IDC: Apple Watch fand im zweiten Quartal 3,6 Millionen Käufer

Mit 19,9 Prozent Marktanteil belegt Apple auf Anhieb Platz zwei in der Liste der größten Wearable-Hersteller. Es ordnet sich hinter Fitbit und vor Xiaomi ein. Insgesamt wuchs der Markt für Wearables im Jahresvergleich um 223 Prozent auf 18,1 Millionen Einheiten.

Apple hat im zweiten Quartal 3,6 Millionen Einheiten seiner Watch abgesetzt und steigt damit zum zweitgrößten Wearable-Hersteller hinter Fitbit auf. Das besagen zumindest Zahlen von IDC. Demnach kam Fitbit auf 4,4 Millionen Verkäufe. Insgesamt wuchs der Markt für Wearables gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 223 Prozent von 5,6 auf 18,1 Millionen Einheiten.

Apple Watch (Bild: Apple)„Etwa zwei von drei in diesem Quartal ausgelieferte Smart-Wearables waren Apple Watches“, erklärte Jitesh Ubrani, Senior Research Analyst bei IDC. „Apple hat eindeutig eine beeindruckende Führungsrolle in diesem Segment übernommen, und seine Dominanz wird voraussichtlich weiter anhalten.“

Fitbit verkaufe hingegen nur einfachere Wearable-Geräte wie Fitnessarmbänder, eine Kategorie, die in den kommenden fünf Jahren an Bedeutung verlieren werde, so Ubrani weiter. Ihr stehen Smart-Wearables gegenüber, zu denen IDC Smartwatches wie die Apple Watch zählt. Apples Erfolg in dem Markt erhöhe den Druck auf andere Hersteller, ihre Produkte zu überdenken.

„Ob gerecht oder nicht, Apple wird zum Gradmesser für Wearables, und konkurrierende Hersteller müssen mit Apple mithalten oder ihm voraus sein“, sagt Ramon Llamas von IDCs Wearables-Team. „Jetzt, wo Apple offiziell ein Teil des Wearable-Markts ist, wird jeder beobachten, welche anderen Wearable-Geräte es herausbringen wird, etwa Smart Glasses oder Hearables.“ Unter letzterem Begriff sind In-Ear-Kopfhörer mit integrierten Fitnesstracker-Funktionen zu verstehen.

In IDCs jüngster Statistik taucht Apple erstmals in der Top Five der führenden Wearable-Hersteller auf. Dabei belegt es mit 19,9 Prozent Marktanteil auf Anhieb Platz zwei hinter Fitbit (24,3 Prozent) und vor Xiaomi (17,1 Prozent), das ebenfalls Neueinsteiger in dem Bereich ist und im zweiten Quartal 3,1 Millionen Geräte (Mi Band) abgesetzt hat. Da die Apple Watch deutlich teurer ist als die Produkte von Fitbit, dürfte Apple den Konkurrenten in Sachen Umsatz schon jetzt übertreffen.

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Komplettiert wird die Top-Five-Liste von Garmin (0,7 Millionen Geräte, 3,9 Prozent Marktanteil) und Samsung (0,6 Millionen, 3,3 Prozent). Die Koreaner kamen im Vorjahr mit 0,8 Millionen verkauften Geräten noch auf einen Marktanteil von 14,3 Prozent. Nach Stückzahlen verloren sie im Jahresvergleich 25 Prozent, während Garmin um 40 Prozent und Fitbit sogar um knapp 159 Prozent zulegen konnte.

Die Apple Watch ist bisher nur in 16 Ländern verfügbar, hat in dieser Hinsicht also noch reichlich Wachstumpotenzial. Im Juni kündigte Apple mit watchOS 2 bereits eine neue Software-Version für seine Smartwatch an, mit der schnellere und leistungsfähigere Apps nativ darauf laufen sollen. Nutzer erhalten das Update im Herbst, zusammen mit zusätzlichen Ziffernblättern und neuen Kommunikationsoptionen.

