Vodafone-Deutschlandchef Jens Schulte-Bockum tritt zurück

Er will das Unternehmen innerhlab des laufenden Geschäftsjahres verlassen, um sich "Neuem zuzuwenden". Für eine Übergangszeit wird er die Geschäfte aber weiter leiten. Seine Nachfolge will Vodafone "zu gegebener Zeit" bekannt geben. Im abgelaufenen Geschäftsjahr verzeichnete es einen Umsatz- und Gewinnrückgang.

Vodafone-Deutschlandchef Jens Schulte-Bockum hat mit Veröffentlichung der jüngsten Quartalszahlen seinen Rücktritt angekündigt. Er habe den Aufsichtsrat über seine Absicht informiert, innerhalb des laufenden Geschäftsjahrs von seinem Amt als Vorsitzender der Geschäftsführung zurückzutreten, heißt es in einer Mitteilung des Telekommunikationskonzerns. Seine Nachfolge will Vodafone „zu gegebener Zeit“ bekannt geben.

Vodafone-Deutschland-Chef Jens Schulte-Bockum (Bild: Vodafone)Vodafone-Deutschland-Chef Jens Schulte-Bockum (Bild: Vodafone)Schulte-Bockum begann seine Laufbahn 2003 bei Vodafone als Group Strategy Director. Vor seinem Wechsel nach Deutschland im April 2012 verantwortete er als CEO das Geschäft in den Niederlanden.

„In den vergangenen zwölf Jahren hat Jens Schulte-Bockum einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung von Vodafone geleistet. Mit der Akquisition und Integration von Kabel Deutschland hat er die Konvergenzstrategie in unserem größten Markt entscheidend gestaltet und mit dem Ausbau des LTE-Netzwerkes und des Service–Angebots Maßstäbe gesetzt. Ich danke ihm für seinen Beitrag in der Führung des Unternehmens und wünsche ihm für die Zukunft alles Gute“, sagte Vittorio Colao, CEO der Vodafone Group.

Schulte-Bockum selbst erklärte: „Für mich ist es an der Zeit, mich Neuem zuzuwenden. Für eine Übergangszeit werde ich die Geschäfte weiter führen.“

Das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2014/2015 schloss Vodafone Deutschland mit einem Gesamtumsatz von 2,653 Milliarden Euro ab, 0,1 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahrs. Der Service-Umsatz ging im Jahresvergleich allerdings um 3,1 Prozent auf 2,449 Milliarden Euro zurück. 1,501 Milliarden davon entfielen auf den Mobilfunkbereich und 1,072 Milliarden auf die Festnetzsparte. Der monatliche Umsatz pro Kunde (ARPU) stagniert im Mobilfunksegment bei 14,90 Euro.

Die Anzahl der Mobilfunkkunden sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,2 Prozent auf 30,943 Millionen. Bei den Vertragskunden verzeichnete Vodafone nach eigenen Angaben jedoch ein Wachstum um 3,2 Prozent auf 16,241 Millionen. Die Zahl der Festnetz-Breitbandkunden erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 6,3 Prozent auf 5,45 Millionen. Die Zahl der TV-Kunden schrumpfte jedoch um 1,9 Prozent auf 7,903 Millionen.

Im abgelaufenen Gesamtgeschäftsjahr setzte Vodafone Deutschland mit 9,817 Milliarden Euro 1,4 Prozent weniger um als im Vorjahr. Der Service-Umsatz sank – ohne das Kabelgeschäft – um 3,2 Prozent auf 9,186 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verschlechterte sich um 10,9 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Die EBITDA-Marge sank um 1,1 Punkte auf 32,6 Prozent.

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