Windows 10 ab Juli verfügbar: So funktioniert die Installation

von Thomas Joos am , 17:21 Uhr

Mit Windows 10 geht Microsoft komplett andere Wege in Sachen Installation und Lizenzierung. Erstmalig ist ein Update nicht nur mit der direkten Vorversion möglich, sondern auch mit älteren Windows-Varianten. Der folgende Beitrag skizziert Upgrade-Möglichkeiten und bietet Tipps und Tricks zur Installation von Windows 10.

Mit Windows 10 [1] geht Microsoft [2] komplett andere Wege in Sachen  Installation und Lizenzierung. Erstmalig ist ein Update nicht nur mit der direkten Vorversion möglich, sondern auch mit älteren Windows-Varianten möglich. Außerdem wird Windows 10 für Nutzer von Windows 7 und Windows 8.1 kostenlos zur Verfügung gestellt [3], allerdings nur für einen begrenzten Zeitraum von einem Jahr ab Erscheinungstermin. Diesen hat Microsoft offiziell mit dem 29. Juli 2015 bekanntgegeben [4]. Demnach ist ein kostenloses Update bis zum 29. Juli 2016 möglich.

Die Verkaufsversionen sollen erst Ende August erscheinen. Die Preise dafür hat ein US-Händler verraten. Demnach kostet Windows 10 Home circa 110 US-Dollar, die Professional-Edition kommt auf etwa 150 US-Dollar. Wann Microsoft die Aktualisierung über Windows-Update zur Verfügung stellt, ist derzeit noch nicht klar. In Planung sind auch spezielle Angebote für Anwender mit Windows XP. Diese werden Windows 10 zwar nicht kostenlos erhalten, dafür deutlich günstiger. Angeblich soll ein Update nur 40 Dollar kosten. [5]

Windows-10-Installationsfortschritt (Screenshot: Thomas Joos) [6]Windows 10 erlaubt die direkte Aktualisierung von Windows 7 SP1 und Windows 8 [7].1. Dazu kommt, dass die Daten der Vorgängerversion sowie der größte Teil der Einstellungen übernommen werden können. Wer eine Vorabversion von Windows 10 einsetzt, kann diese ebenfalls zur offiziellen Version aktualisieren.

Windows 7 Enterprise, Windows 8/8.1 Enterprise und Windows RT/RT 8.1 lassen sich nicht kostenlos auf Windows 10 aktualisieren [8]. Aktive Software Assurance-Kunden in der Volumenlizenzierung dürfen natürlich auf Windows 10 Enterprise-Angebote aktualisieren.

Mindestvoraussetzungen beachten

Windows 10 benötigt wie alle Windows-Versionen, gewisse Voraussetzungen, damit sich das System überhaupt installieren lässt. Microsoft erlaubt die Installation ab einer Bildschirmgröße von 8 Zoll mit einer Auflösung von 1024 x 600 Pixeln. Das ist vor allem für Tablet-Benutzer wichtig. Windows 10 Mobile lässt sich nur auf Geräten mit einer Diagonalen von maximal 7,99 Zoll installieren. Darüber hinaus muss eine Desktop-Edition von Windows 10 verwendet werden. Außerdem sollte beim Einsatz von UEFI mindestens die Version 2.3.1 zum Einsatz kommen und zwar mit aktiviertem Secure Boot.

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Die Installation von Windows 10 32-Bit benötigt mindestens 1 GByte RAM. Die 64-Bit-Version verlangt mindestens 2 GByte. Wer Windows 10 Mobile auf einem Smartphone installiert, muss mindestens 512 MByte Arbeitsspeicher zur Verfügung haben. Als freien Festplattenplatz benötigen Anwender mindestens 16 GByte (32 Bit) oder 20 GByte (64 Bit). Die Grafikkarte muss mindestens DirectX 9 beherrschen.

Kostenloses Exemplar von Windows 10 bereits jetzt sichern

Aktualisieren Anwender ihre Rechner regelmäßig über Windows-Update, erhalten diese in den nächsten Tagen/Wochen in der Taskleiste den Hinweis auf eine vorhandene Software-Aktualisierung. Dafür sorgt das Windows-Update KB3035583 [10].

