Blackberry Venice kommt mit MicroSD-Kartenslot und 18-Megapixel-Kamera

Das belegen erste im Netz veröffentlichte Fotos des Slider-Smartphones. Darauf sind auch das Android-Betriebssystem mit Google-Apps und Play-Store-Zugang zu sehen. Die QWERTY-Tastatur lässt sich unter dem an den Längsseiten gebogenen Touchscreen nach unten herausziehen.

Nachdem vor Kurzem Renderbilder des für November erwarteten Blackberry-Smartphones Venice im Netz aufgetaucht waren, hat der vietnamesische Blog Tinhte.vn nun erste Fotos des Geräts mit ausziehbarer Tastatur veröffentlicht. Darauf sind unter anderem ein MicroSD-Karteneinschub zur Speichererweiterung und eine 18-Megapixel-Kamera zu erkennen.

Die Fotos wurden offensichtlich an Bord eines Flugzeugs aufgenommen. Sie bestätigen, dass das Slider-Smartphone Blackberry Venice über einen an den Längsseiten gebogenen Bildschirm verfügt. Darunter liegt die QWERTY-Tastatur mit vier Tastenreihen, die durch Hochschieben des Displays zum Vorschein kommt.

Das Blackberry Venice kommt mit ausziehbarer Volltastatur und Android als Betriebssystem (Bild <a href="https://www.tinhte.vn/threads/ro-ri-hinh-anh-thuc-te-blackberry-venice-chay-android.2502065/" target="_blank">via Tinhte.vn</a>).Das Blackberry Venice kommt mit ausziehbarer Volltastatur und Android als Betriebssystem (Bild via Tinhte.vn).

Die 18-Megapixel-Kamera auf der Rückseite ist den Fotos zufolge mit einem optischen Bildstabilisator und einem Dual-LED-Blitz ausgestattet. Die Einschübe für eine MicroSD- und eine SIM-Karte finden sich auf der Oberseite des Gehäuses, während der Einschaltknopf wahrscheinlich auf der linken Seite sitzt. Am rechten Gehäuserand sind ebenfalls drei Tasten auszumachen, bei denen es sich um die Lautstärkeregelung und einen dedizierten Knopf zum Start des Blackberry Assistant beziehungsweise von Google Now handeln dürfte.

Das abgelichtete Gerät läuft definitiv mit Android, dessen Oberfläche offensichtlich nicht groß verändert wurde. Auf den Bildern ist unter anderem ein Ordner mit Google-Apps sowie das Play-Store-Symbol zu sehen. Anwender werden also offenbar Anwendungen direkt aus Googles Marktplatz herunterladen können. Ein Foto zeigt zudem Blackberry Hub, die einheitliche Kommunikationszentrale, die Blackberry zunächst für sein eigenes OS Blackberry 10 konzipiert hatte. Dort führt sie E-Mails, SMS und Social-Media-Updates von Kontakten zusammen.

Zwar wirbt Blackberry schon länger mit der Kompatibilität seiner Geräte zu Android-Apps, dies scheint jedoch nicht auszureichen, um wieder signifikant Marktanteile zu gewinnen. Im Juni meldete das kanadische Unternehmen lediglich 1,1 Millionen verkaufte Smartphones für sein erstes Geschäftsquartal 2015 – trotz Einführung der Spitzenmodelle Blackberry Classic und Passport mit Tastatur im vergangenen Jahr.

Die Rückseite des Venice macht auf den jetzt veröffentlichten Fotos nicht den Eindruck, als sei sie abnehmbar. Wahrscheinlich setzt Blackberry hier wie in seinem quadratischen Smartphone Passport einen festverbauten Akku ein.

Bisherigen Gerüchten zufolge wird das Blackberry Venice von Qualcomms aktuellem 64-Bit-Chip Snapdragon 808 mit sechs Kernen angetrieben. Der CPU sollen 3 GByte RAM zur Seite stehen. Der 5,4 Zoll große Touchscreen bietet angeblich eine 2K-Auflösung von 2560 mal 1440 Bildpunkten.

[mit Material von Matthew Miller, ZDNet.com]

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18 Kommentare zu Blackberry Venice kommt mit MicroSD-Kartenslot und 18-Megapixel-Kamera

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  • Am 31. August 2015 um 10:59 von Toni

    Warum belässt man es nicht maximal bis 5 Zoll??!!
    Ist echt schade, das Gerät scheint sehr interessant zu sein
    aber 5,4 Zoll das ist schon fast wieder ein Phablet!!
    Desweiteren scheint hier alles kreuz und quer aus Plastik und Kunststoff zu bestehen,
    wo ist der bekannte Rahmen aus Alu, der bei Blackberry immer gesetzt war???

    • Am 31. August 2015 um 12:04 von Ebs69

      Wie Sie bereits treffend und m.E. leicht abwertend beschrieben haben, „es scheint Kunststoff“.. Vielleicht warten Sie jedoch lieber mal ab, ob BlackBerry nicht vielleicht doch – wie üblich – dunkles Metall bzw. äußerst spezialisiertes Kunststoff verbaut haben wird.

