Mozilla kündigt Testprogramm für neue Browser-Funktionen an

Idea Town richtet sich an Nutzer der stabilen Firefox-Version. Sie sollen neue Funktionen und auch Änderungen der Benutzeroberfläche testen. Ihre Rückmeldungen sollen Mozilla schnelle und fundierte Produktentscheidungen ermöglichen.

Mozilla plant ein neues Testprogramm, das es Firefox-Nutzern erlauben soll, mögliche neue Funktionen für den Browser auszuprobieren. Das geht laut Computerworld aus Unterlagen hervor, die der Open-Source-Anbieter veröffentlicht hat. „Idea Town“ startet demnach am 11. August mit einer Einladung auf der Seite Neuer Tab, sich für das Programm zu registrieren.

Firefox-Logo 2015 (Bild: Mozilla)Die gesamte Testinfrastruktur werde dann in den folgenden drei Monaten eingeführt, heißt es weiter in dem Bericht. Ziel von Idea Town sei es, Rückmeldungen von Nutzern des „Release“-Channel zu erhalten, der stabilen Version des Mozilla-Browsers. Sie sollen den Entwicklern helfen zu entscheiden, ob neue Funktionen oder auch Änderungen an der Oberfläche dem üblichen 18-wöchigen Entwicklungszyklus hinzugefügt werden.

„Idea Town ist eine Plattform für Firefox, die kontrollierte Tests neuer hervorstechender Produkte im allgemeinen Release Channel durchführt“, schreibt Mozilla auf der GitHub-Seite des Projekts. „Idea Town ermöglicht es uns, fundierte und von Nutzern getestete Produktentscheidungen schnell zu treffen, ohne die Privatsphäre oder das Nutzererlebnis zu kompromittieren.“

Derzeit entscheiden Mozillas Entwickler und Designer darüber, welche neue Funktionen in frühen Builds beispielsweise des Nightly Channel landen. Feedback erhält der Browserhersteller danach nur von Nutzern, die sich für eine der Vorabversionen entschieden haben – der „durchschnittliche“ Anwender kann erst reagieren, wenn eine Änderung „fertig“ ist und den Stable Channel erreicht hat. Einen ähnlichen Ansatz verfolgen die meisten Softwareanbieter, darunter auch Microsoft mit seinem Windows Insider Program.

Mozilla betont laut Computerworld jedoch, dass Idea Town die einzelnen Release Channel, mit denen derzeit neue Firefox-Features getestet werden, nicht ersetzen soll. Es sei auch keine Testumgebung für neue Konzepte, von denen Mozilla annehme, dass sie es nicht in eine stabile Version schafften. „Es ist vielmehr für Funktionen gedacht, für die Nutzer-Feedback und Tests benötigt werden, bevor wir sie mit dem Browser ausliefern können“, zitiert Computerworld aus einem öffentlich zugänglichen Dokument.

Mozilla könne so bei neuen Produktkonzepten größere Risiken eingehen und sie ohne großen Aufwand prüfen. Idea Town sei zudem eine Möglichkeit, das Interesse an geplanten neuen Firefox-Funktionen zu ermitteln.

Bis zum 3. November – mit Firefox 42 – will Mozilla laut Computerworld ein Firefox-Add-on anbieten, dass die möglichen neuen Funktionen und Änderungen verwaltet. Sie sollen als „Experimente“ zur Verfügung gestellt werden. Nutzer können dann entscheiden, ob sie an einem Test teilnehmen oder auch ein Experiment wieder beenden, ohne ein Downgrade auf ein anderes Build des Browsers.

Die Dokumente beschreiben außerdem einige Neuerungen, die Mozilla mit Idea Town testen könnte, darunter vertikale Tabs und Tabs, die zusätzliche Informationen wie die Zahl neuer Tweets anzeigen, wenn in dem Tab Twitter.com geöffnet ist.

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Themenseiten: Browser, Firefox, Mozilla

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