der Bezahldienst Samsung Pay gerade diese Woche in den USA in den Regelbetrieb übergegangen. Er wird zwar nicht von allen Banken unterstützt, aber doch an mehr Standorten als Apple Pay oder Android Pay akzeptiert. Samsung nutzt den Funkstandard NFC für die Übertragung mit dem Terminal, der in fast allen aktuellen Android- und iOS-Geräten integriert ist. Zusätzlich ist Übertragung per Magnetic Secure Transmission (MST) möglich, was Kompatibilität zu Magnetstreifen-Lesegeräten garantiert. Samsung hatte diese Technik durch die Übernahme von LoopPay ins Haus bekommen.

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In der Vorwoche konnte Samsung melden, dass das Volumen der Transaktionen in Südkorea die Schwelle von 30 Millionen Dollar überschritten hatte. Es informierte außerdem, dass 36 Prozent aller registrierten Nutzer im ersten Monat aktiv waren – rund 10 Prozent sogar täglich.

Samsung Pay können vorerst nur Anwender einsetzen, die ein Galaxy S6 oder S6 Edge beziehungsweise Note 5 besitzen. Tatsächlich gingen 60 Prozent der Transaktionen bisher vom diesen Monat in den Verkauf gestarteten (aber in Deutschland nicht erhältlichen) Note 5 aus.

[mit Material von Asha Barbaschow, ZDNet.com]

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