Nach der Installation von Updates, erscheint in Windows 7/8/8.1 der Hinweis auf eine verfügbare Aktualisierung (Screenshot: Thomas Joos). [11]Nach der Installation von Updates, erscheint in Windows 7/8/8.1 der Hinweis auf eine verfügbare Aktualisierung (Screenshot: Thomas Joos).

Rufen Anwender das Icon zur Aktualisierung auf, erscheint ein Hinweisfenster, in dem sich Anwender für Windows 10 registrieren können.

In Windows 7/8/8.1 erscheint eine Meldung über die Anwender sich ihr kostenloses Windows 10-Exemplar reservieren können (Screenshot: Thomas Joos). [12]In Windows 7 Sp1 und 8.1 erscheint eine Meldung über die Anwender sich ihr kostenloses Windows 10-Exemplar reservieren können (Screenshot: Thomas Joos).

Allerdings muss hier auch beachtet werden, dass ein Wechsel der Bit-Version des Betriebssystems nicht möglich ist. Windows 7 SP1 und 8.1 als 32-Bit-System, lassen sich auch nur zur 32-Bit-Version von Windows 10 aktualisieren. Sobald Windows 10 zur Verfügung steht, werden Anwender darüber informiert und können ihren Rechner aktualisieren. Der Aktualisierungsvorgang wird nicht automatisch durchgeführt. Natürlich lassen sich Windows 7 SP1 und 8.1 auch mit herkömmlichen Installationsdatenträgern auf Windows 10 aktualisieren.

Der Vorgang muss auf allen Geräten durchgeführt werden, da die Reservierung des PCs auf das entsprechende Gerät gebunden ist.

Diese Editionen erhalten Anwender bei der Aktualisierung zu Windows 10

Welche Edition Anwender bei der Aktualisierung zu Windows 10 erhalten, hängt natürlich von der installierten Version des Betriebssystems ab. Bevor Anwender von Windows 7 zu Windows 10 aktualisieren, muss mindestens das SP1 für Windows 7 installiert sein, ideal ist die Aktualisierung des Rechners auf den möglichst aktuellen Stand. Der Rechner sollte vor der Aktualisierung bereinigt werden. Das heißt, alle nicht kompatiblen Programme sollten möglichst entfernt werden. Wer von Windows 8 aktualisiert, muss zuvor die neuste Version Windows 8.1 Update installieren.

Anwender, die Windows 7 Starter, Home Basic und Home Premium einsetzen, erhalten Windows 10 Home als kostenlose Lizenz. Wer auf Windows 7 Professional und Ultimate setzt, kann auf Windows 10 Pro aktualisieren.  Windows 8.1 wird zu Windows 10 Home aktualisiert, die Editionen Windows 8.1 Pro und Pro für Studenten lassen sich auf Windows 10 Pro aktualisieren. Smartphones mit Windows Phone [13] 8.1 werden zu Windows 10 Mobile aktualisiert.

Windows-10-Update (Screenshot: ZDNet.de) [14]

Neu-Installation durchführen und Installationsdatenträger erstellen

Gegenüber einem Update über eine bestehende Windows-Version bevorzugen viele Anwender, das Betriebssystem neu aufzusetzen. Etwaige Altlasten werden dadurch nicht mitgeschleppt. Wer diesen Weg des Upgrades einschlagen möchte, benötigte eine ISO-Datei von Windows 10, mit der man ein bootfähiges Installationsmedium etwa einen USB-Stick erstellt. Da nicht davon auszugehen ist, dass Microsoft zum Starttermin von Windows 10 am 29. Juli bereits eine ISO als Download anbietet, muss man sich eines Tricks behelfen.

Wenn Anwender zum Beispiel einen Rechner von Windows 7 auf Windows 10 über Windows-Update aktualisiert haben, existiert auf dem Rechner höchstwahrscheinlich ein Verzeichnis C:\RecoveryImage oder C:\$Windows.~BT mit der Datei install.esd. Das Verzeichnis ist versteckt und die install.esd kann sich auch in einem Unterverzeichnis wie sources befinden. So wird das derzeit mit den verschiedenen Vorabversionen von Windows 10 durchgeführt, und es ist zu erwarten, dass Microsoft diesen Weg auch für die Aktualisierung anderer Systeme wählt.

