Firefox-OS-basierender Streaming-Stick Matchstick scheitert an DRM-Umsetzung

Er sollte als offene Alternative Googles Chromecast und Amazons Fire TV Stick Konkurrenz machen. Dass es Schwierigkeiten gibt, die Kopierschutztechnik zu implementieren, räumten die Entwickler bereits im Fruhjahr ein. Jetzt haben sie das per Crowdfundung finanzierte Projekt deshalb eingestellt.

Der im vergangenen Jahr mittels einer Crowdfunding-Kampagne finanzierte Streaming-Stick Matchstick wird nun doch nicht auf den Markt kommen. Die Entwickler hatten auf Kickstarter dafür zunächst rund 470.000 Dollar eingesammelt. Ziel war es, eine auf Firefox OS basierende, sowohl bei Hard- als auch Software offen Alternative zu den Streaming-Sticks von Google und Amazon – Chromecast respektive Fire TV – zu entwickeln. Dies konnte zunächst in der anvisierten Zeit nicht erreicht werden, jetzt wurde das Projekt ganz aufgegeben.

Als Grund für das Aus nannten die Entwickler Probleme mit der Kopierschutztechnik, wie Variety berichtet. Eigentlich sollte der Stick im Februar ausgeliefert werden. Allerdings konnte bereits dieser Termin aufgrund des Kopierschutzes nicht eingehalten werden.

Vor allem die Aufgabe sicherzustellen, dass der Stick auch mit DRM-geschützten Streaming-Diensten wie Netflix funktioniert, erwies sich den Entwicklern zufolge als weitaus aufwändiger, als zunächst gedacht. Wann mit der Fertigung begonnen werden könne, sei aufgrund eines erheblichen Mehraufwandes für die Entwicklung und Implementierung eines Kopierschutzes nicht absehbar, hier es im Februar.

Sowohl Hardware als auch Software des Matchstick sind Open Source (Bild: Matchstick).

„Nach dem einen großen Teil des Jahres andauernden Kampf mit der DRM-Entwicklung basierend auf Firefox OS haben wir erkannt, dass die weitere Entwicklung von DRM, trotz früher Anzeichen auf Erfolg, ein langer und schwieriger Weg sein wird. Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass wir nicht in der Lage sind, die Fertigstellung der DRM-Entwicklung zuverlässig vorherzusagen, ohne deutlich mehr Forschung, Entwicklung und Integration“, schreiben die Entwickler jetzt.

Im Gegensatz zu bereits erhältlichen Streaming-Sticks Chromecast von Google und Fire TV Stick von Amazon sollte der Matchstick Firefox OS als Betriebssystem verwenden. Mozilla hatte gehofft, damit die Verbreitung offener Webstandards zu fördern. „Das ist genau das, wofür Firefox entwickelt wurde“, sagte Chris Lee, Produktdirektor für Firefox OS bei Mozilla, bei der Vorstellung des Matchstick.

Der Streaming-Stick wurde auf Kickstarter für Investitionen zwischen 12 und 18 Dollar abgegeben. Die Entwickler haben auf der Crowdfunding-Plattform bereits erklärt, allen Unterstützern ihr Geld zurückgeben zu wollen. Allerdings kann dies bis zu 60 Tage lang dauern. Man hoffe, dass bis Ende September sämtliche Beträge erstattet sind.

[mit Material von Andre Borbe, silicon.de]

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Themenseiten: Firefox OS, Open Source

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