Samsung will 2015 zehn Milliarden Dollar ins Halbleitergeschäft stecken

Damit soll das kontinuierliche Wachstum seiner aktuell profitabelsten Sparte gesichert werden. Geplant sind eine zusätzliche Fertigungsstraße für DRAM-Module in Hwaseong sowie ein neues Werk in Pyeongteak. Vor allem sein Angebot an 3D-Vertical-NAND-Produkten will Samsung ausbauen.

Samsung plant in diesem Jahr eine Investition von zehn Milliarden Dollar in sein Halbleitergeschäft. Damit will es das kontinuierliche Wachstum seiner aktuell profitabelsten Sparte sichern, das von einer weiterhin großen Nachfrage angetrieben wird.

„Vergangenes Jahr haben wir etwa 10 Billionen Won (9,36 Milliarden Dollar) in Speicherchips investiert“, sagte Jeeho Beak, Senior Vice President von Samsungs Halbleitersparte, bei einem Konferenzgespräch mit Analysten. „Wir planen für dieses Jahr mit einem ähnlichen Volumen. Wir haben die DRAM- und NAND-Produktionsrate auf 7:3 gesetzt, können diese aber künftig flexibel an die jeweilige Nachfrage anpassen.“

128 GByte Flashspeicher eMMC 5.0 (Bild: Samsung)Mit der Investition baut Samsung seine Produktionskapazität für Speciherchips weiter aus. Eine zusätzliche Fertigungsstraße für DRAM-Module an seinem Standort in Hwaseong, dem Hauptproduktionsstandort für Speicherchips in Südkorea, soll bis Ende des Jahres fertig werden.

Nächsten Monat will der Elektronikkonzern zudem mit dem Bau eines neuen Werks im südkoreanischen Pyeongteak beginnen. Bis zum Start der dortigen Produktion im Jahr 2017 sollen dafür insgesamt 15,6 Billionen Won aufgewendet werden.

Darüber hinaus plant der weltgrößte Halbleiterhersteller, sein Produktangebot auf Basis der Flashspeichertechnik „3D Vertical-NAND“ (3D V-NAND) auszubauen. Diese nutzt zylindrische, mehrlagige Strukturen, was eine höhere Speicherdichte, Schreibgeschwindigkeit sowie Haltbarkeit bei gleichzeitig reduziertem Energiebedarf ermöglicht. Bisher bieten nur Samsung und sein japanischer Konkurrent Toshiba solche NAND-Chips kommerziell an.

Beak zufolge wird Samsung ab der zweiten Jahreshälfte neue SSD-Modelle mit 3D V-NAND für Verbraucher anbieten sowie die kommende Generation seiner für Unternehmen intendierten Produkte. Für Letztere erwartet Beak in der zweiten Jahreshälfte eine erhöhte Nachfrage. Im letzten Jahr hatten die Koreaner mit den Reihen 850 Pro und 850 Evo die ersten Laufwerke vorgestellt, die auf dieser Technik basieren.

Nicht zuletzt mit ihnen konnte Samsung 2014 seine Führungsposition am SSD-Markt festigen. Laut den Marktforschern von IHS sicherte es sich im vergangenen Jahr einen Marktanteil von 34 Prozent mit Einnahmen von 3,996 Milliarden Dollar. Dies entspricht in etwa dem doppelten Umsatz, den sein ärgster Verfolger Intel in dem Segment erzielte (1,99 Milliarden Dollar).

Für Mobilgeräte setzt Samsung weiter auf herkömmliches 2D-NAND. Laut Lee Myung-jin, Head of Investor Relations, eignet sich dieses nach wie vor am besten für diesen Einsatzzweck. „Für hochintegrierte, hochzuverlässige NAND-Flashlaufwerke werden wir V-NAND nutzen und für Mobile- und Consumer-Produkte 2D-NAND.“

Laut Gartner wuchs der weltweite Halbleitermarkt im vergangenen Jahr um 7,9 Prozent auf 339,8 Milliarden Dollar. Angeführt wurde das Wachstum vom Speichersegment mit einem Plus von 16,9 Prozent.

[mit Material von Cho Mu-hyun, ZDNet Korea]

Themenseiten: Samsung, Samsung SSD 950 PRO, Speicher, Storage

Björn Greif
Autor: Björn Greif
Redakteur ZDNet.de
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