Die ESD-Datei lässt sich zu einer ISO umwandeln, mit der eine Neuinstallation von Windows 10 möglich ist. Eine Anleitung [15] dazu ist an verschiedenen Stellen zu finden. Das Ganze funktioniert auch für die Aktualisierung zu neueren Build-Nummern der Vorabversionen von Windows 10. Alternativ verwenden Anwender das Tool ESD Decrypter [16]. Dieses wird in das Verzeichnis entpackt, indem sich die Datei install.esd befindet. Danach wird die Datei decrypt.cmd gestartet. Anwender müssen sich dazu aber in einer Befehlszeile mit administrativen Rechten befinden. Über den Menüpunkt 3 wird aus der ESD-Datei eine ISO-Datei erstellt. Damit wiederum erstellt man einen startfähigen USB-Stick [17], mit dem man Windows 10 schnell und einfach installieren kann.

Produktschlüssel auslesen und sauberen Windows-Installationsdatenträger für Windows herunterladen

Wer einen eigenen Installationsdatenträger erstellt und den Product Key des auf dem PC installierten Windows nicht kennt, kann diesen schnell und einfach auslesen. Mit der Freeware ProduKey [18] können Anwender durch einfachen Start, also ohne Installation, die Product-ID und den Product-Key für installierte Office [19]-Editionen und Windows auslesen und anzeigen. Microsoft hat Kunden beim Upgrade auf Windows 7 mit dem kostenlosen Windows 8 Setup-Tool [20] unterstützt. Wenn Anwender über einen gültigen Produktschlüssel für Windows 8/8.1 verfügen, lädt das Tool die Installationsdateien herunter und Anwender können sich einen bootfähigen USB-Stick (oder eine ISO-Datei) erstellen. Es ist zu erwarten, dass es für Windows 10 einen ähnlichen Dienst geben wird, Windows 7/8/8.1 zu Windows 10 aktualisieren.

Da Windows 7 derzeit mehr Verbreitung hat als Windows 8/8.1, werden sicherlich viele Anwender von der Vorversion von Windows 8 direkt zu Windows 10 aktualisieren. Bevor man aber Windows 7 zu Windows 10 aktualisiert, sollte eine Systemabbildsicherung erstellt werden. Der Vorteil dabei ist, dass bei Problemen schnell und einfach das alte Windows 7-System über einen Rettungsdatenträger wiederhergestellt werden kann. Das gleiche gilt natürlich bei der Aktualisierung von Windows 8/8.1. Hier sollten Administratoren möglichst vorher die neuste Version Windows 8.1 Update installieren.

Mit dem kostenlosen Tool Disk2vhd [21] von Sysinternals können Anwender physische Festplatten in eine VHD(x)-Datei sichern und diese später zur Wiederherstellung von Daten nutzen, wenn bei der Aktualisierung etwas schief geht. Die VHD(x)-Datei können Anwender später auch in Windows 10 als Festplatte einbinden um Daten wiederherzustellen. Dazu wird der Festplatten-Manager mit diskmgmt.msc verwendet. Hier lassen sich virtuelle Festplatte im Explorer anbinden.

Systemabbild-Sicherung in Windows 7/8/8.1erstellen

Rufen Anwender in Windows 7 die Systemsteuerung auf und klicken auf System und Sicherheit/Sichern und wiederherstellen, steht im linken Bereich die Option Systemabbild erstellen zur Verfügung. In Windows 8.1 ist der Link am schnellsten über den Dateiversionsverlauf in der Systemsteuerung zu finden.

Anschließend startet der Assistent zur Erstellung eines Systemabbildes. Hier wählen Anwender aus, wo Windows die Daten des PCs speichern soll. Am besten wird an dieser Stelle eine externe Festplatte verwendet. Außerdem muss darauf geachtet werden, dass genügend Festplattenplatz zur Verfügung steht.

Das Erstellen einer Systemabbildsicherung in Windows 7/8.1 sollte vor der Aktualisierung zu Windows durchgeführt werden (Screenshot:Thomas Joos). [22]Das Erstellen einer Systemabbildsicherung in Windows 7/8.1 sollte vor der Aktualisierung zu Windows durchgeführt werden (Screenshot: Thomas Joos).

Anwender können ein solches Abbild entweder über eine Windows 7/8.1-Installations-DVD wiederherstellen, indem die Computerreparaturoptionen ausgewählt und dann die Wiederherstellung eines Systemabbildes gestartet wird. Alternativ wird ein Systemreparaturdatenträger (recoverydrive.exe) erstellt. Wird mit diesem gebootet, können Anwender auf das Image der externen Platte zugreifen und dieses auf den PC zurücksichern. Diese Funktion gibt es auch in Windows 10.

