Autodesk steigt mit Kauf von SeeControl ins Internet der Dinge ein

Die White-Label-Plattform für Industrieprodukte soll weiter angeboten und supportet werden. Zudem integriert Autodesk sie in eigene Produkte. Vernetzte Sensoren für Bauwerke und Produkte lassen sich so schon während der Entwicklungsphase einplanen.

Autodesk informiert, dass es mit SeeControl einen Anbieter einer Plattform fürs Internet der Dinge (IoT) übernimmt. Mit dessen Software können Firmen entfernte Geräte kontrollieren und verwalten sowie mittels Analytics die anfallenden Daten auswerten.

Logo Autodesk (Bild: Autodesk)Die SeeControl-Plattform will Autodesk weiter anbieten und Support leisten. Es plant auch, sie in seine Design-Werkzeuge für Herstellung und Bau zu integrieren. Somit ließen sich also vernetzte Sensoren während der Konzeption in Bauwerke und Industrieprodukte einfügen.

Die Cloudplattform von SeeControl wird als White-Label-Angebot weitervermietet. Sie kann jetzt schon von Herstellern von Industriegütern aller Art genutzt werden, um integrierte Sensoren zu verwalten und Kunden Dienste bereitzustellen.

Plattform von SeeControl (Bild: Autodesk)

Einen Preis nennt Autodesk nicht. Die Übernahme soll im laufenden Quartal abgeschlossen werden, das am 31. Oktober endet.

Der Zukauf könnte Autodesks strategische Anpassung erleichtern. Es ist gerade dabei, von einem traditionellen Lizenzgeschäft auf ein Abo-Modell umzustellen. Zugleich erweitert es seine Design-Werkzeuge um Unterstützung für neuere Entwicklungen wie 3D-Druck – oder jetzt vernetzte Sensoren.

Fürs zweite Quartal hatte Autodesk einen Nettoverlust von 1,04 Dollar je Aktie bei einem Umsatz von 610 Millionen Dollar gemeldet. Das waren minus 4 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs. Der Non-GAAP-Profit von 19 Cent je Aktie lag immerhin zwei Cent über den Erwartungen. Das Unternehmen kämpfte wie viele Technikfirmen mit Währungsschwankungen, sodass der Umsatz in den meisten Regionen außerhalb Amerikas rückläufig war.

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Seine offene 3D-Druck-Plattform Spark hatte Autodesk im Mai 2014 eingeführt – mit dem Ziel, die Entwicklung dieses Markts ähnlich wie Googles Android den Smartphonemarkt zu beschleunigen. Einen zugleich vorgestellten eigenen 3D-Drucker bezeichnete es als Referenzimplementation, die Hardwarehersteller nutzen und abwandeln können.

Noch zwei Monate früher überraschte es mit einer Gruppenchat-App für Android und iOS: Über Autodesk Instant lassen sich auch Fotos, Videos und der aktuelle Standort verschicken. Es dient der Projektarbeit und ist gleichzeitig eine „Alternative zu SMS“. Die Gesprächspartner kann man aus der App heraus auch anrufen.

[mit Material von Larry Dignan, ZDNet.com]

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