      Zudem sind bei gerundeten Kanten schnell rechnerisch 5,4 Zoll Displaygröße erreicht, und das bedeutet, dass man über die tatsächliche Handlichkeit erst urteilen sollte, wenn man dat Ding wenigstens zuvor einmal in der Hand hatte, finde ich.

      Lob an die Redaktion, die richtig dargestellt hat, dass das dünne Display hochgeschoben wird, und die Tastatur damit eben nicht schubladenartig geöffnet bzw. ähnlich einer klapprigen Fernbedienung benutzt wird, was bereits schon wieder in diversen angelsächsischen BlackBerry Basher Kreisen lauthals zum angeblichen Skandal des Jahres ausgerufen wird..

      • Am 31. August 2015 um 12:34 von Hi, hi...

        „…wenn man dat Ding wenigstens zuvor einmal in der Hand hatte, finde ich.“
        …Du magst zwar prinzipiell Recht mit dieser Aussage haben, allein die praktische Ausführung dürfte schwer fallen, da der „Anfassbestand“ in den Elektronik- und Mobilfunkläden steil gegen Null tendiert.

        • Am 31. August 2015 um 13:19 von Ebs69

          » der „Anfassbestand“ in den Elektronik- und Mobilfunkläden steil gegen Null tendiert. «

          Da wäre ich mir nicht allzu sicher, weil das BlackBerry „Venice“ bzw. dieser Slider erstmals in BlackBerrys Firmengeschichte mit äußerster Wahrscheinlichkeit mit der dauerhaften Wahlmöglichkeit zwischen Android Lollipop und/oder BB10 erscheint! D.h. man kann dann jederzeit durch einen WerksReset das jeweils andere mobile Betriebssystem OTA (over the air) von BlackBerrys Servern installieren!
          Somit dürfte es durchaus für sehr viele Kunden, die bislang aus den verschiedensten Gründen Berührungsängste gegenüber dieser Soft- und Hardwareschmiede aus Waterloo in Kanada hatten, plötzlich recht interessant werden ein von BlackBerry „gehärtetes“ Android-Smartphone plus kapazitive TouchPad-Tastatur zu erhalten! ;)

          http://bbsc-deutschland.de/blackberry-venice-kommt-mit-dualos/

          LG
          Ebs

          • Am 31. August 2015 um 15:03 von Hi, hi...

            …es wäre wünschenswert, wenn endlich mal BB-Hardware etwas offensiver vermarktet würde. Ich versuche seit geraumer Zeit einen BB Classic in die Hände zu bekommen für das Feeling, wenigstens mal einen Dummy. Davon ist aber weit und breit nichts zu sehen. Davon ab, wäre ein Slider nicht gerade meine favorisierte Form. Aber kurz halten, antesten und „sliden“ würde ich bestimmt, WENN es denn dann in Reichweite Testgeräte gibt.

        • Am 15. September 2015 um 9:02 von simbalino

          Glaub ich kaum das man es nicht in diversen läden finden wird da es androide ist wird es weitaus weiter verbeitet sein als ein passport oder z30 und auch die habe ich vereinzelt in verschiedenen markten gefunden ausserdem kann man es sicher bei amazone bestellen und wenns nicht gefällt zuruck schiken

      • Am 31. August 2015 um 19:26 von simba

        seh ich ganz genauso… q10 hat auch einen metal rahmen nur ist der eben nicht so silber sondenr halt schwarz was optisch einfach etwas schöner aussieht wie ich fnde aber das ist geschmakcssache .. was mir gefällt is das die rückseite weider aus ihrem alt bekanten spezialmateriel zu sein scheint wie man es vom q10 kennt oder auch vom bold oder z10 und so wieter nur passport und classig sind da ausen vor gelassen warum auch immer … das materiel sieht schik aus und ist sehr robust …
        allerdings habe ich auch einen rieseigen kretikpunkt am vince… das system… ich mein warum bleibt man sich nicht treu und installiert wie gewohnt sein hauseigenes system welchen ein grosses argument für bb war /ist es ist das sicherstes systemm und am einfachsten zu bedienen .. warum jetzt so eine scheiss aktion? versteht das überhaupt irgendwer da draussen der ein bb benutzt?

        • Am 1. September 2015 um 6:12 von Ebs69

          bbsc-deutschland.de/blackberry-venice-kommt-mit-dualos/

          Wie ich bereits ausführte, lässt einem BlackBerry beim „Venice“ äußerst wahrscheinlich die Wahl zwischen dem aktuellen BlackBerry BBOS 10.3.2 oder Android Lollipop.. – Somit werden alle diejenigen, die das neue BB10 bereits kennengelernt haben und dann meist sehr (!) schnell liebgewonnen haben, nicht im Regen stehen! :)

          PS: Bilder vom Venice mit BBOS 10 sind vor deshalb besonders rar, weil sich dieses virale Marketing in erster Linie an die „Android Welt“ richtet.

