Lenovo verzeichnet 37-prozentigen Gewinneinbruch trotz Umsatzanstieg

Im vierten Fiskalquartal verbucht es einen Nettogewinn von 100 Millionen Dollar. Die Einnahmen steigen vor allem dank des gut laufenden PC-Geschäfts um 21 Prozent auf 11,3 Milliarden Dollar. Für das Gesamtjahr meldet Lenovo einen Rekordumsatz von 46,3 Milliarden Dollar.

Lenovo hat seine Bilanz für das vierte Quartal und das Gesamtgeschäftsjahr 2014/15 vorgelegt. Dank des gut laufenden PC-Geschäfts verzeichnete der chinesische Hersteller im Schlussquartal einen Umsatzanstieg von 21 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs. Sein Nettogewinn brach hingegen um fast 37 Prozent ein. Dennoch konnte Lenovo hinsichtlich beider Kennzahlen die Erwartungen der Analysten übertreffen.

Lenovo-Logo (Bild: Lenovo)Im abgelaufenen Fiskalquartal (bis 31. März) belief sich der Nettogewinn auf 100 Millionen Dollar, nach 158 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Von Bloomberg befragte Analysten hatten mit 91,6 Millionen Dollar gerechnet. Für das Gesamtjahr stehen unterm Strich 829 Millionen Dollar. Hier waren Analysten laut Thomson Reuters von 857 Millionen Dollar ausgegangen.

Insgesamt setzte Lenovo im vierten Quartal 11,3 Milliarden Dollar um. Für das Gesamtjahr meldet es sogar Rekordeinnahmen von 46,3 Milliarden Dollar. Das entspricht im Jahresvergleich einem Anstieg um 20 Prozent.

Erst zum zweiten Mal weist Lenovo vollständig Zahlen für Motorola Mobility und IBMs x86-Server-Geschäft aus. Die Übernahme beider Sparten hatte es im Oktober abgeschlossen.

Inklusive der Produkte von Motorola Mobility lieferte Lenovo im vierten Quartal 18,7 Millionen Smartphones aus. Im Gesamtjahr waren es 76 Millionen, was einen neuen Rekordwert darstellt. Der Umsatz der Mobilsparte, zu der auch Android-Tablets und Smart-TVs zählen, lag bei 2,8 Milliarden Dollar im vierten Quartal.

Lenovo erwartet, dass die Geschäftseinheit Motorola in den nächsten vier bis sechs Quartalen in die Gewinnzone zurückkehren wird, vor allem dank des Wiedereinstiegs in den chinesischen Markt. Dort ist Lenovo schon jetzt der zweitgrößte Smartphonehersteller. Auf China entfielen 59 Prozent seiner weltweiten Smartphone-Verkäufe. Von Motorola erhofft es sich, im High-End-Segment mit Apple und Samsung konkurrieren zu können.

Lenovos PC-Sparte, die üblicherweise den größten Umsatzanteil ausmacht, lieferte im Schlussquartal 13,3 Millionen Einheiten aus, 2,7 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum. Das brachte ihm einen weltweiten Marktanteil von 19,5 Prozent ein, nach 20 Prozent im Vorquartal. Der Umsatz der Geschäftseinheit, die auch Windows-Tablets produziert, stieg im Jahresvergleich um 11 Prozent auf 7,2 Milliarden Dollar. Die Server, Storage, Software und Services umfassende Enterprise Business Group, zu der auch IBMs System-x-Server gehören, verbuchte Einnahmen von 1,1 Milliarden Dollar.

„Die Integration von Motorola Mobility und des System-x-Geschäfts läuft wie geplant und sorgt für ein weiteres Wachstumsmoment, wenngleich sie noch weitere Zeit benötigen werden, um sich zu einem Kerngeschäft wie PCs zu entwickeln“, kommentierte Lenovos Chairman und CEO Yang Yuanqing. „Hinsichtlich der Möglichkeiten und Herausforderungen der neuen Internet+-Ära sind wir bereit, uns von einem reinen Hardware-Hersteller zu einem Anbieter von Hardware und Software-Services zu wandeln. Dies wird Lenovo eine neue Wachstumswelle in den kommenden Jahren bescheren.“

[mit Material von Steven Musil, News.com, und Charlie Osborne, ZDNet.com]

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