Aktualisierung zu Windows 10 durchführen

Starten Anwender Windows 7 oder Windows 8.1 und legen den Windows-10-Datenträger in das Laufwerk, lässt sich das System im laufenden Zustand aktualisieren. Startet die Installation nicht automatisch, muss auf setup.exe geklickt werden, um die Installation zu starten. In den meisten Fällen startet die Installation automatisch, wenn das DVD-Laufwerk im Explorer angeklickt wird. Das Bestätigen der Meldung der Benutzerkontensteuerung ist in vielen Fällen ebenfalls notwendig.

Erscheint die Abfrage des Product Keys für die Installation, muss die Seriennummer eingegeben werden. Im unteren Feld erhalten Anwender nach wenigen Sekunden den Hinweis, dass der Installations-Assistent den Schlüssel verifiziert hat. Im nächsten Schritt müssen die Lizenzbedingungen bestätigt werden. Danach erscheint ein Fenster, in dem Anwender auswählen können, welche Daten sie übernehmen wollen.

Auswählen der Dateien die bei der Aktualisierung erhalten bleiben sollen (Screenshot: Thomas Joos) [23]Auswählen der Dateien die bei der Aktualisierung erhalten bleiben sollen (Screenshot: Thomas Joos)

Nach einigen Tests erscheint ein Hinweis, dass das System bereit für die Installation von Windows 10 ist. Durch einen auf Installieren beginnt der Assistent mit der eigentlichen Installation. Wird auf Auswahl ändern geklickt, gelangen Anwender im Assistent noch mal auf die Seite zur Auswahl der zu übernehmenden Daten.

Nach der Installation startet der Einrichtungs-Assistent von Windows 10, genauso wie bei einer Neuinstallation. Ändern Anwender bei einer Aktualisierung zu Windows 10 den Anmeldetyp zu einem Microsoft-Konto ab, übernimmt der Assistent alle Einstellungen und Daten des alten Profils. Hier müssen nachträglich keine Einstellungen vorgenommen werden.

Am schnellsten und einfachsten lässt sich die Installation und Aktualisierung von Windows 10 durchführen, wenn Anwender einen USB-Stick erstellen. Mit diesem lässt sich Windows 10 auch auf PCs installieren, auf denen kein DVD-Laufwerk verfügbar ist. Anwender können mit dem Diskpart-Befehl von Windows 7/8.1 auch USB-Sticks für Windows 10 erstellen.

HIGHLIGHT

Windows 10: bootfähigen USB-Stick erstellen [17]

Mit einem startfähigen USB-Stick können Anwender Windows 10 frisch auf einem Rechner installieren. Dadurch entsorgt man alten Ballast und spart ein paar GByte Speicherplatz. Für einen UEFI-Rechner muss man einen startbaren USB-Stick mit FAT32 anfertigen.

Um einen USB-Stick für die Installation von Windows 8.1 anzufertigen, benötigen Anwender zunächst die Installationsdateien in entpackter Form als ISO-Datei oder als DVD-Laufwerk. Anschließend wird der Stick mit einem Windows-PC verbunden. Die Installationsdateien belegen etwa einen Platz von 3,5 GB:

  1. Starten Sie eine Eingabeaufforderung über das Kontextmenü im Administratormodus.
  2. Geben Sie diskpart ein.
  3. Geben Sie list disk ein.
  4. Geben Sie den Befehl select disk <Nummer des USB-Sticks aus list disk> ein. Sie erkennen den Stick an dessen Größe.
  5. Geben Sie clean ein.
  6. Geben Sie create partition primary ein.
  7. Geben Sie active ein, um die Partition zu aktivieren. Dies ist für den Bootvorgang notwendig, denn nur so kann der USB-Stick booten.
  8. Formatieren Sie den Datenträger mit format fs=fat32 quick.
  9. Geben Sie den Befehl assign ein, um dem Gerät im Explorer einen Laufwerksbuchstaben zuzuordnen,
  10. Beenden Sie Diskpart mit exit.
  11. Kopieren Sie den kompletten Inhalt der Windows 10-DVD bzw. ISO-Datei in den Stammordner des USB-Sticks.
  12. Booten Sie einen PC mit diesem Stick, startet die Windows 10-Installation. Das funktioniert auch problemlos auf Netbooks und Tablet-PCs.

