MariaDB 10.1.7 RC führt von Google bereitgestellte Verschlüsselung ein

Sie lässt sich ohne weitere Anpassungen oder Zusatzkosten auf Instanzen- und Tabellen-Ebene einsetzen. Dadurch soll die relationale Open-Source-Datenbank sicherer werden. Dank der nativen Verschlüsselung müssen Anwender nun nicht mehr auf Drittanbieterlösungen zurückgreifen.

Die MariaDB Foundation hat den Release Candidate von Version 10.1.7 ihres relationalen Open-Source-Datenbankverwaltungssystems freigegeben. Das Update bringt eine native Verschlüsselung mit, die Anwender von MySQL oder dessen Abspaltung MariaDB ohne zusätzlichen Aufwand oder weitere Kosten einsetzen können.

(Bild: MariaDB Foundation)Die Verschlüsselungstechnik selbst stammt von Google, das sie ursprünglich für interne Zwecke entwickelt hat, was den ausgiebigen Gebrauch der Datenbank einschließt. Mit ihr soll die MySQL-Alternative sicherer werden und Unternehmen ihre gespeicherten Daten besser schützen können.

„Wir freuen uns, der Open Source Community MariaDB 10.1 mit Datenverschlüsselung, die Google beigetragen hat, zur Verfügung stellen zu können“, kommentierte Otto Kekäläinen, CEO der MariaDB Foundation. „MariaDB ist nun auch die sicherste Open-Source-Datenbank, nachdem sie bereits als die am besten skalierbare und zuverlässigste gilt.“

Durch die native Integration einer Verschlüsselung in die Datenbank entfällt für Anwender die Notwendigkeit, auf Produkte von Drittanbietern zurückgreifen zu müssen. Dafür sorgt die Data-at-Rest-Verschlüsselung, die auf Instanzen- und Tabellenebene mit Unterstützung rotierender Schlüssel die Daten vor unberechtigtem Zugriff schützt. Neben einer Passwortvalidierung, bietet die neue Version auch Verbesserungen bei rollenbasierter Zugriffskontrolle sowie Tuning.

Des Weiteren hat die MariaDB Foundation mit Version 10.1 ihrer Datenbankverwaltung Skalierung, Leistung, Interoperabilität und Hochverfügbarkeit verbessert. Letztere wurde durch die nahtlose Integration von Galera Cluster optimiert. Dank paralleler Replikation können nun alle Transaktionen gleichzeitig ablaufen, was für einen Leistungsschub in der Master-Slave-Replikation sorgen soll.

Als weitere Neuerungen zur Perfomance-Steigerungen nennt die MariaDB Foundation Abfrage-Timeouts, InnoDB-Verbesserungen wie Multi-Threaded-Flush, Seitenkomprimierung für FusionIO/nvmfs sowie Optimizer-Verbesserungen mit EXPLAIN JSON und EXPLAIN ANALYZE. Für mehr Interoperabilität sorgt JSON/BSON-Support in der CONNECT Engine.

MariaDB 10.1.7 RC steht für Windows oder Linux zum Herunterladen bereit. Weitere Informationen zur jüngsten Ausgabe der Open-Source-Datenbank finden sich in den Release Notes.

[mit Material von Martin Schindler, silicon.de]

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