    • Am 31. August 2015 um 15:48 von Eisberg

      Blackberry hatte noch nie Aluminium eingesetzt, sondern Edelstahl ;)

      • Am 31. August 2015 um 17:12 von Ebs69

        http://www.bidnessetc.com/business/apple-iphone-6s-vs-blackberry-venice/

        Hier steht unter dem direkten Designvergleich, dass es beim Slider eine Mischung aus Carbonfieber und aus Aluminium sein wird..(falls ich noch einigermaßen Englisch können sollte).
        „The Venice is a sleek-looking phone that implements carbon fiber and aluminum to boast a polished front bezel.“

  • Am 31. August 2015 um 11:47 von Ales

    Die Kamera liegt in dem Bereich der verschoben wird. Merkwürdig! Die Bautiefe kann deshalb nicht sehr groß sein. Dadurch kann der Sensor nicht sehr groß sein. Das hätte ich anders gebaut, damit die volle Gerätetiefe genutzt werden kann.

    • Am 1. September 2015 um 0:27 von t_e_e_k

      Daher würde ich auf fake tippen.

      • Am 1. September 2015 um 13:05 von Ebs69

        „Fake“..!? – Bei einer 18MP Kamera, bei allen Bildern und Informationen, die bereits geleakt wurden und selbst von John Chen nicht mehr wirklich dementiert werden..!?

        https://www.androidpit.de/blackberry-venice-preis-release-daten-und-bilder

        Ich verweise auf diese Seite, dort ist auch eine sog. Explosions-Detailaufnahme der Kameralinse zu finden. Der Rest ist technisch-konstruktives 3D-Vorstellungsvermögen, das jedoch freilich nicht jedermann von Haus aus mit sich bringt..

  • Am 31. August 2015 um 15:02 von Ebs69

    Das Display ist nach innen konkav ausgespart/ausgehölt. Damit bleibt also für das „Unterteil“ deutlich mehr Volumen, als es zunächst rein optisch erscheint. Sehen Sie sich einfach mal etwas genauer die beiden inneren und äußeren Führungsschienen des beidseitig nach unten hin gebogenen Touchscreens an. Gerade in der Mitte sind sogar im Bereich der Linse nochmals 1-2 Millimeter ausgespart..

    Weitere Fotos, Infos etc.

    http://m.crackberry.com/blackberry-venice-slider-spotted-once-again-some-clearer-images

    http://rapidmobile.biz/android/rumours-android/blackberry-android-phone-will-let-you-choose-your-choice/

  • Am 1. September 2015 um 15:51 von ckr

    QWERTZ Tastatur in einer Plastic Umgebung, völlig unnötiger bimbam. Dann das curved Display – für was eigentlich nochmal? Blackberyy ist jetzt da angekommen, wo Samsung und Co vor Jahren war. 5,4″ zu groß, aber ansonsten würde man die unnützen „feautures“ nicht reinbekommen.

    • Am 1. September 2015 um 18:30 von Ebs69

      Ihr Kommentar zeigt, dass Sie 1. offenbar bereits Besprochenes nicht gelesen haben, dass Sie 2. offenbar kaum Ahnung von BlackBerry Smartphones hard- und softwareseitig mitbringen, sonst könnten Sie nicht so kurz angebunden die – ich zitiere – » unnützen „feautures“ « pauschal schlecht machen, und eben 3. dass nicht Sie darüber entscheiden, welche Displaygrößen nachgefragt werden, sondern der Markt!
      Und Sie dürften sich wundern, aber es gibt einen Markt für hochwertige Phablets, die mit kapazitiver Tastatur perfekt ein Ultrabook ersetzen und sogar die Rechtschreibung kontrollieren bzw. intelligente (!) Wortvorschläge machen, die sich zudem an den Schreibstil des Nutzers anpassen! ;)

      Dieser Markt wird allerdings hauptsächlich von Leuten beherbergt, die viel und häufig schreiben..

  • Am 2. September 2015 um 9:38 von Koba2

    Warum gibt es eigentlich keine Quer-Slider mehr wie das MILESTONE von Motorola – war das beste Handy, was ich je hatte… & perfekt für Vielschreiber – die BlackBerry Tastatur war schon immer unpraktisch: zu klein für das Schreiben mit 2 Daumen, zu groß für’s einhändige Schreiben…

    • Am 3. September 2015 um 3:03 von Ebs69

      Dies sehen aber offenbar nicht nur einige der weltweiten Topjournalisten, Topjuristen oder alle G7 Staatsbehörden so, sondern auch noch insgesamt ca. 420 der 500 global größten Firmen nicht besonders tragisch und halten den Kanadiern auch seit der Einführung des komplett erneuerten mobilen Beriebssystems „BB10“ vor rund 2,5 Jahren weiterhin sehr fest die Treue. Vielleicht liegt die „Schreibblockade“ ja nur an Ihren Daumen..?
      Mehr Breite bietet hingegen das BlackBerry Passport, damit kommen evtl. auch Sie zurecht. ;)

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