Mark Zuckerberg erklärt Facebooks KI-Forschung

Das Ziel sind Systeme, die besser sehen und hören als Menschen. Facebook will Bilder und Filme komplett nach Inhalt und Kontext erfassen. Auch strebt es langfristig an, jede Frage in natürlicher Sprache zu verstehen.

Facebook-CEO Mark Zuckerberg hat in einer Frage-und-Antwort-Session mit Facebook-Nutzern erklärt, warum Facebook gleich drei Forschungslabore zu Künstlicher Intelligenz (KI) unterhält und wie es die von ihnen entwickelten Techniken einsetze möchte. Darauf hat TechCrunch hingewiesen.

Facebook-CEO Mark Zuckerberg (Bild: James Martin / CNET)Facebook-CEO Mark Zuckerberg (Bild: James Martin / CNET)„Der Großteil unserer KI-Forschung dient dazu, die Bedeutung dessen zu erfassen, was die Menschen miteinander teilen. Wenn Sie ein Foto eines Hundes machen oder einen Beitrag über Politik schreiben, sollten wir das verstehen, um diesen Beitrag zu zeigen und sie mit denen in Verbindung zu bringen, die Hunde und Politik mögen“, schrieb der Facebook-Chef.

Um diese Aufgabe wirklich gut zu bewerkstelligen, strebe man KI-Systeme an, die sich primärer Sinne wie Sehen und Hören besser bedienen können als Menschen. Was das Sehen angehe, erstelle man also Systeme, die alles identifizieren können, was sich in einem Bild oder Video findet: „einschließlich Personen, Objekten, Landschaften und so weiter. Diese Systeme müssen den Kontext der Bilder und Videos genauso gut erfassen wie ihren eigentlichen Gegenstand.“

Im Bereich Hören und Sprachen konzentriere sich Facebook auf die Umwandlung von Sprache in Text und Übersetzungen von Texten zwischen Sprachen, führte Zuckerberg aus. Auch wolle man irgendwann in der Lage sein, jede Frage in natürlicher Sprache zu beantworten.

Die Frage war durch die Eröffnung eines weiteren Facebook-Forschungslabors in Paris im Juni aktuell geworden. Die Leitung der KI-Projekte hatte Facebook im Dezember 2013 Yann LeCun übertragen. LeCun lehrt parallel weiter an der New York University, mit deren Zentrum für Datenwissenschaften die „AI Group“ von Facebook kooperiert.

Erst vor einer Woche hatten LeCun und seine Mitarbeiter einen „experimentellen Algorithmus“ vorgestellt, der Personen auf Fotografien auch dann erkennt, wenn ihr Gesicht abgewandt ist. Stattdessen berücksichtigt er andere Merkmale wie Frisur, Kleidung, Körperumriss und Haltung. Schon heute kommt er angeblich auf etwa 83 Prozent Trefferquote.

Im Rahmen der Fragesession erklärte Zuckerberg auch die Zusammenarbeit mit Verlagen an Facebook Articles. Dazu sagte der CEO, Nachrichten seien offensichtlich wichtig – schließlich würden sie vielfach in Facebook „geteilt“. Das Problem nur: Sie seien so langsam. Man tippe auf ein Foto, und über eine Mobilfunkverbindung passiere erst einmal gar nichts. Instant Articles hingegen seien so schnell wie alles auf Facebook.

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