Bericht: Apples News-App startet mit 50 Verlagspartnern

Laut Recode erhalten die Verlage sämtliche Umsätze mit selbst verkauften Anzeigen. Verkauft Apple den Werbeplatz zu Artikeln, gehen immerhin 70 Prozent an die Verlage. Parallel zu der News-App soll iOS 9 einen in Safari integrierten Werbeblocker mitbringen.

Apple hat weitere Verlagspartner für seine News-App gefunden, die mit iOS 9 eingeführt werden wird. Dies berichtet Recode. Die Zahl der Partner soll jetzt mehr als 50 betragen. Bei der ersten Ankündigung im Juni auf der WWDC hatte Apple von 18 Verlagen gesprochen.

Recode liefert aber auch erstmals Informationen zum Geschäftsmodell. Demnach behalten die Verlage 100 Prozent aller Werbeumsätze, wenn sie sie selbst verkaufen, und 70 Prozent, wenn Apple die Werbeplätze zu ihren Inhalten vermittelt. Zusätzlich sollen die Abrufe in die vor allem für US-Werber wichtigen Comscore-Zahlen einfließen, sodass die Nutzungszahlen nicht kannibalisiert werden.

Apple News (Bild: Apple)„Das Geschäftsmodell ist gut“, zitiert Recode den President von Conde Nast, Bob Sauerberg. Sein Verlag wird etwa mit Vanity Fair und Wired in Apple News vertreten sein. Und Troy Young von einem anderen Apple-Partner, Hearst, lobt: „Das ist keine besonders komplizierte Anwendung. Was sie mitbringen, ist gigantische Distribution, und Verlage bekommen die Möglichkeit, ihre Marken ein einer Weise zu präsentieren, die sich richtig anfühlt.“

News ersetzt die bisherige App Newsstand, kommt aber mit deutlich erweitertem Funktionsumfang. Verlage können Inhalte in Form spezieller Feeds über iCloud einbinden. Das dazu von Apple entwickelte Format verspricht ihnen „schöne Layouts und anpassbare Typografie“. Neben Text, Fotos und Videos seien interaktive Elemente und Animationen sowie Kartenvisualisierungen möglich. Zudem würden Artikel automatisch angepasst, sodass sie “auf allen iOS-Geräten großartig aussehen”. Das sichere eine Millionen-Leserschaft. “Und News bietet auch großartige Konditionen für Verleger.”

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News beinhaltet eine Personalisierung: Es lernt Apple zufolge den Nutzer immer besser kennen und serviert ihm dadurch mit zunehmender Präzision Inhalte, die ihn tatsächlich interessieren. Was die Aufbereitung angeht, soll News „die reichhaltige, umfassende Gestaltung eines Print-Magazins mit der Interaktivität der digitalen Medien“ kombinieren.

Für die Verlage gibt es neben günstigen Bedingungen und ansprechender Präsentation aber noch einen Grund, mit Apple zusammenzuarbeiten: Soweit bisher bekannt, wird der Browser Safari in iOS 9 ab Werk eine Möglichkeit beinhalten, Werbung zu blockieren. Ein Informant von Recode erwartet, dass dies die Werbebranche umkrempeln werde.

News wird zunächst nur in Großbritannien und den USA angeboten werden. Das Konzept erinnert nicht nur an Googles Play Kiosk (früher Currents), sondern auch an Facebooks jüngstes Experiment mit Instant Articles, die Verlage auf seinen Seiten hosten und sämtliche Werbeeinahmen einstreichen können. Auch Facebook lockt mit integrierbaren Bildergalerien und Karten – sowie der schnellen Verfügbarkeit, wenn die Inhalte auf seinen Servern statt extern liegen.

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