Enterprise-Chef Bill Veghte verlässt HP

Wie kürzlich sein Amtsvorgänger Dave Donatelli will er "eine neue Herausforderung annehmen". Anders als dieser war Veghte aber als wichtiges Führungsmitglied des kommenden HP Enterprise vorgesehen. Ihn ersetzt SVP Antonio Neri.

Hewlett-Packard muss im Vorfeld der Aufteilung auf zwei Firmen einen weiteren prominenten Abgang hinnehmen: Bill Veghte, Executive Vice President der Enterprise Group, „verlässt das Unternehmen im Lauf des Sommers, um eine neue Herausforderung anzunehmen.“

Bill Veghte (Bild: HP)Bill Veghte (Bild: HP)Dieses Jahr verlor HP schon zwei leitende Manager, nämlich Dave Donatelli und Scott Bradley. Beide waren im vergangenen Jahr von wichtigen Positionen aufs Abstellgleis geschoben worden: Bradley hatte die Abteilung für PCs und Drucker verantwortet, Donatelli war fürs Unternehmensgeschäft zuständig gewesen. Donatelli ist inzwischen bei Oracle fürs Hardwaregeschäft verantwortlich.

Der langjährige Microsoft-Veteran Veghte stieß 2010 zu HP und beerbte dort im vergangenen Jahr Donatelli als Enterprise-Chef. Zunächst war er aber kurze Zeit Chief Strategy Officer, länger dann Chief Operating Officer gewesen – und galt dabei stets als wichtiger Mitarbeiter von CEO Meg Whitman.

Als HP im Januar die Führungsteams seiner beiden künftigen Firmen vorstellte, war Veghte noch fest eingeplant. Eine Übersichtsseite stellte ihn als Executive Vice President und General Manager der Enterprise Group vor, die Server, Netzwerkausrüstung und andere IT-Hardware verkauft.

Als Nachfolger von Veghte benennt HP nun Antonio Neri, Senior Vice President der Enterprise Group. Außerdem wird Chris Hsu die Rolle des COO bei Hewlett-Packard Enterprise übernehmen und den Aufteilungsvorgang selbst beaufsichtigen.

Der Vorgang wird voraussichtlich Kosten von rund 1,50 Dollar je Aktie verursachen. Insgesamt veranschlagt HP für die Umorganisation etwa 2,7 Milliarden Dollar. Am Ende wird es ein Unternehmen für Geschäftskunden (Hewlett-Packard Enterprise) und eins für Drucker und PCs geben (HP Inc). Beide werden jeweils etwa die Hälfte des Umsatzes ausmachen und nach wie vor an der Börse gelistet sein. Von dieser Restrukturierung erhofft sich das HP-Management schnelleres Wachstum in den einzelnen Bereichen.

Diese Woche steht ein wichtiger Meilenstein an: HP wird konkrete Finanzziele für beide Firmen nennen. Der bisherigen Schätzung zufolge wird Hewlett-Packard Enterprise einen Jahresumsatz von 58,4 Milliarden Dollar sowie 6 Milliarden Dollar Gewinn vorweisen können. Für HP Inc wurden 57,2 Milliarden Dollar Umsatz und 5,4 Millairden Dollar Gewinn veranschlagt.

[mit Material von Natalie Gagliordi, ZDNet.com]

Themenseiten: Hewlett-Packard, IT-Jobs

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