US-Händlerumfrage: Apple Pay könnte Ziele für 2015 verfehlen

Weniger als ein Viertel der führenden Ketten bietet Apples Bezahldienst schon an. Zwei Drittel der verbleibenden Händler rechnen 2015 nicht mit einer Einführung. CEO Tim Cook hatte bis Jahresende eine Verbreitung bei rund 50 Prozent der wichtigsten Händler anvisiert.

Weniger als ein Viertel der 100 führenden US-Handelsketten unterstützt derzeit Apple Pay. Das hat eine Umfrage von Reuters auf Basis eines Rankings der National Retail Federation ergeben. Apples Planungen widerspricht aber vor allem, dass zwei Drittel der verbleibenden Händler 2015 auch keine Einführung erwarten.

Apple-Pay-Logo (Bild: Apple)Ein wichtiger Grund für die Vorsicht der Händler sind konkurrierende Smartphone-Bezahldienste. So wird ein US-Angebot namens CurrentC im Jahresverlauf bei Walmart und 18 weiteren Handelsketten eingeführt werden. Aufgrund von Exklusivitätsabkommen können Händler, die auf dieses System setzen, nicht auch Apple Pay unterstützen.

Zusätzlich wurden nicht vorhandene Kundennachfrage und hohe Installationskosten als Gründe genannt. Außerdem könnten Händler nicht auf die Daten zugreifen, die Apple über den Kunden erhebt. Dies führten 28 Prozent der Teilnehmer als Grund für ihre Ablehnung an.

Reuters merkt an, dass es keine verlässlichen Zahlen zum Smartphone-Bezahlmarkt gibt, weil jeder Anbieter seine Ergebnisse für sich behalte. Analysten sind sich aber einig, dass es sich weiter um eine Nische handelt. Im Januar 2015 ergab eine Online-Umfrage von Verifone und Wakefield Research, dass etwa 4 Prozent aller Bezahltransaktionen in US-Läden per Smartphone durchgeführt wurden.

Apples Anteil an digitalen Bezahltransaktionen hatte im November 2014, also einen Monat nach dem Start, laut ITG schon ein Prozent betragen – gegenüber 4 Prozent für Google Wallet, den Vorgänger von Android Pay. Inzwischen dürfte sich Apple dramatisch gesteigert haben.

Apple-CEO Tim Cook hatte die Erwartung geäußert, dass Ende 2015 die Hälfte der führenden US-Händler sein Smartphone-Bezahlsystem unterstützen werden. Wohl mit Blick auf eine Einführung des Diensts auch in Europa und China proklamierte er: „2015 wird das Jahr von Apple Pay.

Aktuell hat Apple Pay auch positive Zahlen vorzuweisen. So wird es – weniger als ein Dreivierteljahr nach dem Start – an über 700.000 US-Standorten akzeptiert. Anlässlich der Eröffnung der WWDC heute Abend könnte es eine Aktualisierung dieser Zahlen geben.

[mit Material von Kevin Tofel, ZDNet.com]

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Florian Kalenda
Autor: Florian Kalenda
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4 Kommentare zu US-Händlerumfrage: Apple Pay könnte Ziele für 2015 verfehlen

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  • Am 9. Juni 2015 um 0:16 von Judas Ischias

    Mag sein, dass ich jetzt unbedingt schlafen sollte und mich deshalb nicht mehr so gut erinnern kann?
    Aber waren hier nicht ein paar Appler unterwegs, die in den höchsten Tönen von Apple Pay geschwärmt haben und wie gewaltig da was mit Apple Pay in Gang kommen wird?
    Da scheinen wohl auch die vor ein paar Tagen angekündigten Bonuszahlungen nix zu helfen. ;)
    Obwohl diese nach meiner Ansicht doch gar nicht nötig sind, denn Apple Pay ist doch so hervorragend.
    Nur komisch, dass die Geschäfte, bzw. die Kunden, da überhaupt nichts von wissen wollen, und das in den USA!
    Wie schlecht wird es dann erst hier in Deutschland laufen?
    Was ist @PeerH, Du bist doch der Appleexperte?
    Zumindest wenn es um Schönreden geht. ;))

    • Am 9. Juni 2015 um 10:17 von PeerH

      Tja: ich zitiere mal:
      „könnte … verfehlen“
      „Reuters merkt an, dass es keine verlässlichen Zahlen zum Smartphone-Bezahlmarkt gibt,“

      Und: zwei Drittel wollen DERZEIT / in 2015 Apple Pay nicht einführen. Aber ein Viertel Apple Pay will einführen. Google hat Wallet vier Jahre angeboten, und wie viele haben das eingeführt? ;-)

      Nun hat Google Wallet in Pay umbenannt – ein Ergebnis des Apple Erfolges, ein Schelm, der dabei Böses denkt. ;-)

      Manche sehen eben das halbleere Glas und machen eine Story daraus, manche sehen das schon ein Viertel gefüllte Glas. Alles eine Frage der Interpretation und Einstellung. Googles Wallet entspräche zumindest einem nahezu leeren Glas. Bei der I/O wurde Wallet nicht genannt (= Flop), aber als ’neues Produkt‘ Google Pay mit Trara angekündigt. Na, huch? ;-)

      Du trötest die Schadenfreude Tröte also vielleicht etwas verfrüht. ;-)

      Ansonsten: „CurrentC – Aufgrund von Exklusivitätsabkommen können Händler, die auf dieses System setzen, nicht auch Apple Pay unterstützen.“

      Findest Du das richtig? Wahrscheinlich schon, da es gegen Apple und andere neue Anbieter geht. Tja, was sollst Du machen, Du kannst ja nicht Deine Meinung ändern, gell? ;-)

      • Am 9. Juni 2015 um 12:21 von hicks

        2 anmerkungen an den dauertexter peerh:
        1. redest du von 2 verschiedenen gläsern? wenn einer n halb leeres sieht, der andere ein viertel volles, stimmt da iwas nicht. wenn ich dir das erklären muss, dann frag mal nach.
        2. du erwartest von leuten eine fähigkeit, ihre meinung zu ändern? wirklich?

        google wallet oder google pay .. . auch eine sache, wo sich nur ein vernarrter apfel dran aufziehen kann :D

        • Am 9. Juni 2015 um 21:47 von PeerH

          Zum leeren Google Wallet Glas fällt Dir nichts ein (wie z.B. ‚Flop‘?), was ja klar ist – leicht variierte Gleichnisse verstehst Du ja auch nicht. ;-)

          Und dass CurrentC Knebelverträge abschließt stört Dich auch nicht, kein Wort dazu. Vielleicht erinnert Dich das ja an Googles Android (TM) Verträge und Du findest diese auch ‚toll‘? ;-)

          Sorry, aber Deine Kommentare sind einfach nur polemischer Unsinn. Selbes Kaliber wie die JI Kommentare, aber weniger hasserfüllt als die von ‚C’hris, der seit drei Jahren seinen persönlichen Kreuzzug gegen Apple hier abhält. Namenswechsel hin oder her – man erkennt ihn doch. ;-)

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