Uber holt Googles früheren Maps-Chef

Brian McClendon kam 2004 mit Keyhole zu Google. Seine Software bildete die Grundlage für Google Earth. Bei Uber leitet er künftig das Forschungszentrum für selbstlenkende Autos und Mapping in Pittsburgh.

Uber hat Brian McClendon angestellt, einen in der Entwicklung tätigen bisherigen Vizepräsidenten von Google, der bis 2014 die Aufsicht über die „Geo“-Projekte Maps, Earth und Street View hatte. Das berichtet Recode, das auch eine Bestätigung von Uber erhalten hat, während Google keinen Kommentar abgeben wollte.

Uber-Logo (Bild: Uber)McClendon wird demnach das Advanced Technologies Center leiten, das Uber in Pittsburgh gegründet hat und für das es im Frühjahr zahlreiche Forscher seines Partners, dem Robotiklabor der Carnegie Mellon University, anwarb: Uber testet dort unter anderem selbstlenkende Autos. McClendons Büro soll sich allerdings in San Francisco befinden. Er wird an Ubers Chief Product Officer Jeff Holden berichten.

Zu Google war McClendon 2004 durch die Übernahme von Keyhole gekommen – einer von drei vor dem Start von Maps gekauften Firmen. Keyhole diente aber vor allem als Grundlage von Google Earth. Wie McClendon blieb auch Mitgründer John Hanke bei Google. 2010 erhielt er die Aufsicht über den internen Inkubator Niantic Labs.

Als Verantwortlicher für Maps, Earth und Street View war McClendon einer der wenigen Spitzenmanager bei Google, die weder den Rang eines Senior Vice President bekleideten noch zum inneren Kreis um CEO Larry Page gehörten. Im Oktober 2014 wurde er allerdings durch Jen Fitzpatrick ersetzt. Seither arbeitete McClendon an einem nicht öffentlich gemachten Spezialprojekt, das nichts mit Kartendiensten zu tun hat.

Jetzt kommentierte der Manager gegenüber Recode: „Es gibt nicht viele Orte, wo man die Chance hat, etwas so Wegweisendes wie Google Maps zu entwickeln, aber ich glaube, Uber steht eine unglaublich aufregende Zukunft bevor. Es kann die Lebensweise der Menschen verändern und ihre Lebensqualität verbessern.“

Für Uber scheint vor allem sein Karten-Hintergrund relevant. Im März hatte es den Kartendienst deCarta übernommen, um nicht allein von Kartendiensten anderer Firmen abhängig zu sein. Zusammen mit wechselnden Partnern soll es auch schon mehrere Gebote für Nokias Kartensparte Here abgegeben haben.

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Themenseiten: Auto & IT, GPS, Google, Uber

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