Nextbit-Smartphone erreicht doppeltes Finanzierungsziel von 1 Million Dollar

Damit erhalten alle Unterstützer wie versprochen zu ihrem Telefon eine Schnellladegerät. Kommen in den verbleibenden 14 Tagen der Kickstarter-Kampagne 1,25 Millionen Dollar zusammen, gibt es zusätzlich ein T-Shirt gratis. Ab 1,5 Millionen Dollar wird der verfügbare Cloudspeicher von 100 auf 129 GByte erweitert.

Das von ehemaligen Google- und HTC-Mitarbeitern gegründete Start-up Nextbit hat nach zwei Wochen bereits die doppelte Summe des zunächst ausgegebenen Finanzierungsziels von 500.000 Dollar erreicht. Die ursprüngliche Zielsumme der Kickstarter-Kampagne für das cloudbasierte Android-Smartphone „Robin“ war bereits innerhalb von 24 Stunden zusammengekommen. Nach dem jetzigen Erreichen der 1-Million-Dollar-Marke werden die bisher über 2650 Unterstützer wie versprochen mit jedem Telefon ein Schnellladegerät erhalten.

Nun hat Nextbit der noch 14 Tage laufenden Kampagne zwei weitere Ziele hinzugefügt. Diese sogenannten Stretch Goals will es bei Erreichen bestimmter Geldbeträge umsetzen. Ab 1,25 Millionen Dollar wird das Start-up kostenlose T-Shirts im Midnight-Design des Robin verteilen. Ab einem Betrag von 1,5 Millionen Dollar plant es die Erweiterung des verfügbaren Cloudspeichers von 100 auf 129 GByte. „Weil ihr alle mindestens 1 GByte mehr verdient, als jeder der gerade 850 Dollar für ein brandneues iPhone ausgegeben hat“, begründet Nextbit die krumme Zahl.

Darüber hinaus kündigte das Unternehmen passende Schutzhüllen für sein Smartphone an, die es als Zubehör anbieten wird. Käufer werden zwischen drei Modellen aus Plastik mit unterschiedlicher Dicke und entsprechenden Schutzgraden wählen können. Außerdem werden verschiedene Farben verfügbar sein.

Nextbit hat passende Schutzhüllen für das Robin angekündigt (Bild: Nextbit).Nextbit hat passende Schutzhüllen für das Robin angekündigt (Bild: Nextbit).

Das Nextbit-Smartphone unterscheidet sich von Konkurrenzprodukten, indem es Cloudspeicher als Kernfunktion nutzt. Während das Telefon selbst über 32 GByte internen Speicher verfügt, haben Anwender Zugriff auf weitere 100 GByte in der Cloud. Es soll zudem selten genutzte Apps, Fotos, Videos und andere Dateien automatisch in die Cloud verschieben, um immer für ausreichend internen Speicherplatz zu sorgen. Will der Nutzer wieder darauf zugreifen, lädt das Smartphone die Anwendungen und Daten erneut herunter – inklusive aller Einstellungen und Konteninformationen.

Das Design des Robin stammt von HTCs ehemaligen Designchef Scott Croyle, der das HTC One M7 und M8 entworfen hat. Nextbit-CEO Tom Moss und CTO Mike Chan gehörten zu den ersten Mitarbeitern von Googles Android-Projekt. Produziert wird das Robin vom chinesischen Auftragsfertiger Foxconn, der auch Apples iPhone zusammenbaut.

Die technischen Daten ähneln denen aktueller Premium-Smartphones. Das 5,2 Zoll große Display hat eine Full-HD-Auflösung von 1920 mal 1080 Bildpunkten. Mit dem Snapdragon 808 von Qualcomm verwendet es denselben Sechskernprozessor wie das LG G4. Dem 64-Bit-Chip stehen 3 GByte RAM zur Seite. Für Foto- und Videoaufnahmen bietet das Robin eine 13-Megapixel-Hauptkamera mit Phasenerkennungsautofokus und Dual-Tone-LED-Blitz. In der Front sitzt eine 5-Megapixel-Kamera für Selbstporträts und Videotelefonie.

Das erste Nextbit-Smartphone soll Anfang 2016 in zwei Farbvarianten für 399 Dollar in den Handel kommen (Bild: Nextbit).Das erste Nextbit-Smartphone soll Anfang 2016 in zwei Farbvarianten für 399 Dollar in den Handel kommen (Bild: Nextbit).

An Kommunikationsoptionen werden LTE, UMTS, Bluetooth 4.0 LE und WLAN nach IEEE 802.11ac unterstützt. Die weitere Ausstattung umfasst NFC, GPS, einen USB-Typ-C-Port, einen Fingerabdrucksensor und Frontstereolautsprecher. Der Akku hat eine Kapazität von 2680 mAh. Die Maße des aus Metall und Plastik bestehenden Gehäuses betragen 14,9 mal 7,2 mal 0,7 Zentimeter.

Als Betriebssystem kommt ab Werk Android 5.0 Lollipop zum Einsatz. Nextbit arbeitet jedoch daran, auch den Nachfolger Marshmallow verfügbar zu machen. Durch Software-Modifikationen soll das Smartphone mit der Zeit immer leistungsfähiger werden, wie Moss schon Mitte August in einem Interview versprach. Dank eines entsperrten Bootloaders können Anwender zudem leicht Custom-ROMs wie CyanogenMod aufspielen. Anders als andere Hersteller verspricht Nextbit, dass dadurch die Garantie nicht erlischt – selbst wenn das Telefon durch eine fehlerhafte Software-Installation unbrauchbar wird. Außerdem verzichtet es auf jegliche Bloatware, also vorinstallierte Drittanbieterprogramme.

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Das Robin soll Anfang 2016 für 399 Dollar in den Farbvarianten „Mint“ und „Midnight“ in den Handel kommen. Die ersten 1000 Kickstarter-Unterstützer erhalten das Nextbit-Smartphone für 299 Dollar plus Steuern und Versand. Weiterhin stehen verschiedene Pakete zu Preisen von 349, 399, 698 und 6950 Dollar bereit. Letzteres umfasst beispielsweise gleich 20 Telefone. Die Auslieferung der ersten Geräte soll im Januar 2016 erfolgen. Bei einer Bestellung aus Deutschland betragen die Kosten für Steuern und Versand 95 Dollar.

[mit Material von Steven Musil, CNET.com]

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3 Kommentare zu Nextbit-Smartphone erreicht doppeltes Finanzierungsziel von 1 Million Dollar

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  • Am 17. September 2015 um 8:28 von Martin

    Daran merkt Mann User wollen kein Apple mehr was ich gut verstehen kann

    • Am 17. September 2015 um 9:35 von Mathias

      Wenn ich für jeden IPhone und iPad-Killer der gescheitert ist ,eine Kerbe in mein iPhone feilen würde könnte man mein IPhone mit einer Briefmarke verwechseln.

      • Am 17. September 2015 um 11:45 von So, so...

        Warum denn gleich „Killer“? Die iPhones haben einen Marktanteil von ca. 15% und das iPad unter 10%. Das ist eigentlich im Allgemeinen eine lächerliche Zahl. Solche „Killermärchen“ werden doch nur von PerrH oder Mac-Harry erfunden. Die Androiden-Hersteller sind doch technisch Apple um längen voraus. Die Zeiten als Apple noch als erstes eine neue Entwicklung von Samsung, LG und Co. verbauen durften sin lange vorbei. Heute bekommt Apple nur noch den technischen Stand von vorgestern. Also feile schön weiter Kerben in dein iPhone. Dann hat es jedenfalls einen „guten“ Nutzen.

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