Microsoft stellt ein Freeware-Tool zur Verfügung, mit dem Anwender aus einer ISO-Datei ebenfalls einen bootfähigen USB-Stick erstellen können. Das kostenlose Windows USB/DVD Download Tool [24] kann Windows-10-ISO-Dateien auslesen und einen bootfähigen USB-Stick erstellen, ohne dass Anwender Diskpart verwenden müssen.

USB-Download-Tool (Screenshot: ZDNet.de) [25]

Partition kann auf SSD während der Installation nicht angelegt werden

In manchen Fällen kann es passieren, dass Windows 10 während einer Neuinstallation keine Partition anlegen kann. Dies passiert vor allem bei neuen Festplatten. In diesem Fall sollte überprüft werden, ob im BIOS/UEFI des Rechners die eingebaute Festplatte in der Bootreihenfolge ganz oben steht.

Außerdem sollten alle SD-Karten, USB-Sticks und externen Datenträger vom Rechner entfernt werden. Starten Anwender den Rechner danach neu, lässt sich die Partition normalerweise neu erstellen. Im BIOS/UEFI muss auch darauf geachtet werden dass eine eventuell im System vorhandene SSD-Festplatte als erstes Bootmedium eingetragen ist. Dies muss teilweise an mehreren Stellen erfolgen. Auf Dell-PCs müssen Anwender zum Beispiel noch einstellen, dass der Rechner von der internen Festplatte booten soll und in einer weiteren Einstellung, von welcher internen Festplatte.

Wenn Anwender Windows 10 auf einer SSD installieren, kann es passieren, dass der Rechner nicht auf das SSD-Laufwerk zugreifen kann. Auch hier ist das Problem ähnlich gelagert. In jedem Fall hilft es, alle externen Datenträger zu entfernen. Wenn das nicht hilft, öffnen Anwender den Rechner und ziehen vorübergehend die Kabel aller anderen Datenträger ab. Wird dann die SSD noch immer nicht erkannt, liegt es nicht an dieser Problematik. Eventuell sollten Anwender dann das SSD-Laufwerk in einem anderen System prüfen, um auszuschließen dass das Laufwerk eventuell defekt ist.

Aktualisieren Anwender eine bestehende Installation zu Windows 10, kann es ebenfalls zu Problemen kommen. Hier hilft unter Umständen ein Blick in die Datei WindowsUpgrade.log im Windows-Ordner des Rechners.

Windows 10 aktivieren

Auch wenn Microsoft Windows 10 für Vorabversionen kostenlos zur Verfügung steht, muss das Betriebssystem über das Internet aktiviert werden. Den Stand der Aktivierung sehen Anwender in den Eigenschaften von Dieser PC in Windows 10.

Die Aktivierung des Betriebssystems kann im Explorer überprüft werden (Screenshot: Thomas Joos). [26]Die Aktivierung des Betriebssystems kann im Explorer überprüft werden (Screenshot: Thomas Joos).

In diesem Fenster lässt sich unten über den Link Product Key ändern ein neuer Product Key eingeben um Windows zu aktivieren. Alternativ steht unter Windows 10 eine Aktivierugsmöglichkeit auch unter Einstellungen – Sicherheit – Aktivierung zur Verfügung.

Windows-10-Aktivierung (Screenshot: ZDNet.de) [27]

Es besteht auch die Möglichkeit im Startmenü nach dem Tool slui suchen, um die Verwaltung der Aktivierung zu starten und weitere Funktionen zu erwerben und zu aktivieren. Der Befehl kann auch im Cortana-Suchfeld eingegeben werden.

Über den Befehl slui 3 wird ein Dialogfeld geöffnet, um einen neuen Produktschlüssel einzugeben. Das Tool wird über die Suchfunktion der Startseite mit Administratorrechten über das Kontextmenü gestartet. Der Befehl slui 4 öffnet die Auswahl der Aktivierungshotlines.

Wollen Anwender sich die aktuelle Windows 10-Edition anzeigen lassen, geht das am besten in einer Befehlszeile mit Administratorrechten und dem Befehl DISM /Online /Get-CurrentEdition. Soll angezeigt werden zu welchen Editionen sich die installierte Version aktualisieren lässt, verwenden Anwender den Befehl DISM /Online /Get-TargetEditions.

