Microsoft investiert in Unterseekabel zur Vernetzung seiner Rechenzentren

Dazu hat es Partnerschaften mit Hibernia Networks und Aqua Comms geschlossen. Zusammen planen sie die Verlegung eines transatlantischen Unterseekabels zwischen Nordamerika und Großbritannien. Außerdem beteiligt sich Microsoft am Bau einer neuen Transpazifikverbindung.

Microsoft-Schild vor Gebäude 99 des Redmond-Campus (Bild: Microsoft)Microsoft hat am Montag eine Reihe Partnerschaften bekannt gegeben, die ihm dabei helfen sollen, seine Rechenzentren global zu vernetzen. Dazu setzt es vor allem auf Unterseekabel, in die es zuletzt verstärkt investiert hat.

Nun konnte das Unternehmen aus Redmond den Abschluss von Verträgen mit den Seekabelfirmen Hibernia Networks (PDF) und Aqua Comms verkünden. Sie sehen die Verlegung zweier transatlantischer Unterseekabel vor, die Nordamerika mit Großbritannien und Irland verbinden. Die Kabel sollen durch Halifax (Kanada), Ballinspittle (Irland) und Brean (Großbritannien) laufen.

Außerdem arbeitet Microsoft ebenfalls an einer transpazifischen Verbindung zwischen Asien und Nordamerika. Dazu hat es sich einem Konsortium zum Bau des „New Cross Pacific Cable Network“ (NCP) angeschlossen, dem auch die chinesischen Provider China Mobile, China Telecom, China Unicom, Chunghwa Telecom sowie der koreanische Carrier Korea Telecom angehören. Dieses Kabel wird Hillsboro im westlichen US-Bundesstaat Oregon mit China, Südkorea, Taiwan und Japan verbinden. Als Teil dieses Abkommens wird Microsoft seine erste Kopfstation für Unterseekabel in den USA errichten.

Das "New Cross Pacific Cable Network" soll China, Südkorea, Taiwan und Japan mit den USA verbinden (Bild: Chungwa Telecom).Das „New Cross Pacific Cable Network“ soll China, Südkorea, Taiwan und Japan mit den USA verbinden (Bild: Chungwa Telecom).

Die neuen Investitionen sind die jüngsten in Microsofts neun Monate andauernden Bemühungen, seine Netzwerkinfrastrukur zu erweitern. Damit begegnet es der steigenden Nachfrage nach Clouddiensten wie Azure und Office 365. Laut Microsoft werden die Unterseekabel dabei helfen, Daten mit höherer Geschwindigkeit und an mehr Orte auf der ganzen Welt zu übermitteln.

Noch wichtiger dürfte für den Konzern aber sein, dass die neuen Kabel ihm auch dabei helfen, angesichts wachsenden Kostendrucks mit der Konkurrenz mitzuhalten. Denn Facebook und Google haben bereits in Unterseekabel nach Asien investiert.

„Wenn wir auf die Zukunft dieser Investitionen blicken, glauben wir, dass unsere Kunden feststellen werden, dass Microsoft all die nötigen Bausteine zusammenbringt, um seine Clouddienste zu den zuverlässigsten, zugänglichsten und sichersten zu machen“, kommentiert David Crowley, Managing Director von Microsofts Global Network Procurement, in einem Blogbeitrag. „Der Wettbewerb im Bereich Cloud und Infrastrukturen verschärft sich weiter. Aber diesen Kampf gewinnt man nicht mit Cloud oder Infrastrukturen allein, sondern mit ganzheitlichen Innovationen.“

[mit Material von Natalie Gagliordi, ZDNet.com]

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