Bericht: Microsoft übernimmt israelisches Cloud-Start-up Adallom

Der Kaufpreis beträgt 320 Millionen Dollar. Das Unternehmen bietet Sicherheitslösungen für Cloud-Apps auf mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets an. Microsoft ist Adallom seit Dezember 2013 als Entdecker einer Sicherheitslücke in Office 365 bekannt.

Microsoft hat angeblich das israelische Cloud-Start-Up Adallom übernommen. Wie die israelische Zeitung Globes berichtet, beträgt der Kaufpreis 320 Millionen Dollar. Damit sei es die bisher größte Akquisition des Softwarekonzerns in Israel.

Microsoft-Logo (Bild: Microsoft)Das 2012 von Assaf Rappaport, Ami Luttwak und Roy Reznik gegründete Unternehmen hat dem Bericht zufolge bisher 49,5 Millionen Dollar Anschubfinanzierung erhalten, unter anderem von Rembrandt Fund, Sequoia Capital und Index Ventures. Erst vor drei Monaten habe es eine Finanzierungsrunde unter Beteiligung von Hewlett-Packard abgeschlossen. HP habe damit erstmals Geld in ein israelisches Start-up gesteckt.

Adallom wolle vor allem die Sicherheit von mobilen Geräten wie Smartphones, Tablets und Notebooks in Unternehmen verbessern, auf denen auch nicht Unternehmensanwendungen laufen. Dafür habe das Unternehmen eine Technologie entwickelt, die eine zusätzliche Sicherheitsschicht biete. Sie umgebe Anwendungen und darin enthaltenen Firmendaten, die wiederum von entfernten Servern bereitgestellt würden. Alle Zugriffe erfolgten über von Adallom kontrollierte Mechanismen. Entdeckten die Mechanismen ungewöhnliches Verhalten, warnten sie vor einem möglichen Einbruch oder Datendiebstahl.

Microsoft sei das israelische Unternehmen spätestens seit Dezember 2013 bekannt, so Globes weiter. Damals habe Adallom einen Einbruch in die Sicherheitsserver von Microsoft Office 365 entdeckt. Microsoft werde die Akquisition wahrscheinlich nutzen, um wie versprochen ein Cyber Security Center in Israel zu eröffnen. Adalloms Entwicklungszentrum befinde sich nordöstlich von Tel Aviv in Ramat HaHayal.

Redmond hat schon mehrere israelische Firmen akquiriert. Im November 2014 gab es beispielsweise 200 Millionen Dollar für den Cloud-Security-Spezialisten Aorato aus. Denselben Betrag zahlte es im Januar für den Machine-Learning-Anbieter Equivio. 30 Millionen Dollar ließ sich Microsoft im Mai schließlich die Stifttechnik von N-Trig kosten, die es in seinen Surface-Produkten verwendet.

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