In der Befehlszeile lassen sich installierte Edition und mögliche Aktualisierungs-Editionen anzeigen [28]In der Befehlszeile lassen sich installierte Edition und mögliche Aktualisierungs-Editionen anzeigen

Für die Verwaltung und die Abfrage von Lizenzinformationen auf Windows 10-PCs, stellt Microsoft das Skript slmgr.vbs zur Verfügung, welches über die Eingabeaufforderung gestartet wird. Das Tool kennt verschiedene Optionen:

/ato — Windows online aktivieren.

/dli — Zeigt die aktuellen Lizenzinformationen an.

/dlv — Zeigt noch mehr Lizenzdetails an.

/dlv all — Zeigt detaillierte Infos für alle installierten Lizenzen.

Möchten Anwender den Status der Aktivierung von Windows 10 anzeigen, geben sie in der Eingabeaufforderung den Befehl slmgr.vbs /dli ein.

Anwender können den Product Key einer Windows 10-Installation anpassen. Dazu wird ebenfalls eine Eingabeaufforderung mit administrativen Rechten benötigt:

  1. Geben Sie zum Löschen des alten Product Key in der Eingabeaufforderung den Befehl slmgr /upk ein. Zwar ersetzen die nächsten Punkte den vorhandenen Product Key. Allerdings funktioniert das nicht immer, wenn nicht zuvor die alte Nummer gelöscht wurde.
  2. Bestätigen Sie das Löschen.
  3. Den neuen Product Key geben Sie mit slmgr /ipk xxxxx-xxxxx-xxxxx-xxxxx-xxxxx ein.
  4. Mit slmgr /ato aktivieren Sie Windows.

Artikel von ZDNet.de: http://www.zdnet.de

URL zum Artikel: http://www.zdnet.de/88236336/windows-10-ab-juli-verfuegbar-so-funktioniert-die-installation/

URLs in this post:

[1] Windows 10: http://www.zdnet.de/themen/windows-10/

[2] Microsoft: http://www.zdnet.de/unternehmen/microsoft/

[3] Außerdem wird Windows 10 für Nutzer von Windows 7 und Windows 8.1 kostenlos zur Verfügung gestellt: http://www.zdnet.de/88234536/windows-10-fuer-insider-nicht-kostenlos/

[4] Diesen hat Microsoft offiziell mit dem 29. Juli 2015 bekanntgegeben: http://www.zdnet.de/88236292/windows-10-ab-29-juli-als-upgrade-verfuegbar/

[5] Angeblich soll ein Update nur 40 Dollar kosten.: http://www.zdnet.de/88235104/bericht-upgrade-von-windows-xp-auf-windows-10-kostet-angeblich-40-dollar/

[6] Image: http://www.zdnet.de/wp-content/uploads/2015/06/Windows-10-Installationsfortschritt.jpg

[7] Windows 8: http://www.zdnet.de/themen/windows-8/

[8] Windows 7 Enterprise, Windows 8/8.1 Enterprise und Windows RT/RT 8.1 lassen sich nicht kostenlos auf Windows 10 aktualisieren: http://www.zdnet.de/88217719/microsoft-bestaetigt-upgrade-auf-windows-10-fuer-enterprise-nutzer-nicht-kostenlos/

[9] Kostenloses Live-Webinar: Rechtzeitig compliant!: http://asn.advolution.de/0001531c5F0012696/?rnd=[cachebuster]

[10] Windows-Update KB3035583: https://support.microsoft.com/de-de/kb/3035583

[11] Image: http://www.zdnet.de/wp-content/uploads/2015/06/win-01-e1433162410664.jpg

[12] Image: http://www.zdnet.de/wp-content/uploads/2015/06/win-02.jpg

[13] Windows Phone: http://www.zdnet.de/themen/windows-phone/

[14] Image: http://www.zdnet.de/wp-content/uploads/2015/06/windows-10-update.jpg

[15] Anleitung: http://www.deploymentresearch.com/Research/tabid/62/EntryId/197/How-to-create-a-Windows-10-Enterprise-build-9860-ISO.aspx

