Intel investiert in OpenStack-Anbieter Mirantis

Die neue Finanzierungsrunde beläuft sich auf insgesamt erneut 100 Millionen Dollar. Auch technologische Zusammenarbeit wurde vereinbart - allerdings communitybasiert, wie Mirantis betont. Es erhofft sich auch Einsichten in Intels Roadmap.

Der OpenStack-Cloud-Anbieter Mirantis meldet eine Investitionsrunde in Höhe von 100 Millionen Dollar, die durch Intel Capital angeführt wurde. Zugleich hat er eine technologische Zusammenarbeit mit Intel vereinbart. Mirantis‘ Ziel ist es, dadurch mehr Unternehmensfunktionen schneller als bisher geplant einzuführen.

(Bild: Mirantis)An der Finanzierungsrunde beteiligten sich auch August Capital, Insight Venture Partners, Ericsson, Sapphire Ventures und WestSummit Capital, die schon früher Kapital für Mirantis bereitgestellt hatten. Das Unternehmen hatte in seiner ersten Finanzierungsrunde 20 Millionen Dollar erhalten; vor neun Monaten kamen schon einmal rund 100 Millionen Dollar hinzu.

Die Partnerschaft mit Intel soll sich laut Mirantis auf großen Skalierungen, Storage, Netzwerkintegration und Big-Data-Unterstützung konzentrieren. Mirantis-Gründer und Chairman Alex Freedland kommentierte: „Es steckt nichts Proprietäres hinter der Kollaboration und dem Geld von Intel. Das fließt alles direkt in Open Source. Intel erhält kein geistiges Eigentum. Hinter allem steht eine Community, sodass jeder davon profitieren kann.“

Alex Freedland (Bild: Mirantis)Alex Freedland (Bild: Mirantis)Freedland betonte auch Intels Bedeutung im Servermarkt: „Diese Zusammenarbeit gibt uns Einsichten in Intels Roadmap, und wir können sicherstellen, dass OpenStack dafür optimiert ist. Intel ist heute die dominierende Plattform für beliebig skalierbare Standard-Hardware. Aus dieser Perspektive ist die Partnerschaft besonders wichtig.“

Das quelloffene Projekt OpenStack war 2010 von Rackspace und der US-Weltraumbehörde NASA ins Leben gerufen worden, um Public- und Private-Cloud-Systeme auf Standard-Hardware zu ermöglichen. Es wird von über 200 Anbietern unterstützt, darunter Cisco, Dell, Google, HP, IBM, Oracle, Red Hat und VMware, wenn auch mit unterschiedlicher Entschlossenheit. Im April 2015 sah Mirantis selbst noch OpenStack am Scheideweg. Auf erste Tests müsse nun weitläufige Nutzung folgen. Kurz darauf schloss mit Nebula ein anderer OpenStack-Pionier, da der Markt noch zu unreif sei und er nicht die Finanzmittel habe, ausreichend lange durchzuhalten.

Freedland sieht die Lage inzwischen optimistischer: „Es ist klar, dass OpenStack jetzt eines der wichtigsten Angebote ist, wenn CIOs entscheiden, was ihre Cloud-Infrastruktur antreiben soll. Es sind die Anfangstage der Cloud, und drei Anbieter liegen im Rennen vorn. Das sind VMware, Microsoft und OpenStack.“ Offen sei aber auch noch, welcher Anteil von Arbeitslasten in zehn Jahren auf einer Public Cloud und welcher auf einer dedizierten Private Cloud laufen würden.

Im vergangenen Geschäftsjahr hatte Mirantis nach eigenen Angaben einen mit 30 Millionen US-Dollar bezifferten Auftrag von Ericsson erhalten. Die jährliche Umsatzsteigerung betrug 150 Prozent, und Mirantis konnte 70 neue Unternehmenskunden gewinnen. Es eröffnete Büros in Amsterdam, Austin, Grenoble, Hongkong und Tokio.

[mit Material von Toby Wolpe, ZDNet.com]

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