Infineon meldet Umsatzsprung durch Integration von International Rectifier

Dank des Zukaufs und einer guten Geschäftsentwicklung stiegen die Einnahmen im zweiten Fiskalquartal um 41 Prozent auf 1,483 Milliarden Euro. Der Konzernüberschuss ging aufgrund akquisitionsbedingter Aufwendungen im Jahresvergleich hingegen um 44 Prozent auf 69 Millionen Euro zurück.

Infineon hat seine Bilanz für das zweite Fiskalquartal 2015 (bis 31. März) vorgelegt. Demnach konnte der Halbleiterhersteller aus Neubiberg bei München seinen Umsatz gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 41 Prozent auf 1,483 Milliarden Euro steigern, was vor allem auf die erstmalige Konsolidierung von International Rectifier, starkes organisches Wachstum im Segment Chip Card und Security sowie positive Währungseffekte zurückzuführen ist. Zugleich ging der Konzernüberschüss aufgrund akquisitionsbedingter Aufwendungen aber um 44 Prozent auf 69 Millionen Euro zurück.

Infineon-Vorstandschef Reinhardt Ploss (Bild: Infineon)Infineon-Vorstandschef Reinhard Ploss (Bild: Infineon)Das Segmentergebnis wuchs im Jahresvergleich um 36 Prozent auf 198 Millionen Euro. Die Segmentergebnis-Marge verringerte sich jedoch von 13,9 auf 13,4 Prozent. Im ersten Fiskalquartal 2015 hatte die Marge noch bei 15 Prozent und der Konzernüberschuss bei 136 Millionen Euro (minus 49 Prozent) gelegen.

„Infineon hat im zweiten Geschäftsquartal einen deutlichen Umsatzsprung gemacht. Unser Geschäft lief sehr gut. Die Akquisition von International Rectifier und der starke Dollar haben uns zusätzlichen Rückenwind gegeben“, sagte Reinhard Ploss, Vorstandsvorsitzender von Infineon. „Die Signale aus unseren Märkten sind insgesamt positiv. Mit der Integration von International Rectifier kommen wir gut voran. Unsere Strategie bewährt sich und Infineon bleibt auf Wachstumskurs.“

Die am 20. August 2014 angekündigte Übernahme von International Rectifier hatte Infineon am 13. Januar abgeschlossen. Dessen Geschäftsbereiche wurden vollständig in die bestehenden Segmente Automotive, Industrial Power Control und Power Management and Multimarket integriert. Die Zahlen für das zweite Quartal beinhalten erstmals die Ergebnisse, Vermögenswerte und Schulden sowie Zahlungsströme von International Rectifier ab dem Erwerbszeitpunkt. So trug der Zukauf seit dem 13. Januar bis zum Quartalsende beispielsweise 199 Millionen Euro zum Gesamtumsatz bei.

Das Betriebsergebnis schrumpfte gegenüber dem Vorquartal von 153 auf 85 Millionen Euro. Das Nettoergebnis aus fortgeführten Geschäften verringerte sich der heute veröffentlichten Bilanz (PDF) zufolge von 130 auf 69 Millionen Euro. Der Aktiengewinn im zweiten Fiskalquartal 2015 sank entsprechend von 0,12 auf 0,06 Euro. Der bereinigte Aktiengewinn blieb hingegen stabil bei 0,13 Euro, da er keine akquisitionsbedingten Abschreibungen und sonstige Aufwendungen unter Abzug der darauf entfallenden Steuern enthält.

Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte einschließlich aktivierter Entwicklungskosten betrugen 150 Millionen Euro, nach 141 Millionen Euro im Vorquartal. Die Abschreibungen stiegen vor allem aufgrund der erstmaligen Einbeziehung von International Rectifier von 141 auf 199 Millionen Euro.

Für das dritte Fiskalquartal 2015 erwartet Infineon bei einem unterstellten Euro-Dollar-Wechselkurs von 1,10 aktuell einen Umsatzanstieg von 7 bis 11 Prozent gegenüber dem Vorquartal, zu dem alle Segmente beitragen sollen. Die Segmentergebnis-Marge wird voraussichtlich rund 15 Prozent betragen. Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern unter Berücksichtigung von International Rectifier nun mit einem Einnahmenzuwachs gegenüber dem Vorjahr von 36 Prozent plus oder minus 2 Prozentpunkte. Die Segmentergebnis-Marge soll auch hier etwa 15 Prozent betragen.

Themenseiten: Infineon, Quartalszahlen

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