[16] ESD Decrypter: http://downloads.netmediaeurope.de/76609/esd-decrypter/

[17] startfähigen USB-Stick: http://www.zdnet.de/88239479/windows-10-bootfaehigen-usb-stick-erstellen/

[18] ProduKey: http://www.nirsoft.net/utils/product_cd_key_viewer.html#DownloadLinks

[19] Office: http://www.zdnet.de/themen/office-2013/

[20] Windows 8 Setup-Tool: http://windows.microsoft.com/de-de/windows-8/upgrade-product-key-only

[21] Disk2vhd: https://technet.microsoft.com/de-de/library/ee656415.aspx

[22] Image: http://www.zdnet.de/wp-content/uploads/2015/06/win-04.jpg

[23] Image: http://www.zdnet.de/wp-content/uploads/2015/06/win-03.jpg

[24] Windows USB/DVD Download Tool: http://downloads.netmediaeurope.de/3831/windows-7-usbdvd-download-tool-de5xhy/

[25] Image: http://www.zdnet.de/wp-content/uploads/2015/06/USB-Download-tool.jpg

[26] Image: http://www.zdnet.de/wp-content/uploads/2015/06/win-05-e1433162678285.jpg

[27] Image: http://www.zdnet.de/wp-content/uploads/2015/06/Windows-10-Aktivierung.jpg

[28] Image: http://www.zdnet.de/wp-content/uploads/2015/06/win-06-e1433162705663.jpg

[29] Windows 10: Die neuen Apps im produktiven Einsatz: http://www.zdnet.de/88241892/windows-10-die-neuen-apps-im-produktiven-einsatz/

[30] Microsoft-Tool blockiert unerwünschte Windows-10-Updates: http://www.zdnet.de/88241833/microsoft-tool-blockiert-unerwuenschte-windows-10-updates/

[31] Windows 10 im Tablet-Modus: Gestensteuerung optimal einsetzen: http://www.zdnet.de/88241128/windows-10-im-tablet-modus-gestensteuerung-optimal-einsetzen/

[32] Windows 10: produktiver arbeiten, Kosten sparen, Sicherheit erhöhen: http://Windows%2010:%20produktiver%20arbeiten,%20Kosten%20sparen,%20Sicherheit%20erh%C3%B6hen

[33] Effizienter arbeiten mit Tastenkombinationen: http://www.zdnet.de/88240597/windows-10-effizienter-arbeiten-mit-tastenkombinationen/

[34] Windows 10: Tipps und Tricks zum neuen Microsoft-Browser Edge: http://www.zdnet.de/88239901/windows-10-tipps-und-tricks-zum-neuen-microsoft-browser-edge/

[35] Windows-Update for Business – Die neuen Verfahren für Aktualisierungen in Windows 10: http://www.zdnet.de/88238467/windows-update-for-business-die-neue-verfahren-fuer-aktualisierungen-in-windows-10/

[36] Windows 10 Build 10147: Microsoft poliert an der Oberfläche: http://www.zdnet.de/88238404/windows-10-build-10147-microsoft-poliert-an-der-oberflaeche/

[37] Bereitstellung von Windows 10 in Unternehmen: http://www.zdnet.de/88237809/bereitstellung-von-windows-10-in-unternehmen-mdt-2013-update-1-und-adk/

[38] Was bringt Windows 10 für Unternehmen?: http://www.zdnet.de/88216365/was-bringt-windows-10-fuer-unternehmen/

[39] Windows 10: Chancen für Entwickler: http://www.zdnet.de/88237388/windows-10-chancen-fuer-entwickler/

[40] Windows 10 ab Juli verfügbar: So funktioniert die Installation: http://www.zdnet.de/88236336/windows-10-ab-juli-verfuegbar-so-funktioniert-die-installation/

[41] Windows Server 2016 Technical Preview 2 – Die Neuerungen im Überblick: http://www.zdnet.de/88234479/windows-server-2016-technical-preview-2-die-neuerungen-im-ueberblick/

[42] Windows 10: Neuinstallation auf Surface Pro 3: http://www.zdnet.de/88236951/windows-10-neuinstallation-auf-surface-pro-3/

[43] Windows 10: Spartan im Leistungscheck: http://www.zdnet.de/88230738/windows-10-spartan-im-leistungscheck/

[44] Windows 10: Spartan ausprobiert: http://www.zdnet.de/88230448/windows-10-spartan-browser-ausprobiert/