Laut IDC belegt Apple als Neueinsteiger im Wearables-Markt direkt Platz zwei (Grafik: Statista).

[mit Material von Natalie Gagliordi, ZDNet.com]

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6 Kommentare zu IDC: Apple Watch fand im zweiten Quartal 3,6 Millionen Käufer

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  • Am 28. August 2015 um 0:02 von PeerH

    Geschickter Zug, Apples Watch mit Fitnessbändern zu vergleichen – als ob man Motorräder mit Aotos vergleicht. Na, sie hätten ja auch smarte Yps Uhren einbeziehen können. ;-)

    Was tut man nicht alles, um Apple kleinzureden, nur seriös ist das eher nicht.

    Direkter Smartwatch Vergleich:
    Apple Watch: 19,9%
    Samsung Gear: 3,3%

    Sprich: Apple verkauft mehr als 5x so viele Apple Watches wie Samsung. Möge jeder das selber bewerten.

    • Am 28. August 2015 um 9:43 von Judas Ischias

      Und für die Masse an „Fans“, die Apple zur Verfügung stehen, ist das trotzdem nur eine geringe Zahl an verkauften Geräten.

      • Am 28. August 2015 um 12:05 von PeerH

        Angesichts 7 Milliarden Menschen hat sich die Apple Watch ja fast homöopathisch verkauft? ;-)

        Für die Masse der verkauften VW Golf und Passt hat sich der Phaeton aber nur in sehr niedriger Zahl verkauft? ;-)

        Was zählt, sind eher die eigenen Schätzungen von Apple, und ob die erreicht wurden. Und das kann eben außer Cook und seinem Management Team niemand sagen.

        4 x 3 Mio Stück ergäbe >12 Millionen verkaufte Smartwatches im ersten Jahr. Und ein Marktanteil bei Smartwatches, der von Beginn an >75% liegen dürfte.

        Davon träumt jeder Konzern. Ganz so schlimm war das sehr wahrscheinlich nicht. ;-)

  • Am 28. August 2015 um 13:18 von Judas Ischias

    Ach, 7 Milliarden Menschen haben ein iPhone oder lieben Produkte von Apple?
    Die Vergleiche, welche Du heranziehst, sind ja wohl heftig an den Haaren herbeigezogen.
    Du bist doch sonst so „genau“ wenn es um irgendwelche Beispiele geht.
    Also solltest Du doch wohl nur die Nutzer der iPhone auf die Rechnung setzen.
    Und von daher sind das jetzt nicht gerade große Mengen dieser Geräte.
    Und ohne groß zu spekulieren, in Cupertino wird man bestimmt erwartet/gehofft haben, dass eine erhebliche Menge mehr von diesen wunderschönen Mode Accessoires verkauft werden/wurden. ;)
    Und seit wann sind denn für Apple oder so Spezis wie Dir, Marktanteile wichtig?
    Es geht doch nur um die Gewinnmarge.

    • Am 28. August 2015 um 15:47 von PeerH

      Ach, Schatz … ich hab Dir nur Deine Milchmädchen-Argumentation vor Augen führen wollen. Und ich wollte die etwas verschleiernde IDC Statistik eben vorführen.

      Manchmal hast Du einfach Recht: die Marge/der Gewinn zählt – und da freut es Cook, dass er >12 Mio Apple Watch gleich im ersten Jahr verkaufen wird. Mehr als beim 1st Gen iPhone und iPad. Wenn das nicht sehr gut ist? ;-)

      Na ja: trotzdem IDC sich so viel Mühe gemacht hat, um den Marktanteil der Apple Watch zu verschleiern. ;-)

  • Am 29. August 2015 um 10:49 von Willy Eisenfels

    Wozu die Aufregung. IDC lag bei Apple in der Vergangenheit so falsch, dass es verwundert, dass IDC-Zahlen überhaupt noch zitiert werden. PC-Markt können die Jungs. Bei Apple fehlt komplett Erfahrung und Verständnis.

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